NASA nennt derzeit den 30. August 2026 als geplanten Starttermin für das Nancy Grace Roman Space Telescope. Roman wird nahe dem Lagrange Punkt L2 des Sonne Erde Systems operieren, rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, und dort großflächige Infrarotdurchmusterungen durchführen.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is NASA’s Nancy Grace Roman Space Telescope, when and how is it scheduled to launch, where will it operate, why was it built, and how w. Article summary: NASA’s Nancy Grace Roman Space Telescope is a planned flagship infrared survey observatory: it combines Hubble-like image sharpness with a field of view more than 100 times larger, enabling large, statistically powerful . Topic tags: general, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, click
Das Nancy Grace Roman Space Telescope soll Astronomen einen bislang ungewöhnlich breiten Blick auf das Infrarotuniversum ermöglichen. Die NASA verbindet dabei eine Bildschärfe auf Hubble-Niveau mit einem Sichtfeld, das mindestens 100-mal größer ist. So kann Roman nicht nur einzelne besonders interessante Objekte untersuchen, sondern riesige Himmelsregionen systematisch kartieren.
NASA führt derzeit den 30. August 2026 als geplanten Starttermin. Gleichzeitig nennen andere Missionsunterlagen weiterhin einen Start spätestens im Mai 2027. Das August-Datum ist daher das aktuelle Ziel, aber keine uneingeschränkte Garantie.
Der Start ist vom Kennedy Space Center in Florida mit einer SpaceX Falcon Heavy vorgesehen.
Nach dem Start soll Roman zu einer Position nahe dem Lagrange-Punkt L2 des Sonne-Erde-Systems fliegen. Dieser befindet sich rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt – auf der von der Sonne abgewandten Seite. Die Position ist für empfindliche Infrarotbeobachtungen und großflächige Himmelsdurchmusterungen besonders geeignet.
Das Observatorium soll einige der grundlegendsten offenen Fragen der modernen Astrophysik untersuchen:
Roman ist deshalb vor allem ein Vermessungsinstrument. Statt immer nur ein einzelnes schwaches Objekt ins Visier zu nehmen, soll es große Bereiche schnell und einheitlich erfassen. Das erhöht die Chance, seltene Objekte und kurzlebige Ereignisse zu finden. Zugleich entstehen große Datensätze, mit denen sich kosmische Muster statistisch zuverlässiger messen lassen.
Das wichtigste Instrument ist das Wide Field Instrument (WFI), eine Infrarotkamera mit 300 Megapixeln. Ihr Sichtfeld ist mindestens 100-mal größer als das von Hubble. Jede Aufnahme soll eine Himmelsfläche abdecken, die größer ist als die scheinbare Größe des Vollmonds – bei einer Bildschärfe von unter einer Bogensekunde.
Diese Kombination macht Roman zu einer Art kosmischem Großraumscanner:
Während seiner Missionsdauer könnte Roman das Licht von ungefähr einer Milliarde Galaxien vermessen. Für die ersten fünf Betriebsjahre rechnen NASA-Unterlagen mit rund 11 Terabit Daten pro Tag und mehr als 20 Petabyte Daten insgesamt.
Das geplante Beobachtungsprogramm umfasst drei zentrale Gemeinschaftsdurchmusterungen sowie zusätzliche astrophysikalische Projekte. Dazu gehören die High-Latitude Wide-Area Survey, die High-Latitude Time-Domain Survey und die Galactic Bulge Time-Domain Survey.
Bei der großflächigen Durchmusterung werden Bildgebung und Spektroskopie über Tausende Quadratgrad kombiniert. Im Mittelpunkt stehen die Verteilung von Galaxien, die Formen ferner Galaxien und die Entwicklung des Universums. Dieselben Daten können aber auch für die Erforschung von Objekten im Sonnensystem, der Struktur der Milchstraße, nahen Galaxien, Quasaren und der Galaxienentwicklung bis in die Epoche der Reionisierung genutzt werden.
Die Beobachtungsdaten sollen ohne eine exklusive Zugangsfrist öffentlich zugänglich werden. Dadurch können viele Forschungsteams die Datensätze parallel auswerten und auch Fragen untersuchen, die über die ursprünglichen Hauptziele der Mission hinausgehen.
Um dunkle Energie zu erforschen, will Roman zwei Entwicklungen miteinander vergleichen: wie sich das Universum ausdehnt und wie seine großräumigen Strukturen wachsen. Dafür sind mehrere sich ergänzende Methoden vorgesehen, darunter Entfernungsmessungen mit Supernovae, Rotverschiebungs- und baryonische-akustische-Oszillationsmessungen sowie schwache Gravitationslinsen.
Die schwache Gravitationslinse ist auch für die Erforschung dunkler Materie zentral. Die Schwerkraft von Materie zwischen uns und fernen Galaxien krümmt den Weg des Lichts geringfügig und verzerrt dadurch die scheinbaren Formen dieser Galaxien. Werden solche zusammenhängenden Verzerrungen über riesige Himmelsflächen hinweg gemessen, können Astronomen Karten der gesamten Materieverteilung erstellen – einschließlich der dunklen Materie, die selbst kein nachweisbares Licht aussendet oder reflektiert.
Der Vergleich zwischen der kosmischen Expansionsgeschichte und dem Wachstum von Strukturen kann verschiedene Erklärungen für die beschleunigte Ausdehnung testen. Die Ergebnisse könnten zeigen, ob sich dunkle Energie wie erwartet verhält oder ob unser Verständnis von Gravitation und Kosmologie angepasst werden muss.
Für die Suche nach Exoplaneten wird Roman wiederholt eine dicht besiedelte Region nahe dem Zentrum der Milchstraße beobachten. Dabei kommt Gravitations-Mikrolensing zum Einsatz: Die Schwerkraft eines Vordergrundsterns verstärkt vorübergehend das Licht eines weiter entfernten Hintergrundsterns.
Befindet sich ein Planet um den Vordergrundstern, kann er im Helligkeitsverlauf ein zusätzliches, kurzes Signal verursachen. Mit dieser Methode lassen sich besonders kalte Planeten sowie massearme und frei fliegende Welten aufspüren, die mit Transit- oder Radialgeschwindigkeitsmethoden schwerer zu finden sind.
Roman verfügt außerdem über das Coronagraph Instrument. Es ist keine zweite große Vermessungskamera, sondern eine Technologiedemonstration. Der Koronograf soll das helle Licht eines Sterns unterdrücken und damit die direkte Aufnahme reifer, jupitergroßer Planeten um nahe sonnenähnliche Sterne testen. Die Ergebnisse könnten die Entwicklung künftiger Observatorien unterstützen, die eines Tages kleinere, möglicherweise erdähnliche Planeten abbilden.
Das WFI ist Romans wichtigstes wissenschaftliches Instrument. Es übernimmt großflächige Infrarotaufnahmen und Spektroskopie. Dafür stehen mehrere Filter sowie ein Gitter- und ein Niedrigauflösungsprisma zur Verfügung. Diese Funktionen tragen die zentralen Programme zu Kosmologie, Galaxienentwicklung, zeitabhängigen Himmelsereignissen und Mikrolensing-Exoplaneten.
Das Coronagraph Instrument konzentriert sich auf kontrastreiche Direktaufnahmen. Es soll Verfahren erproben, mit denen sich das Sternenlicht blockieren oder unterdrücken lässt, damit wesentlich lichtschwächere Planeten neben ihrem Mutterstern sichtbar werden. Romans wissenschaftliche Hauptstärke bleibt jedoch die panoramische Vermessungsleistung des WFI.
Roman soll Hubble und das James-Webb-Weltraumteleskop nicht ersetzen. Die drei Observatorien sind für unterschiedliche Beobachtungsstrategien optimiert:
Die NASA beschreibt die Rollenverteilung einfach: Roman kartiert weite Himmelsregionen, während Hubble und Webb einzelne Objekte oder kleinere Gebiete genauer untersuchen. Romans große Karten können deshalb als Entdeckungs- und Kontextschicht dienen. Andere Teleskope übernehmen anschließend die detaillierte Analyse der wissenschaftlich besonders interessanten Ziele.
Zu den erwarteten Höhepunkten der Mission gehören neue Exoplaneten, präzisere Messungen der dunklen Energie und detaillierte Karten der kosmischen Struktur. Der langfristige Einfluss dürfte jedoch vor allem aus der Verbindung von scharfer Infrarotbildgebung, Spektroskopie, wiederholten Beobachtungen und frei zugänglichen Massendaten entstehen.
Damit kann Roman die größten Fragen der Kosmologie ebenso untersuchen wie viele kleinere: vom Wachstum ferner Galaxien über das dicht gedrängte Zentrum der Milchstraße bis zu bislang unbekannten Planetensystemen. Das Besondere an Roman ist also nicht nur, weiter ins All zu sehen. Es soll viel mehr Himmel gleichzeitig erfassen – und das Universum dadurch als statistisch messbare Population sichtbar machen, nicht nur als Sammlung einzelner spektakulärer Objekte.
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NASA nennt derzeit den 30. August 2026 als geplanten Starttermin für das Nancy Grace Roman Space Telescope.
NASA nennt derzeit den 30. August 2026 als geplanten Starttermin für das Nancy Grace Roman Space Telescope. Roman wird nahe dem Lagrange Punkt L2 des Sonne Erde Systems operieren, rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, und dort großflächige Infrarotdurchmusterungen durchführen.
Das Wide Field Instrument (WFI) wird pro Aufnahme mehr als 100 mal so viel Himmel erfassen wie Hubble.