Anthropic bereitet laut Berichten eine Aktienklasse mit zusätzlichen Stimmrechten für CEO Dario Amodei und weitere Mitgründer vor. Amodei hält offenbar rund 2 Prozent des Unternehmens – die Stimmrechte könnten seinen Einfluss daher deutlich über seinen wirtschaftlichen Anteil hinaus erhöhen.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What supervoting and governance changes is Anthropic reportedly preparing ahead of a potential initial public offering later in 2026—includi. Article summary: Anthropic is reportedly designing a pre IPO governance structure that would give CEO Dario Amodei and other co founders supervoting stock while preserving independent mission oriented control through its Long Term Benefi. Topic tags: general web, ai, workflow, code, regulation. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts
Anthropic arbeitet Berichten zufolge an einer Governance-Struktur für die Zeit nach einem möglichen Börsengang im Jahr 2026. Vorgesehen sein soll eine neue Aktienklasse, die CEO Dario Amodei und anderen Mitgründern mehr Stimmrechte pro Aktie einräumt als gewöhnlichen Aktionären. Damit könnte das Gründerteam auch nach einer weiteren Verwässerung und dem Einstieg vieler öffentlicher Investoren maßgeblichen Einfluss behalten. 1
Die geplante Struktur würde auf zwei getrennten Kontrollmechanismen beruhen:
Diese beiden Elemente wären nicht dasselbe. Die Gründeraktien würden den Einfluss des Führungsteams stärken; der Long-Term Benefit Trust (LTBT) würde weiterhin einen unabhängigen Governance-Kanal zur Wahrung der langfristigen Mission bilden.
Dario Amodei soll lediglich etwa 2 Prozent der Anthropic-Anteile halten. 7 Bei einer klassischen Ein-Aktie-eine-Stimme-Struktur wäre sein Einfluss damit begrenzt. Aktien mit zusätzlichen Stimmrechten könnten jedoch dazu führen, dass seine Kontrolle deutlich größer ausfällt als sein wirtschaftlicher Anteil.
Das wäre zudem ein Novum für Anthropic: Die Gründer sollen bislang keine vergleichbaren erweiterten Stimmrechte besessen haben. 7 Die geplante Änderung würde die Unternehmensführung deshalb nicht nur für einen möglichen Börsengang absichern, sondern auch die bisherige Machtverteilung verändern.
Anthropic ist eine Public Benefit Corporation. Diese US-amerikanische Unternehmensform verpflichtet ein Unternehmen, neben dem wirtschaftlichen Erfolg auch einen festgelegten öffentlichen oder gesellschaftlichen Nutzen zu berücksichtigen. Anthropic beschreibt diesen Zweck als die sichere Entwicklung fortgeschrittener KI zum langfristigen Nutzen der Menschheit.
Der LTBT ist ein unabhängiges Gremium, dessen Mitglieder keine finanzielle Beteiligung an Anthropic halten sollen. Er kann Mitglieder des Verwaltungsrats auswählen und soll langfristig die Mehrheit des Boards bestimmen können. Damit soll die Unternehmensmission nicht allein von kurzfristigen Renditeerwartungen gewöhnlicher Aktionäre abhängen.
Der Trust hat zudem konkrete Aufgaben in der Sicherheits-Governance erhalten. Nach Anthropic-Unterlagen kann er eine externe Prüfung von Risikoberichten verlangen, der Auswahl externer Prüfer zustimmen und regelmäßige Unterrichtungen erhalten. 6
Bei den bisher bekannten Informationen handelt es sich um einen berichteten Plan – nicht um eine veröffentlichte IPO-Satzung oder eine endgültig eingereichte Transaktionsstruktur. Offen sind unter anderem:
Die vorliegenden Berichte liefern für diese Punkte keine belastbaren Details. Sie betonen außerdem, dass sich die Pläne noch ändern können. 1
Das Grundprinzip erinnert an Dual- oder Mehrklassen-Aktienstrukturen, wie sie unter anderem bei Meta eingesetzt werden. Dort verfügt Gründer und CEO Mark Zuckerberg über die Mehrheit der Stimmrechte. 4
Auch SpaceX setzt bei seinem geplanten Börsengang auf Aktien mit unterschiedlichem Stimmgewicht. Die Class-B-Aktien sollen zehn Stimmen je Aktie tragen, während öffentlich angebotene Class-A-Aktien jeweils eine Stimme gewähren. Dadurch behalten Elon Musk und weitere Insider deutlich mehr Einfluss, als es ihr wirtschaftlicher Anteil allein nahelegen würde.
Anthropics Modell wäre dennoch ungewöhnlicher: Es würde Gründer-Superstimmrechte mit einem separaten, nicht an Anteilseigner gebundenen Trust kombinieren. Für künftige Börsenaktionäre könnte das bedeuten, dass ihr finanzielles Engagement nicht automatisch mit einem entsprechenden Einfluss auf die Unternehmensführung einhergeht. Wie stark dieser Effekt tatsächlich wäre, lässt sich erst beurteilen, wenn Anthropic die endgültigen Stimmrechts- und Board-Regeln veröffentlicht.
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Anthropic bereitet laut Berichten eine Aktienklasse mit zusätzlichen Stimmrechten für CEO Dario Amodei und weitere Mitgründer vor.
Anthropic bereitet laut Berichten eine Aktienklasse mit zusätzlichen Stimmrechten für CEO Dario Amodei und weitere Mitgründer vor. Amodei hält offenbar rund 2 Prozent des Unternehmens – die Stimmrechte könnten seinen Einfluss daher deutlich über seinen wirtschaftlichen Anteil hinaus erhöhen.
Der Long Term Benefit Trust (LTBT) soll weiterhin über eine eigene Aktienklasse die Mehrheit der Verwaltungsratsmitglieder bestimmen können.