Tiangong Ultra gewann einen Vorlauf über 100 Meter in 9,39 Sekunden, Honor Lightning wurde in 9,47 Sekunden Zweiter – beide Zeiten liegen unter Usain Bolts menschlichem Weltrekord von 9,58 Sekunden. Lightning war zuvor bei einem Vorbereitungstest 9,32 Sekunden gelaufen und erreichte dabei 14,5 Meter pro Sekunde.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What happened on the opening day of the second World Humanoid Robot Games in Beijing, including how Tiangong Ultra and Honor’s Lightning per. Article summary: On opening day, Tiangong Ultra won a 100-meter preliminary heat in 9.39 seconds and Honor’s Lightning placed second in 9.47 seconds—both faster than Usain Bolt’s 9.58-second human world record. These were robot-event res. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die zweite Ausgabe der World Humanoid Robot Games in Peking begann mit einer Schlagzeile, die geradezu für virale Videos gemacht ist: Der humanoide Roboter Tiangong Ultra lief die 100 Meter in 9,39 Sekunden – und war damit schneller als Usain Bolt. Der Jamaikaner hält seit 2009 den Männer-Weltrekord über diese Distanz von 9,58 Sekunden. Auch Honors Roboter Lightning blieb mit 9,47 Sekunden unter dieser Marke. 13
Mit einem neuen Leichtathletik-Weltrekord ist das allerdings nicht gleichzusetzen. Die Roboter traten unter anderen Bedingungen und mit anderen technischen Voraussetzungen an. Zudem berichteten Beobachter von instabilen Zieleinläufen: Einige Maschinen verloren nach dem Überqueren der Ziellinie das Gleichgewicht oder stießen zusammen. Die spannendere Geschichte hinter den Zeiten ist deshalb der rasante technische Fortschritt – und der Versuch der Branche, zu zeigen, dass humanoide Roboter mehr können als eindrucksvolle Vorführungen.
Tiangong Ultra, entwickelt vom Beijing Humanoid Robot Innovation Center, lag zunächst zurück. Kurz vor dem Ziel zog der Roboter jedoch an Honors Lightning vorbei und gewann seinen Vorlauf in 9,39 Sekunden. Bei der ersten Ausgabe des Wettbewerbs 2025 hatte Tiangong Ultra für dieselbe Strecke noch 21,50 Sekunden benötigt. 138
Lightning, der vom Smartphone-Hersteller Honor entwickelt wurde, kam im offiziellen Vorlauf nach 9,47 Sekunden ins Ziel. Vor Beginn der Spiele soll das Modell bei einem Vorbereitungstest 9,32 Sekunden erreicht haben – bei einer Höchstgeschwindigkeit von 14,5 Metern pro Sekunde. Diese 9,32 Sekunden waren jedoch ein Testwert und nicht das offizielle Ergebnis des Vorlaufs am Eröffnungstag. 13
| Leistung | Zeit beziehungsweise Marke | Einordnung |
|---|---|---|
| Tiangong Ultra | 9,39 Sekunden | 100-Meter-Vorlauf am Eröffnungstag 13 |
| Honor Lightning | 9,47 Sekunden | Derselbe Vorlauf 38 |
| Honor Lightning | 9,32 Sekunden | Vorbereitungstest; Höchstgeschwindigkeit 14,5 m/s 13 |
| Usain Bolt | 9,58 Sekunden | Weltrekord über 100 Meter, aufgestellt 2009 113 |
| Tiangong Ultra | 21,50 Sekunden | Siegerzeit bei den ersten Spielen 2025 38 |
Tiangong Ultra war damit 0,19 Sekunden schneller als Bolts Bestmarke, Lightning 0,11 Sekunden. Doch ein Roboter, der eine markierte Strecke schneller überquert als ein Mensch, ist deshalb noch kein überlegenes Leichtathletik-Subjekt. Die Maschinen haben andere Körper, Steuerungssysteme und Betriebsbedingungen. Die beschriebenen Gleichgewichtsprobleme zeigen zudem, wie begrenzt die Aussagekraft eines einzelnen Geschwindigkeitswerts sein kann.
Bei der Eröffnungszeremonie wurde außerdem ein humanoider Roboter präsentiert, der laut Berichten im Standhochsprung 2,88 Meter erreichte. Damit lag die Demonstration über der in der Berichterstattung genannten menschlichen Marke von 2,45 Metern, die Javier Sotomayor zugeschrieben wird. 5
Der Vergleich klingt spektakulär, ist aber nicht automatisch ein neuer menschlicher Sportrekord. Die verfügbaren Berichte liefern nicht genügend Informationen über den Entwickler des Roboters, das Messverfahren oder die technischen Bedingungen. Am sinnvollsten lässt sich die Leistung daher als Demonstration von Kraft, Gleichgewicht und Bewegungssteuerung verstehen – nicht als direkt vergleichbarer Leichtathletik-Rekord.
Die Spiele finden vom 22. bis 26. August 2026 über fünf Tage im National Speed Skating Oval in Peking statt, dem als „Ice Ribbon“ bekannten Eisschnelllaufstadion. Nach Angaben der Organisatoren nehmen 666 Teams und 2.056 Roboter aus 16 Ländern auf sechs Kontinenten teil. Bei der ersten Ausgabe 2025 waren es rund 280 Teams, mehr als 500 Roboter und 26 Wettbewerbe.
Für 2026 wurden 51 Wettbewerbe und 1.301 Begegnungen angekündigt. Das Programm teilt sich in klassische Roboter-Sportarten und auf Alltagsszenarien basierende Aufgaben. Zum Sportprogramm gehören unter anderem Sprint, Fußball, Tischtennis, Kampfsport, Turnen, Weitsprung, Gewichtheben und Tauziehen.
Für die wirtschaftliche Zukunft der Technologie sind die Szenario-Wettbewerbe besonders relevant. Sie simulieren Aufgaben in Fabriken, im Einzelhandel, in der Logistik und im Haushalt – darunter das Sortieren von Paketen, das Verpacken von Mobiltelefonen und Unterstützung im Haushalt. 17
Damit verändert sich auch die Frage, was die Spiele eigentlich messen. Ein Sprint prüft vor allem dynamische Bewegung über eine kurze Strecke. Pakete zu sortieren oder Produkte zu verpacken verlangt dagegen visuelle Wahrnehmung, präzises Greifen, Ausdauer, Wiederholbarkeit und einen sicheren Betrieb. Genau diese Fähigkeiten zählen in einer Fabrik, einem Lager oder einem Haushalt deutlich mehr als eine einzelne Bestzeit.
Die Spiele folgten auf die World Robot Conference, die am 19. August in Peking begonnen hatte. Zusammen bilden beide Veranstaltungen eine konzentrierte Bühne für chinesische Robotikunternehmen, die humanoide Maschinen aus der Welt der beeindruckenden Demonstrationen in die kommerzielle Anwendung bringen wollen. 717
Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit Chinas größerem Ziel, bei KI-gesteuerten humanoiden Robotern eine führende Rolle einzunehmen. Wang Xingxing, der Chef des chinesischen Robotikunternehmens Unitree, sprach von einem möglichen „ChatGPT-Moment“ für die Gehirne von Robotern. Gemeint ist die Erwartung, dass Fortschritte bei künstlicher Intelligenz Maschinen künftig über viele unterschiedliche Aufgaben hinweg leistungsfähiger machen könnten.
Gleichzeitig sind humanoide Roboter zu einem weiteren Schauplatz des Technologie-Wettbewerbs zwischen den USA und China geworden. Im Juli nahm die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) neue ausländische humanoide und vierbeinige Roboter in ihre sogenannte Covered List auf. Die Maßnahme wurde mit Risiken für die nationale Sicherheit begründet. Betroffen sind neue Modelle, die dadurch die für den US-Vertrieb erforderliche Zulassung möglicherweise nicht erhalten; für chinesische Hersteller kann das den künftigen Zugang zum US-Markt erschweren.
Die Branche bewegt sich damit zwischen Spektakel und genauer Prüfung. Schnelle Läufe und hohe Sprünge lenken Aufmerksamkeit auf Fortschritte bei Gleichgewicht, Antrieb und Steuerung. Sie zeigen jedoch nicht, ob ein Roboter eine komplette Schicht durchhält, auf unerwartete Situationen reagiert, keine Anlagen beschädigt oder zu wettbewerbsfähigen Kosten wirtschaftlichen Nutzen bringt.
Der erste Tag in Peking hat gezeigt, dass humanoide Roboter unter kontrollierten Bedingungen bemerkenswerte Spitzenwerte erreichen können. Er hat aber ebenso gezeigt, warum solche Zahlen eingeordnet werden müssen: Der Lauf ist nicht direkt mit menschlicher Leichtathletik vergleichbar, und die unsicheren Zieleinläufe machen den Abstand zwischen maximaler Leistung und verlässlichem Betrieb sichtbar.
Der nächste Maßstab ist deshalb nicht die nächste Zeit unter 9,58 Sekunden und auch kein weiterer Vergleich mit Sotomayor. Entscheidend wird sein, ob Roboter in der realen Welt sicher und wiederholt sortieren, verpacken, tragen, assistieren und auf Veränderungen reagieren können. Bei Zuverlässigkeit, Kosten und tatsächlicher Nachfrage sind weiterhin wichtige Fragen offen. 17
Gerade deshalb sind die Roboter-Spiele in Peking aufschlussreich. Das sportliche Spektakel zeigt, was die Maschinen einmal leisten können. Die Industrie- und Serviceaufgaben prüfen, ob sie es wiederholen können – und ob sie auch dann funktionieren, wenn die Bedingungen weniger kontrolliert und deutlich weniger nachsichtig sind.
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Tiangong Ultra gewann einen Vorlauf über 100 Meter in 9,39 Sekunden, Honor Lightning wurde in 9,47 Sekunden Zweiter – beide Zeiten liegen unter Usain Bolts menschlichem Weltrekord von 9,58 Sekunden.
Tiangong Ultra gewann einen Vorlauf über 100 Meter in 9,39 Sekunden, Honor Lightning wurde in 9,47 Sekunden Zweiter – beide Zeiten liegen unter Usain Bolts menschlichem Weltrekord von 9,58 Sekunden. Lightning war zuvor bei einem Vorbereitungstest 9,32 Sekunden gelaufen und erreichte dabei 14,5 Meter pro Sekunde.
Das fünftägige Turnier wuchs auf 666 Teams und 2.056 Roboter aus 16 Ländern auf sechs Kontinenten.