LG Energy Solution will bis Ende 2026 fünf seiner acht nordamerikanischen Werke auf die Produktion von Batterien für stationäre Energiespeichersysteme (ESS) ausrichten; drei Werke bleiben auf Elektroauto Batterien fok... Das Werk in Lansing, Michigan, soll mit einer geplanten Jahreskapazität von mehr als 35 GWh sowo...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is LG Energy Solution pivoting from its earlier focus on electric vehicle batteries to energy storage system batteries in North America,. Article summary: LG Energy Solution is redirecting much of its North American manufacturing footprint from the EV market it had expected to boom into stationary energy storage systems (ESS).. Topic tags: general web, ai, workflow, benchmarks, growth. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thumbnails, icon
LG Energy Solution verschiebt einen großen Teil seiner nordamerikanischen Produktionskapazitäten: Weg vom erwarteten Boom bei Batterien für Elektrofahrzeuge, hin zu stationären Energiespeichersystemen (ESS). Besonders gefragt sind Großspeicher für Stromnetze – auch als Unterstützung für den hohen und kontinuierlichen Energiebedarf von KI-Rechenzentren. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Elektroautos langsamer gewachsen, als es die früheren Kapazitätspläne der Branche nahegelegt hatten. 127
Bis Ende 2026 sollen fünf der acht nordamerikanischen Fabriken von LG Energy Solution ESS-Batterien produzieren oder für deren Herstellung vorbereitet sein. Die übrigen drei Standorte bleiben auf Batterien für Elektrofahrzeuge ausgerichtet. 27
Damit reagiert LG auf zwei Entwicklungen: Der Ausbau von KI-Rechenzentren treibt den Strombedarf nach oben, während der erwartete breite Schub bei Elektroautos bislang ausbleibt. Der Umbau soll vorhandene Anlagen besser auslasten, ist aber kein vollständiger Abschied vom Automobilgeschäft.
Eine zentrale Rolle spielt das neue Werk in Lansing im US-Bundesstaat Michigan. Der Standort war ursprünglich mit Blick auf den Bedarf von General Motors geplant worden und soll bei voller Auslastung eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 35 GWh erreichen. 5
Lansing wird als Werk für zwei unterschiedliche Zellchemien betrieben:
Die LFP-Zellen aus Lansing sollen unter anderem über die US-Speichersparte von LG Energy Solution in komplette Systeme integriert und an Kunden aus der Energieinfrastruktur sowie an Betreiber von KI-Rechenzentren geliefert werden. 13
KI-Rechenzentren benötigen große Strommengen – und zwar kontinuierlich. Das erhöht den Druck auf die Stromnetze und schafft zusätzlichen Bedarf an Batterien, die Energie speichern, Lastspitzen abfedern und bei Ausfällen als Reserve dienen können. Auch die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien macht Speicher wichtig, weil sie Strom zeitversetzt verfügbar machen. 7
Für LG ist das ein Markt, den das Unternehmen nach eigenen Angaben in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte. Die Nachfrage aus dem ESS-Geschäft bietet deshalb kurzfristig eine neue Wachstumsquelle, während die Elektroautoindustrie mit vorsichtigeren Absatzprognosen und nicht ausgelasteten Fabriken kämpft.
Der Strategiewechsel ist technisch anspruchsvoll. LG Energy Solution hat traditionell viel Erfahrung mit nickelbasierten NMC-Batterien gesammelt. Der ESS-Markt verlangt dagegen zunehmend LFP-Zellen. Dafür müssen sich unter anderem eingesetzte Materialien, Zellaufbau, Fertigungsprozesse, Lieferketten und Produktionswissen ändern.
LFP-Zellen haben eine geringere Energiedichte als nickelbasierte Batterien. Bei Elektroautos ist das ein erheblicher Nachteil, weil Reichweite, Gewicht und der verfügbare Bauraum eine große Rolle spielen. Bei stationären Speichern fällt dieser Nachteil weniger ins Gewicht: Die Batterien müssen nicht möglichst leicht sein und werden nicht in einem Fahrzeug bewegt.
Dafür sprechen bei LFP die niedrigeren Kosten, die lange Lebensdauer über viele Ladezyklen und die höhere thermische Stabilität. Für große Speicherprojekte an Stromnetzen können diese Eigenschaften wichtiger sein als eine möglichst kompakte Bauweise.
Der Speicherbedarf wächst zwar deutlich, reicht aber voraussichtlich nicht aus, um sämtliche überschüssigen EV-Batteriekapazitäten aufzunehmen. Benchmark Mineral Intelligence prognostiziert für Nordamerika eine Nachfrage nach stationären Batterien von 76 GWh im Jahr 2026. Innerhalb von fünf Jahren soll sie auf rund 125 GWh steigen. 3
Dem steht eine Produktionskapazität von ungefähr 275 GWh gegenüber, die im Zuge der Investitionswelle für Elektroauto-Batterien in Nordamerika aufgebaut wurde. 3 Selbst eine stark wachsende ESS-Nachfrage kann diese Lücke daher nicht schließen.
Hinzu kommt, dass sich nicht jede Fertigungslinie schnell und kostengünstig auf LFP-Zellen oder andere Speicherformate umrüsten lässt. Produktionsanlagen, Lieferketten und Qualitätsprozesse sind häufig auf bestimmte Zelltypen und Abnehmer zugeschnitten. Der Wechsel zu ESS kann die Auslastung verbessern, beseitigt die Überkapazität aber nicht auf einen Schlag.
LG Energy Solution betrachtet Energiespeicher als notwendige Diversifizierung für die nahe und mittlere Zukunft – nicht als endgültige Abkehr von Elektroautos. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass sich die EV-Nachfrage langfristig erholen kann. 1
Dazu passt, dass das gemeinsam mit General Motors betriebene Werk im Nordosten Ohios nach einem siebenmonatigen Stillstand die Produktion von Batteriezellen wieder aufnehmen soll. So bleibt Kapazität für den Fall erhalten, dass der Automobilmarkt später wieder stärker anzieht. 1
Der Kurs von LG lässt sich damit als pragmatische Zwischenlösung beschreiben: Die Fabriken sollen heute vom unerwartet starken Bedarf an Stromspeichern profitieren, ohne die Option auf einen späteren Aufschwung bei Elektrofahrzeugen aufzugeben.
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LG Energy Solution will bis Ende 2026 fünf seiner acht nordamerikanischen Werke auf die Produktion von Batterien für stationäre Energiespeichersysteme (ESS) ausrichten; drei Werke bleiben auf Elektroauto Batterien fok...
LG Energy Solution will bis Ende 2026 fünf seiner acht nordamerikanischen Werke auf die Produktion von Batterien für stationäre Energiespeichersysteme (ESS) ausrichten; drei Werke bleiben auf Elektroauto Batterien fok... Das Werk in Lansing, Michigan, soll mit einer geplanten Jahreskapazität von mehr als 35 GWh sowohl LFP Zellen für Stromversorger und Tesla als auch NMC Zellen für Toyota Elektroautos herstellen.
Der Speicherbedarf steigt durch den Ausbau von KI Rechenzentren und die Modernisierung der Stromnetze.