Marvell und Google haben am 29. Juli 2026 eine kommerzielle Vereinbarung zur Entwicklung maßgeschneiderter Halbleiter rund um Googles TPU Ökosystem geschlossen.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did Marvell Technology’s binding custom semiconductor agreement with Google, announced in August 2026, entail—including the $12.18 bill. Article summary: Marvell’s Google deal is a long term, purchase linked custom silicon partnership rather than an unconditional $12.18 billion equity investment.. Topic tags: general web, ai, regulation, growth, design. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thumbnails, icons, and tiny thumbnail layouts. M
Die Schlagzeile klingt zunächst nach einer massiven Kapitalbeteiligung Googles an Marvell Technology. Tatsächlich handelt es sich aber nicht um eine sofortige Investition von 12,18 Milliarden US-Dollar. Marvell hat Google einen Optionsschein eingeräumt – also das Recht, nicht die Pflicht, Aktien zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Der wirtschaftliche Kern der Vereinbarung ist eine langfristige Partnerschaft für kundenspezifische Chips, deren größter Teil an tatsächliche Bestellungen Googles gekoppelt ist.
Marvell und Google unterzeichneten die kommerzielle Vereinbarung am 29. Juli 2026. Sie umfasst ein breites Spektrum maßgeschneiderter Halbleiter, die an Googles Tensor-Processing-Unit-Ökosystem (TPU) angebunden sind. Dazu gehören unter anderem:
Damit geht die Zusammenarbeit über einen einzelnen KI-Beschleuniger hinaus. Sie betrifft auch wichtige Komponenten der Infrastruktur, die für Googles KI-Rechenzentren und die dazugehörigen Systeme benötigt werden.
Am 18. August 2026 gab Marvell Google einen Optionsschein auf bis zu 58.970.907 Stammaktien aus. Der Ausübungspreis beträgt 206,58 US-Dollar je Aktie. Würde Google den gesamten Optionsschein ausüben und wären alle Aktien unverfallbar, ergäbe sich daraus ein Gesamtausübungspreis von rund 12,18 Milliarden US-Dollar.
Die Aktien werden allerdings nicht auf einmal verfügbar:
Wichtig ist die Einschränkung: Die Einreichung bezeichnet die Käufe als freiwillig beziehungsweise diskretionär. Die 120 Milliarden US-Dollar sind daher kein garantierter Abnahmevertrag. Ebenso erhält Google nicht automatisch die gesamten 58,97 Millionen Aktien.
Vorbehaltlich der Vesting-Bedingungen und weiterer Vertragsbestimmungen kann Google den Optionsschein ganz oder teilweise bis zum 18. August 2033 ausüben. Er ist grundsätzlich nicht übertragbar, außer an kontrollierte verbundene Unternehmen. Die bei einer Ausübung ausgegebenen Aktien unterliegen zudem den geltenden Wertpapiergesetzen sowie Volumen- und bestimmten Lock-up-Beschränkungen.
Die Marvell-Aktie legte nach Bekanntwerden der Vereinbarung im vorbörslichen Handel zeitweise etwa 11 Prozent zu. Im regulären Handel lag das Plus anschließend bei rund 6 Prozent.
Der Markt wertete die Nachricht vor allem als Vertrauensbeweis eines der größten Cloud- und KI-Anbieter. Für Marvell eröffnet die Vereinbarung zudem die Chance, den Umsatz im Geschäft mit kundenspezifischen Chips über mehrere große Cloud-Konzerne hinweg auszubauen.
Broadcom war bislang Googles zentraler Partner bei der Entwicklung kundenspezifischer Chips. Marvells Einstieg gibt Google nun einen weiteren großen Entwicklungspartner. Das könnte Broadcoms strategische Exklusivität verringern und Marvell bei umfangreichen ASIC-Programmen von Hyperscalern – also großen Cloud-Anbietern – als glaubwürdigere zweite Bezugsquelle etablieren. Das ist die unmittelbarste Wettbewerbsfolge der Vereinbarung.
Der Deal steht für den breiteren Trend, dass Cloud-Anbieter neben universell einsetzbaren GPUs auch maßgeschneiderte Beschleuniger und Infrastruktur-Chips entwickeln lassen. Solche Lösungen können bei bestimmten Aufgaben Vorteile bei Kosten, Energieverbrauch oder Kontrolle bieten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Nvidia dadurch unmittelbar verdrängt wird. Die von Marvell abgedeckten Programme umfassen neben Beschleunigern auch Inferenz- und unterstützende Infrastruktur-Komponenten. Der Vertrag allein stellt daher Nvidias GPU-Plattform nicht infrage.
Marvell arbeitet bereits im Bereich kundenspezifischer Chips mit Amazon Web Services (AWS) zusammen. Der Google-Auftrag verbreitert nun die Kundenbasis bei den Hyperscalern und unterstützt Marvells Ziel, das Custom-Silicon-Geschäft nicht von einem einzigen Cloud-Partner abhängig zu machen.
Vor der Google-Vereinbarung hatte Marvell prognostiziert, dass der Umsatz mit kundenspezifischen Chips bis zum Geschäftsjahr 2029 auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar steigen könnte.
Marvell sollte am 27. August über das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 berichten. Vor der Veröffentlichung lagen veröffentlichte Konsensschätzungen bei etwa 2,71 Milliarden US-Dollar Umsatz und 0,93 US-Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie.
Entscheidender als die unmittelbaren Quartalszahlen dürften für viele Anleger jedoch die Aussagen des Managements zu folgenden Punkten sein:
Da die neue Vereinbarung erst gegen Ende des Berichtsquartals unterzeichnet wurde, sollte man nicht automatisch mit einem wesentlichen Beitrag zu den unmittelbar bevorstehenden Quartalszahlen rechnen.
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Marvell und Google haben am 29. Juli 2026 eine kommerzielle Vereinbarung zur Entwicklung maßgeschneiderter Halbleiter rund um Googles TPU Ökosystem geschlossen.
Marvell und Google haben am 29. Juli 2026 eine kommerzielle Vereinbarung zur Entwicklung maßgeschneiderter Halbleiter rund um Googles TPU Ökosystem geschlossen. Der am 18. August ausgegebene Optionsschein berechtigt Google zum Kauf von bis zu 58.970.907 Marvell Aktien zu jeweils 206,58 US Dollar – insgesamt rund 12,18 Milliarden US Dollar bei vollständiger Ausübung.
Der größte Teil der Aktien wird nur dann unverfallbar, wenn Google und verbundene Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2033 qualifizierte Produkte von Marvell kaufen.