Goldman Sachs schätzt Chinas Wachstum zu Beginn des dritten Quartals auf rund 4 Prozent – unter Pekings Jahresziel von 4,5 bis 5 Prozent und unter dem Wachstum von 4,3 Prozent im zweiten Quartal. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli nur um 0,6 Prozent, die Industrieproduktion um 4,5 Prozent.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did China’s economic growth and domestic demand deteriorate at the start of the third quarter, according to Goldman Sachs and other glob. Article summary: China appears to have entered the third quarter with growth near 4% year on year, Goldman Sachs estimates—below Beijing’s 4.5%–5% annual objective and down from official 4.3% growth in the second quarter. The July data s. Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
China ist mit deutlich weniger Schwung in das dritte Quartal gestartet. Goldman Sachs schätzt das Wachstum im Jahresvergleich derzeit auf rund 4 Prozent – nach offiziell 4,3 Prozent im zweiten Quartal und damit unter Pekings Jahresziel von 4,5 bis 5 Prozent. 711
Die im Juli veröffentlichten Konjunkturdaten erklären, warum an zusätzlichen Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft gearbeitet werden könnte. Konsum, Investitionen, Immobilienaktivität und Beschäftigung junger Menschen verschlechterten sich, während Exporte und Teile der Industrie vergleichsweise robust blieben. Nach Einschätzung von Goldman Sachs ist die aktuelle Schwäche vor allem nachfragegetrieben. 17
Der Rückgang beschränkt sich nicht auf einen einzelnen Wirtschaftsbereich:
Zusammengenommen deuten die Zahlen nicht nur auf eine langsamere Produktion in den Fabriken hin. Vor allem die schwachen Konsumausgaben und die rückläufigen Investitionen zeigen, dass Unternehmen und private Haushalte weiterhin zögern, Geld auszugeben oder langfristige Verpflichtungen einzugehen. Der anhaltende Abschwung am Immobilienmarkt belastet zusätzlich das Vertrauen und die wirtschaftliche Aktivität.
Im zweiten Quartal wuchs Chinas Wirtschaft offiziell um 4,3 Prozent – laut der von CNBC zitierten Statistik der schwächste Quartalswert seit mehr als drei Jahren. Damit lag das Wachstum bereits unter der Untergrenze des offiziellen Jahresziels von 4,5 bis 5 Prozent. 11
Goldman Sachs sieht die Dynamik zu Beginn des dritten Quartals nun bei etwa 4 Prozent. Andere von der Marktberichterstattung zitierte Großbanken liegen etwas höher, aber ebenfalls unter der Zielspanne: Macquarie rechnet mit rund 4,2 Prozent, BNP Paribas mit etwa 4,1 Prozent. Die Unterschiede zeigen vor allem, wie unsicher der Zeitpunkt und die Wirkung möglicher fiskalischer und geldpolitischer Maßnahmen sind. 79
Entscheidend ist dabei der Unterschied zwischen dem offiziellen Gesamtwachstum und der Entwicklung der Binnenwirtschaft. Eine robuste Auslandsnachfrage – unter anderem im Zusammenhang mit fortschrittlicher Fertigung und Infrastruktur für Anwendungen der künstlichen Intelligenz – kann die Gesamtproduktion stützen. Sie bringt jedoch nicht automatisch mehr Vertrauen bei privaten Haushalten, eine Erholung der Wohnungsnachfrage oder einen breiten Konsumaufschwung.
Die schwachen Julidaten erhöhen den Druck, die Liquidität im Finanzsystem zu verbessern und eine sich selbst verstärkende Abschwächung zu verhindern. Im Gespräch sind mehrere Instrumente.
Eine Senkung der Mindestreservequote – auf Englisch Reserve Requirement Ratio oder kurz RRR – würde Banken einen größeren Teil ihrer Einlagen für Kredite verfügbar machen. Analysten halten diesen Schritt für wahrscheinlicher als eine sofortige Senkung der Leitzinsen. Goldman Sachs hatte zuvor eine RRR-Senkung um 50 Basispunkte zusammen mit einer Zinssenkung um 10 Basispunkte als mögliche Reaktion beschrieben, falls die Dynamik weiter nachlässt.
Eine niedrigere Mindestreservequote könnte die Kreditbedingungen verbessern. Sie würde jedoch nicht garantieren, dass Haushalte und Unternehmen tatsächlich mehr Kredite aufnehmen. Die Julizahlen sprechen dafür, dass die schwache Nachfrage ein ebenso großes Problem ist wie das Kreditangebot.
Zinszuschüsse für Kredite und andere gezielte Maßnahmen könnten die Finanzierungskosten für private Haushalte oder bestimmte Unternehmen senken. Ein solcher Ansatz wäre selektiver als eine breit angelegte Kreditausweitung. Er könnte den Konsum ankurbeln, ohne erneut jene Probleme bei Immobilien und Verschuldung zu verschärfen, die frühere Stimulus-Runden hinterlassen haben.
Peking hat bereits signalisiert, dass es genehmigte Infrastruktur- und Anleihemittel schneller einsetzen möchte, statt sofort ein großes neues Konjunkturpaket aufzulegen. Damit könnten die Behörden die Wirtschaft über bereits budgetierte Projekte stützen und zugleich die Daten für August und September abwarten.
Ministerpräsident Li Qiang forderte, bestehende Maßnahmen wirksamer einzusetzen und praktische zusätzliche Schritte vorzubereiten. Das erhöht die Erwartungen an neue Unterstützung, ist aber kein Versprechen für ein umfassendes Programm zur Ankurbelung der Nachfrage.
Die Zurückhaltung hat strukturelle Gründe. Eine breit angelegte Kredit- oder Immobilienrettung könnte die Verschuldung lokaler Regierungen und von Immobilienentwicklern weiter erhöhen, spekulative Aktivitäten erneut anheizen und Überkapazitäten verlängern. Die grundlegende Schwäche der privaten Nachfrage wäre damit nicht behoben.
Deshalb rechnen Analysten eher mit schrittweisen, angebotsorientierten Maßnahmen: Infrastrukturprojekten, Modernisierung von Anlagen, strategischer Fertigung, Finanzierung durch staatliche Banken und ausgewählten Konsumanreizen. Ökonomen von Macquarie haben diesen Ansatz als „Just Enough“-Regel beschrieben – also als Politik, die gerade genug tut, um das Wachstumsziel zu erreichen, aber nicht mehr. 10
Kurzfristig verschafft die stabile Exportnachfrage Peking Zeit. Besonders die Nachfrage nach chinesischen Produkten für globale KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur kann die Industrie stützen, während bereits beschlossene Ausgaben umgesetzt werden. Doch Exporte können eine gesunde Binnennachfrage nicht dauerhaft ersetzen. Schwache Einzelhandelsumsätze, ein schrumpfender Immobilienmarkt und die hohe Jugendarbeitslosigkeit weisen auf ein Vertrauensproblem hin, das mit Fabrik- und Infrastrukturinvestitionen allein kaum zu lösen ist.
Der wichtigste Test werden die Daten für August und September sein. Zeigen sie eine nachhaltige Verbesserung bei Konsum und Investitionen, könnte Peking bei kleinen, gezielten Maßnahmen bleiben. Bleibt die Erholung aus, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer RRR-Senkung, von Kreditzuschüssen oder zusätzlicher Finanzierung steigen.
Die bisherige Datenlage spricht daher eher für eine kalibrierte Lockerung als für den großen Stimulus-Schlag. Chinas Wachstum liegt unter dem offiziellen Ziel, doch die Regierung hat weiterhin Gründe, schrittweise vorzugehen. Zugleich zeigen die Julizahlen, dass inkrementelle Maßnahmen allein die Schwäche der Binnennachfrage vermutlich nicht beheben werden.
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Goldman Sachs schätzt Chinas Wachstum zu Beginn des dritten Quartals auf rund 4 Prozent – unter Pekings Jahresziel von 4,5 bis 5 Prozent und unter dem Wachstum von 4,3 Prozent im zweiten Quartal.
Goldman Sachs schätzt Chinas Wachstum zu Beginn des dritten Quartals auf rund 4 Prozent – unter Pekings Jahresziel von 4,5 bis 5 Prozent und unter dem Wachstum von 4,3 Prozent im zweiten Quartal. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli nur um 0,6 Prozent, die Industrieproduktion um 4,5 Prozent.
Analysten rechnen mit einer maßvollen Unterstützung, etwa einer Senkung der Mindestreservequote, subventionierten Krediten und beschleunigten Staatsausgaben – nicht mit einer umfassenden Rettungsaktion.