Der wichtigste Vorteil ist Samsungs vergleichsweise stark integrierte Lieferkette. Der Konzern verfügt insbesondere bei Speicher- und anderen Schlüsselkomponenten über eigene Fertigungskapazitäten. Zusammen mit der breiten Produktpalette vom Einsteigergerät bis zum Ultra-Premium-Smartphone kann Samsung Bauteile flexibler verteilen, technische Ausstattung anpassen und die Verfügbarkeit wichtiger Modelle absichern. Hinzu kommen etablierte Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern und ein dichtes Vertriebsnetz.
Das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber Herstellern, die stärker auf den freien Einkauf von Speicherchips angewiesen sind. Wie groß Samsungs Vorsprung am Ende ausfällt, bleibt allerdings von den jeweiligen Prognosen und der weiteren Entwicklung der Lieferengpässe abhängig.
Auch Apple dürfte sich in diesem Umfeld ungewöhnlich gut behaupten. Die Premiumkundschaft, hohe Margen und langfristigen Lieferbeziehungen geben dem Unternehmen mehr Möglichkeiten, steigende Materialkosten abzufedern. Dadurch kann Apple größere Preiserhöhungen vermeiden oder zumindest hinauszögern.
Im zweiten Quartal hielt Apple seine Preise laut Counterpoint Research weitgehend stabil, während andere Hersteller sie deutlich anhoben. Trotz rückläufiger Stückzahlen stieg der weltweite Smartphone-Umsatz im Jahresvergleich um 7 Prozent auf einen Rekordwert von 109 Milliarden US-Dollar.
Huawei ist gegenüber vielen anderen chinesischen Marken ebenfalls vergleichsweise gut geschützt. Der Hersteller profitiert von seiner stärkeren Stellung in China, einem höherpreisigen Produktmix und kontrollierteren Lieferbeziehungen. In einer früheren Prognose von Counterpoint war Huawei die einzige chinesische Marke, für die 2026 ein Wachstum der Auslieferungen erwartet wurde. Apple und Samsung galten dabei als die am stärksten abgeschirmten großen Hersteller.
Die größten Einbußen sind im unteren und unteren mittleren Preissegment zu erwarten. Dort machen Speicherchips einen besonders großen Anteil der Herstellungskosten aus, während Kunden nur begrenzt bereit sind, höhere Preise zu akzeptieren.
Besonders gefährdet ist die Preisklasse unter 150 US-Dollar – vor allem in Schwellenländern. Hersteller haben dort im Wesentlichen vier Möglichkeiten: Sie streichen einzelne Einstiegsmodelle, reduzieren deren Speicherausstattung, erhöhen die Preise oder nehmen sinkende Stückzahlen in Kauf. Das dürfte die Marktkonsolidierung beschleunigen und dazu führen, dass Verbraucher ihre Geräte länger behalten.
Transsion, Xiaomi und Honor sind laut der früheren Counterpoint-Prognose besonders stark von Rückgängen betroffen. Auch im zweiten Quartal verzeichneten Xiaomi, Oppo und Vivo unter den fünf größten Smartphoneherstellern die deutlichsten Auslieferungsrückgänge. Daten aus Indien zeigen zudem sinkende Stückzahlen bei Vivo, Realme, Xiaomi und Oppo.
Xiaomi, Vivo, Honor und Oppo dürften deshalb ihre Produktpaletten stärker nach oben verschieben. Gemeint sind weniger margenschwache Einstiegsgeräte, mehr Modelle der oberen Mittelklasse und des Premiumsegments sowie selektivere Investitionen in einzelne Länder und Vertriebskanäle.
Dieser Kurs kann die Profitabilität schützen, hat aber eine Kehrseite: Wenn weniger günstige Geräte angeboten werden, schrumpft der Markt in vielen Regionen zusätzlich. Der Druck trifft insbesondere Länder, in denen preiswerte Android-Smartphones den größten Teil der Nachfrage ausmachen.
Counterpoint Research erwartete im Mai, dass die weltweiten Smartphone-Auslieferungen 2026 um 13,9 Prozent auf 1,08 Milliarden Geräte sinken. Das wäre der niedrigste Jahreswert seit 2013. Auslöser ist die sich verschärfende Speicherkrise, nachdem Chiphersteller Kapazitäten zunehmend für KI-Anwendungen und Server einsetzen.
Die Schwäche zeigte sich bereits im zweiten Quartal: Nach einer frühen Schätzung gingen die weltweiten Auslieferungen im Jahresvergleich um 11 Prozent zurück – der niedrigste Wert für ein zweites Quartal seit 2013.
Auch regionale Märkte stehen unter Druck:
Künstliche Intelligenz kann Premiumgeräte attraktiver machen und den durchschnittlichen Verkaufspreis erhöhen. Sie schafft jedoch keine zusätzlichen Speicherchips und gleicht deren steigende Kosten nicht aus. Auch ein faltbares iPhone könnte Apples Premiumgeschäft erweitern, wäre aber voraussichtlich ein teures Gerät mit begrenzten Stückzahlen – kein Auslöser für einen breiten Boom im Gesamtmarkt.
Damit bleibt der Ausblick für 2026 und 2027 vor allem angebotsgetrieben. Entscheidend sind die Verteilung der Speicherproduktion auf KI- und Serveranwendungen, die verfügbare Menge an Smartphone-Speicher, Vertragspreise und die Einkaufsmacht der Hersteller. Die Verbrauchernachfrage spielt vor allem dann eine Rolle, wenn höhere Gerätepreise an die Grenzen der Erschwinglichkeit stoßen.
Eine deutlichere Erholung ist wahrscheinlicher, sobald sich die Speicherversorgung normalisiert und aufgeschobene Ersatzkäufe nachgeholt werden können. Bis dahin dürfte der Markt von weniger Marken, weniger Einstiegsmodellen und höheren Durchschnittspreisen geprägt sein.
Samsung und Apple haben in diesem Szenario die besten Chancen, Marktanteile zu gewinnen. Für Samsung könnte die Krise sogar zum Comeback an der Weltspitze führen – nicht, weil der Gesamtmarkt wächst, sondern weil der Konzern bei knappen Komponenten besser als viele Konkurrenten lieferfähig bleiben dürfte.
Der wichtigste Vorteil ist Samsungs vergleichsweise stark integrierte Lieferkette. Der Konzern verfügt insbesondere bei Speicher- und anderen Schlüsselkomponenten über eigene Fertigungskapazitäten. Zusammen mit der breiten Produktpalette vom Einsteigergerät bis zum Ultra-Premium-Smartphone kann Samsung Bauteile flexibler verteilen, technische Ausstattung anpassen und die Verfügbarkeit wichtiger Modelle absichern. Hinzu kommen etablierte Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern und ein dichtes Vertriebsnetz.
Das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber Herstellern, die stärker auf den freien Einkauf von Speicherchips angewiesen sind. Wie groß Samsungs Vorsprung am Ende ausfällt, bleibt allerdings von den jeweiligen Prognosen und der weiteren Entwicklung der Lieferengpässe abhängig.
Auch Apple dürfte sich in diesem Umfeld ungewöhnlich gut behaupten. Die Premiumkundschaft, hohe Margen und langfristigen Lieferbeziehungen geben dem Unternehmen mehr Möglichkeiten, steigende Materialkosten abzufedern. Dadurch kann Apple größere Preiserhöhungen vermeiden oder zumindest hinauszögern.
Im zweiten Quartal hielt Apple seine Preise laut Counterpoint Research weitgehend stabil, während andere Hersteller sie deutlich anhoben. Trotz rückläufiger Stückzahlen stieg der weltweite Smartphone-Umsatz im Jahresvergleich um 7 Prozent auf einen Rekordwert von 109 Milliarden US-Dollar.
Huawei ist gegenüber vielen anderen chinesischen Marken ebenfalls vergleichsweise gut geschützt. Der Hersteller profitiert von seiner stärkeren Stellung in China, einem höherpreisigen Produktmix und kontrollierteren Lieferbeziehungen. In einer früheren Prognose von Counterpoint war Huawei die einzige chinesische Marke, für die 2026 ein Wachstum der Auslieferungen erwartet wurde. Apple und Samsung galten dabei als die am stärksten abgeschirmten großen Hersteller.
Die größten Einbußen sind im unteren und unteren mittleren Preissegment zu erwarten. Dort machen Speicherchips einen besonders großen Anteil der Herstellungskosten aus, während Kunden nur begrenzt bereit sind, höhere Preise zu akzeptieren.
Besonders gefährdet ist die Preisklasse unter 150 US-Dollar – vor allem in Schwellenländern. Hersteller haben dort im Wesentlichen vier Möglichkeiten: Sie streichen einzelne Einstiegsmodelle, reduzieren deren Speicherausstattung, erhöhen die Preise oder nehmen sinkende Stückzahlen in Kauf. Das dürfte die Marktkonsolidierung beschleunigen und dazu führen, dass Verbraucher ihre Geräte länger behalten.
Transsion, Xiaomi und Honor sind laut der früheren Counterpoint-Prognose besonders stark von Rückgängen betroffen. Auch im zweiten Quartal verzeichneten Xiaomi, Oppo und Vivo unter den fünf größten Smartphoneherstellern die deutlichsten Auslieferungsrückgänge. Daten aus Indien zeigen zudem sinkende Stückzahlen bei Vivo, Realme, Xiaomi und Oppo.
Xiaomi, Vivo, Honor und Oppo dürften deshalb ihre Produktpaletten stärker nach oben verschieben. Gemeint sind weniger margenschwache Einstiegsgeräte, mehr Modelle der oberen Mittelklasse und des Premiumsegments sowie selektivere Investitionen in einzelne Länder und Vertriebskanäle.
Dieser Kurs kann die Profitabilität schützen, hat aber eine Kehrseite: Wenn weniger günstige Geräte angeboten werden, schrumpft der Markt in vielen Regionen zusätzlich. Der Druck trifft insbesondere Länder, in denen preiswerte Android-Smartphones den größten Teil der Nachfrage ausmachen.
Counterpoint Research erwartete im Mai, dass die weltweiten Smartphone-Auslieferungen 2026 um 13,9 Prozent auf 1,08 Milliarden Geräte sinken. Das wäre der niedrigste Jahreswert seit 2013. Auslöser ist die sich verschärfende Speicherkrise, nachdem Chiphersteller Kapazitäten zunehmend für KI-Anwendungen und Server einsetzen.
Die Schwäche zeigte sich bereits im zweiten Quartal: Nach einer frühen Schätzung gingen die weltweiten Auslieferungen im Jahresvergleich um 11 Prozent zurück – der niedrigste Wert für ein zweites Quartal seit 2013.
Auch regionale Märkte stehen unter Druck:
Künstliche Intelligenz kann Premiumgeräte attraktiver machen und den durchschnittlichen Verkaufspreis erhöhen. Sie schafft jedoch keine zusätzlichen Speicherchips und gleicht deren steigende Kosten nicht aus. Auch ein faltbares iPhone könnte Apples Premiumgeschäft erweitern, wäre aber voraussichtlich ein teures Gerät mit begrenzten Stückzahlen – kein Auslöser für einen breiten Boom im Gesamtmarkt.
Damit bleibt der Ausblick für 2026 und 2027 vor allem angebotsgetrieben. Entscheidend sind die Verteilung der Speicherproduktion auf KI- und Serveranwendungen, die verfügbare Menge an Smartphone-Speicher, Vertragspreise und die Einkaufsmacht der Hersteller. Die Verbrauchernachfrage spielt vor allem dann eine Rolle, wenn höhere Gerätepreise an die Grenzen der Erschwinglichkeit stoßen.
Eine deutlichere Erholung ist wahrscheinlicher, sobald sich die Speicherversorgung normalisiert und aufgeschobene Ersatzkäufe nachgeholt werden können. Bis dahin dürfte der Markt von weniger Marken, weniger Einstiegsmodellen und höheren Durchschnittspreisen geprägt sein.
Samsung und Apple haben in diesem Szenario die besten Chancen, Marktanteile zu gewinnen. Für Samsung könnte die Krise sogar zum Comeback an der Weltspitze führen – nicht, weil der Gesamtmarkt wächst, sondern weil der Konzern bei knappen Komponenten besser als viele Konkurrenten lieferfähig bleiben dürfte.