Der Start von MMX ist für den 20. Oktober 2026 um 04:41:03 Uhr japanischer Standardzeit mit einer H3 Rakete von Tanegashima geplant.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What are the launch date, time, location, backup window, objectives, spacecraft and international partners, travel and operational timeline,. Article summary: JAXA’s Martian Moons eXploration (MMX) is a planned first sample return mission from the Martian system: it will survey Phobos and Deimos, land on Phobos, return its material to Earth, and test capabilities relevant to f. Topic tags: general web, workflow, code, marketing, social media. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks
Die Martian Moons eXploration (MMX) der japanischen Raumfahrtagentur JAXA ist eine geplante Probenrückführungsmission aus dem Marssystem. Die Sonde soll die beiden Marsmonde Phobos und Deimos erforschen, auf Phobos landen, Material von seiner Oberfläche aufnehmen und die Proben zur Erde bringen. Zugleich soll MMX Technologien erproben, die für künftige Marsmissionen relevant sind. 613
Der Start ist derzeit für den 20. Oktober 2026 um 04:41:03 Uhr japanischer Standardzeit (JST) geplant. Zum Einsatz kommt der zehnte Flug der japanischen H3-Rakete. Startplatz ist der Yoshinobu Launch Complex im Tanegashima Space Center in Japan. 19
Für den Fall einer Verschiebung ist ein Ersatzzeitraum vom 21. Oktober bis zum 7. November 2026 vorgesehen. Eine einheitliche Ersatzzeit gibt es nicht: Für jeden einzelnen Tag würde die konkrete Startzeit gesondert festgelegt. 19
MMX ist ein kombiniertes Orbiter-, Lande- und Probenrückführungsfahrzeug. Es soll zunächst die Marsmonde aus verschiedenen Umlaufbahnen und bei Vorbeiflügen untersuchen, anschließend auf Phobos aufsetzen und die Rückkehrkapsel mit den gesammelten Proben zur Erde bringen. An Bord befinden sich elf wissenschaftliche Instrumente. 615
Zur Mission gehört außerdem der kleine Rover IDEFIX, der gemeinsam vom französischen Raumfahrtzentrum CNES und dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wird. Internationale Beiträge kommen zudem von der US-Raumfahrtbehörde NASA und der europäischen Raumfahrtagentur ESA. 615
IDEFIX soll vor dem eigentlichen MMX-Raumfahrzeug auf Phobos landen. Der Rover untersucht unter anderem die physikalischen Eigenschaften des Untergrunds und des Regoliths – also der lockeren Oberflächenschicht. Diese Daten sollen helfen, die Risiken bei der späteren Landung und Probenentnahme zu verringern. 15
Im Zentrum steht die Frage, wie Phobos und Deimos entstanden sind. Für die Herkunft der Marsmonde gibt es vor allem zwei konkurrierende Erklärungen:
Die Zusammensetzung, die Isotopenverhältnisse und das Alter des Phobos-Materials könnten zwischen diesen Modellen unterscheiden. Die Laboranalyse der zurückgebrachten Proben soll außerdem Aufschluss über die frühe Entwicklung des Mars, die Entstehung der terrestrischen Planeten und die Entwicklung des gesamten Marssystems geben. 245
MMX untersucht darüber hinaus die Geologie, den Aufbau und die Oberflächenentwicklung beider Monde sowie ihre Wechselwirkung mit Mars. Auch die Umgebung der Marsmonde und ihre mögliche Bedeutung als Ausgangspunkt für spätere bemannte Marsmissionen gehören zum strategischen Interesse der Mission. 312
Nach dem Start soll MMX ungefähr ein Jahr bis in die Umgebung des Mars benötigen. Für das japanische Haushaltsjahr 2027 ist vorgesehen, dass die Sonde den Mars erreicht, in eine Marsumlaufbahn eintritt und sich Phobos annähert. 1613
Danach soll MMX etwa drei Jahre im Marssystem verbringen. Die Sonde wird dafür unter anderem sogenannte Quasi-Satellitenbahnen nutzen – Umlaufbahnen, in denen sie einen Mond begleitet, ohne ihn wie ein gewöhnlicher Satellit direkt zu umkreisen. Aus diesen Bahnen heraus sind Fernerkundung, Kartierung, Vorerkundung und die Auswahl geeigneter Landeplätze geplant. 1213
Nach den Beobachtungen und der Probenentnahme soll MMX das Marssystem verlassen und zur Erde zurückfliegen. Für die gesamte Hin- und Rückreise einschließlich der Untersuchungen im Marssystem werden rund fünf Jahre veranschlagt. 613
MMX ist für bis zu zwei Landungen beziehungsweise Aufsetzmanöver an unterschiedlichen Stellen auf Phobos ausgelegt. Dabei sollen zwei voneinander unabhängige Systeme zum Einsatz kommen: ein Bohrkernsammler und ein pneumatisches Sammelsystem. Insgesamt sollen mehr als zehn Gramm Regolith gewonnen werden. 1
Die Menge wirkt auf den ersten Blick klein, reicht aber für umfangreiche mineralogische, chemische und isotopische Untersuchungen in irdischen Laboren. Entscheidend ist, dass die Proben im geologischen Zusammenhang der jeweiligen Entnahmestellen interpretiert werden können – deshalb gehen der Landung detaillierte Beobachtungen und die Auswahl geeigneter Orte voraus. 15
Phobos steht im Mittelpunkt der Landung und Probenrückführung. Deimos wird ebenfalls über längere Zeit aus der Ferne beobachtet, eine Landung ist dort jedoch nicht vorgesehen. MMX soll beide Monde sowie die Marsumgebung vermessen und so vergleichen, ob Phobos und Deimos eine gemeinsame Geschichte haben oder aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien entstanden sind. 3713
JAXA plant die Rückkehr der versiegelten Probenkapsel für das japanische Haushaltsjahr 2031. Es wäre die erste Rückführung von Material aus der sogenannten Marssphäre – also aus dem Bereich des Mars und seiner Monde – zur Erde. 6712
Der endgültige Ort, an dem die Kapsel auf der Erde landen und geborgen werden soll, ist in den derzeit verfügbaren offiziellen Angaben noch nicht bestätigt. Aussagen über einen konkreten Bergungsort sollten daher als vorläufig behandelt werden. 67
MMX baut auf Erfahrungen der japanischen Hayabusa2-Mission auf, geht aber in mehreren Punkten weiter. Die Sonde muss sich in der Nähe eines kleinen, unregelmäßig geformten Körpers mit sehr geringer Schwerkraft präzise bewegen, autonom navigieren, sicher aufsetzen und Proben aufnehmen. Auch der Roverbetrieb, die Probenversiegelung und der Wiedereintritt der Rückkehrkapsel stellen wichtige technologische Tests dar. 1215
Damit soll MMX nicht nur die Herkunft der Marsmonde klären. Die Mission könnte zugleich zeigen, wie komplexe Operationen an kleinen Himmelskörpern und im Umfeld des Mars künftig zuverlässiger durchgeführt werden können.
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Der Start von MMX ist für den 20. Oktober 2026 um 04:41:03 Uhr japanischer Standardzeit mit einer H3 Rakete von Tanegashima geplant.
Der Start von MMX ist für den 20. Oktober 2026 um 04:41:03 Uhr japanischer Standardzeit mit einer H3 Rakete von Tanegashima geplant. Das Ersatzfenster läuft vom 21. Oktober bis zum 7.
MMX wird von JAXA geleitet und trägt elf wissenschaftliche Instrumente sowie den französisch deutschen Rover IDEFIX.