Auch Ben Shelton begrüßte die höheren Zahlungen. Nach seiner Einschätzung braucht der Tennissport eine nachhaltigere finanzielle Struktur, die nicht nur den erfolgreichsten Spielern zugutekommt.
Parallel zur Vergütungsankündigung haben die Australian Open, Roland-Garros, Wimbledon und die US Open die Gründung eines gemeinsamen Grand Slam Player Advisory Council bekannt gegeben. Der Rat soll nach den US Open 2026 seine Arbeit aufnehmen und als formelles Forum für direkte Kommunikation, Feedback und Zusammenarbeit zwischen Spielern und Turnierveranstaltern dienen.
Im Mittelpunkt stehen die Mitsprache der Spieler bei sportlichen Fragen sowie das gemeinsame Ziel, die Unterstützung für Profis weiter auszubauen. Für die Spielerseite ist vor allem wichtig, künftig einen festen Platz am Verhandlungstisch zu haben – und nicht nur bei einzelnen Ankündigungen angehört zu werden.
Die USTA richtet außerdem ein neues Player Support Program ein, das zunächst mit 2 Millionen Dollar ausgestattet wird. Die Summe soll zu gleichen Teilen auf Männer- und Frauenspieler verteilt werden und dabei helfen, Ausgaben der Profis außerhalb des unmittelbaren Turnierpreisgeldes abzufedern.
Die vorliegenden Angaben nennen jedoch noch keine vollständigen Regeln zur Teilnahme oder zur konkreten Auszahlung. Damit bleibt offen, welche Spieler genau anspruchsberechtigt sind und wie das Programm im Detail umgesetzt wird.
Das Turnier erstreckt sich 2026 über insgesamt 22 Tage, vom 23. August bis zum 13. September. Die Fan Week läuft vom 23. bis 29. August. Die Qualifikation im Herren- und Damen-Einzel ist für den 24. bis 27. August angesetzt; das Hauptfeld startet am Sonntag, 30. August.
Damit verbindet die USTA bei den kommenden US Open eine historische finanzielle Aufwertung mit einem neuen Versuch, das Verhältnis zwischen Spielern und Grand-Slam-Veranstaltern dauerhaft neu zu ordnen.