Anthropic lag im Juli unter den zahlenden Geschäftskunden von Ramp mit 43,5 Prozent vor OpenAI mit 39,7 Prozent. OpenAI wuchs im bisherigen dritten Quartal schneller als Anthropic und begann, den Abstand zu verkleinern.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What does Ramp’s data on more than 70,000 U.S. businesses reveal about the changing competition between OpenAI and Anthropic among paying co. Article summary: Ramp’s data suggests that Anthropic still led OpenAI among its U.S.. Topic tags: general web, openai, chatgpt, ai, workflow. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thumbnails, icons, and tiny thumbnail layouts. Make it useful as an illustrative visual, not as factual evidence.
Die Daten des Firmenzahlungsdienstes Ramp zeichnen ein bewegliches Bild des Wettbewerbs zwischen OpenAI und Anthropic: Anthropic lag im Juli unter den US-Geschäftskunden der Plattform weiterhin vorn. Gleichzeitig gewann OpenAI im bisherigen dritten Quartal schneller neue zahlende Unternehmen hinzu. Das spricht eher für einen offenen Wettlauf als für einen bereits entschiedenen Markt für Unternehmens-KI. 67
Wichtig ist die Einordnung: Ramp misst Ausgaben und Zahlungen seiner eigenen Kundschaft. Die Zahlen sind deshalb ein nützliches Signal für Kaufentscheidungen, aber keine repräsentative Marktanteilsstatistik für alle US-Unternehmen.
Dabei handelt es sich um Nutzungs- beziehungsweise Adoptionsanteile: Gemessen wird der Anteil der Ramp-Kunden, die den jeweiligen Anbieter bezahlen. Die Werte sind weder Umsatzanteile noch schließen sie sich gegenseitig aus. Ein Unternehmen kann gleichzeitig für Angebote von OpenAI und Anthropic bezahlen.
Ein möglicher Hinweis findet sich in den Nutzungsdaten einzelner Modelle. Im Juli entfielen bei Ramp 25 Prozent der von OpenAI gekauften Tokens auf GPT-5.6 Sol; das Modell stand für 23 Prozent der Ausgaben für OpenAI-Modelle. Bei Anthropic kam Fable 5 dagegen auf 6 Prozent der Tokens und 11,4 Prozent der Ausgaben für Anthropic-Modelle. Damit erzeugte Fable 5 ungefähr 75 Prozent so viel zugerechnete Ausgaben wie Sol. 3
Eine plausible Erklärung könnte in der Kombination aus Preis, Leistung und Bedienbarkeit liegen. Ramp zufolge kostete Fable 5 etwa 10 US-Dollar pro einer Million Tokens – ungefähr doppelt so viel wie Sol, obwohl Fable 5 in den ausgewerteten Vergleichen stärker abgeschnitten haben soll. 3
Auch Datenschutzbedingungen könnten für Unternehmen mit besonders sensiblen Daten eine Rolle spielen. Für seine fortschrittlichsten Modelle verlangte Anthropic bislang eine Aufbewahrung der Daten über 30 Tage. Berichten zufolge plante das Unternehmen, Unternehmenskunden künftig mehr Kontrolle über diese Vorgabe zu geben. Der Nachteil könnte damit erheblich, aber möglicherweise nur vorübergehend gewesen sein. 124
Das sind jedoch plausible Erklärungen und kein kausaler Nachweis. Aus Zahlungsdaten lässt sich nicht ableiten, warum ein Unternehmen ein bestimmtes Modell auswählte, zusätzlich einführte oder wieder absetzte.
Ramp wertete aggregierte und anonymisierte Kreditkarten- sowie Rechnungszahlungen von mehr als 70.000 US-Unternehmen aus. Erfasst werden damit nicht alle US-Firmen und auch nicht sämtliche Verträge für Unternehmens-KI. 3
Die Statistik dürfte außerdem Ausgaben unterschätzen, die über Cloud-Marktplätze, Wiederverkäufer, interne Beschaffungssysteme, gebündelte Softwareverträge oder Rechnungen außerhalb von Ramp abgewickelt werden.
Für den Vergleich zwischen Fable 5 und Sol war die ausgewertete Token-Stichprobe zudem stärker von Technologieunternehmen geprägt als der reguläre AI Index von Ramp. Ramp weist deshalb selbst darauf hin, dass die tatsächliche Verbreitung von Fable 5 niedriger sein könnte als die Schätzung. 3
Generell sind Ramp-Kunden und Unternehmen, die Modell-Tokens direkt einkaufen, vermutlich technikaffiner als der durchschnittliche US-Betrieb. Die Ergebnisse sollten daher nicht als definitive Marktanteile des gesamten US-Marktes für Unternehmens-KI bezeichnet werden. 43
Der schnelle Aufstieg von Anthropic und das anschließend höhere Wachstum von OpenAI im bisherigen dritten Quartal sprechen dafür, dass Ausgaben für KI auf Anbieterebene noch nicht besonders fest gebunden sind. Unternehmen scheinen bereit zu sein, Modelle zunächst zu testen, mehrere Anbieter parallel einzusetzen oder den Anbieter zu wechseln, wenn sich Leistung, Preis, Datenschutzbedingungen oder Entwicklerwerkzeuge verändern. 67
Das bedeutet nicht, dass die Nachfrage nach KI insgesamt nachlässt. Es deutet vielmehr darauf hin, dass die Bindung an einen einzelnen Anbieter noch begrenzt ist und neue Produktversionen Kaufentscheidungen rasch beeinflussen können.
Der Anteil der Ramp-Unternehmen mit bezahlten KI-Diensten überschritt im März die Marke von 50 Prozent und erreichte 50,4 Prozent. 3
Im Juli lag der Anteil bereits bei knapp 56 Prozent. Der Wettbewerb zwischen OpenAI und Anthropic findet damit innerhalb einer schnell wachsenden Käuferbasis statt – und ist nicht bloß ein Kampf um eine unveränderte Gruppe von Unternehmen. 3
Die zentrale Schlussfolgerung fällt deshalb zweigeteilt aus: Anthropic hatte in der Ramp-Stichprobe im Juli weiterhin die größere Reichweite unter zahlenden Unternehmen. Die jüngste Dynamik von OpenAI zeigt zugleich, dass Preise, Datenschutz und die Erfahrung von Entwicklern den Einkauf von Unternehmens-KI weiterhin schnell verändern können.
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Anthropic lag im Juli unter den zahlenden Geschäftskunden von Ramp mit 43,5 Prozent vor OpenAI mit 39,7 Prozent.
Anthropic lag im Juli unter den zahlenden Geschäftskunden von Ramp mit 43,5 Prozent vor OpenAI mit 39,7 Prozent. OpenAI wuchs im bisherigen dritten Quartal schneller als Anthropic und begann, den Abstand zu verkleinern.
Die Zahlen bilden den Anteil der Ramp Kunden ab, die einen Anbieter bezahlen – nicht den gesamten US Markt und nicht zwingend den Umsatzanteil.