Visa sucht Berichten zufolge einen Ersatz für BVNK, nachdem Mastercard die Londoner Stablecoin Infrastruktur Firma am 3. Gesucht wird nicht nur ein Anbieter von Krypto Technologie, sondern ein regulierter Partner mit Lizenzen in den USA, Kanada, Großbritannien und Singapur sowie ausreichender Liquidität und Abwicklu...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is driving Visa to seek a new stablecoin payments, settlement, and over-the-counter trading partner licensed as a digital-asset exchang. Article summary: Visa’s search is principally a replacement-and-control problem: Mastercard’s acquisition of BVNK removed a key Visa Direct stablecoin-payments provider and put that infrastructure inside Visa’s closest network rival. Vis. Topic tags: general, general web, news, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Visa sucht Berichten zufolge einen neuen Partner für Stablecoin-Abwicklung und außerbörslichen Handel (OTC). Dahinter steckt vor allem ein Problem der Kontrolle und der strategischen Unabhängigkeit: Mastercard hat BVNK übernommen – einen Infrastruktur-Anbieter, der zuvor auch Stablecoin-Zahlungen im Umfeld von Visa Direct unterstützt hatte.
Visa baut zwar mit der Visa Stablecoin Platform eine eigene institutionelle Infrastruktur auf. Für Liquidität, den Tausch verschiedener Stablecoins und die regulierte Abwicklung braucht das Unternehmen jedoch weiterhin spezialisierte Gegenparteien.
Mastercard hat die Übernahme des in London ansässigen Unternehmens BVNK am 3. August abgeschlossen. Die Transaktion umfasst zunächst 1,5 Milliarden US-Dollar. Einschließlich erfolgsabhängiger Zahlungen von bis zu 300 Millionen US-Dollar kann der Gesamtwert auf 1,8 Milliarden US-Dollar steigen.
BVNK stellte Infrastruktur für Stablecoin-Zahlungen bereit, darunter Funktionen, die im Zusammenhang mit Visa Direct genutzt wurden. Seit BVNK zu Mastercard gehört, steht das Unternehmen Visa nicht mehr als strategisch neutraler Dienstleister zur Verfügung. Die gemeldete Ausschreibung ist daher in erster Linie der Versuch, diese weggefallene Beziehung zu ersetzen.
Das bedeutet nicht, dass Visa seine Stablecoin-Strategie aufgibt. Vielmehr scheint der Zahlungsdienstleister die eigene Plattform von den regulierten Markt- und Abwicklungsfunktionen trennen zu wollen, die weiterhin von externen Partnern kommen.
Die Anforderungen gehen über eine gewöhnliche Payments-API hinaus. Der ausgewählte Anbieter soll mehrere Stablecoins unterstützen und untereinander tauschen können, OTC-Handel ermöglichen und Abwicklungen für Open USD – kurz OUSD – übernehmen.
Konkret könnte der Partner Visa und seinen institutionellen Kunden dabei helfen,
Damit könnte Visa einen Stablecoin-übergreifenden Dienst anbieten, ohne seine Abwicklungsschicht an einen einzigen Token oder Herausgeber zu binden. Visa würde die kundenseitige Plattform und die Betriebsumgebung kontrollieren; der externe Partner würde zentrale Funktionen für Handel, Liquidität und Ausführung bereitstellen.
Berichten zufolge verlangt Visa von potenziellen Partnern Lizenzen für den Handel mit digitalen Vermögenswerten in den USA, Kanada, Großbritannien und Singapur. Diese Kombination schränkt die Zahl geeigneter Unternehmen erheblich ein.
Visa sucht damit nicht lediglich einen Anbieter, der Token technisch bewegen kann. Erforderlich ist eine Gegenpartei mit rechtskonformem Zugang zu mehreren wichtigen Finanzmärkten, belastbaren Kontrollen für Abwicklung und Betrieb sowie ausreichend Liquidität für institutionelle Transaktionen.
Die Vorgabe für vier Länder verdeutlicht zugleich ein Grundproblem globaler Stablecoin-Zahlungen: Die Regeln sind von Markt zu Markt unterschiedlich. Ein Anbieter, der in einem Land tätig sein darf, kann dieselben Leistungen nicht automatisch in einem anderen anbieten. Visas Kriterien sollen offenbar rechtliche und operative Reibungsverluste verringern, wenn Stablecoins stärker für grenzüberschreitende Zahlungen und Treasury-Anwendungen eingesetzt werden.
Open USD wird von Open Standard entwickelt, einem Konsortium mit mehr als 140 beteiligten Unternehmen. Dazu gehören unter anderem Visa, Mastercard, Stripe, Coinbase und BlackRock. Der Start des dollarbasierten Stablecoins ist für später im Jahr geplant.
Das Modell unterscheidet sich von einem Stablecoin, der vollständig von einem einzigen Herausgeber kontrolliert wird. Unternehmen sollen OUSD ohne Ausgabe- und Rücknahmegebühren sowie ohne festgelegte Volumenobergrenzen erstellen und zurückgeben können. Die Erträge aus den Reserven sollen – abzüglich einer Verwaltungsgebühr – weitgehend an beteiligte Partner fließen.
Für dieses Modell sind Liquidität und Abwicklung besonders wichtig. Ein großes Konsortium braucht eine Infrastruktur, die Banken, Fintechs, Wallets, Währungen und verschiedene Stablecoins miteinander verbindet, ohne dass jeder Teilnehmer eigene Handels- und Settlement-Systeme aufbauen muss.
Der neue Visa-Partner würde bei OUSD somit als Ausführungsschicht dienen. Er würde weder die Governance von Open Standard ersetzen noch Visas Plattform übernehmen. Seine Aufgabe wäre vielmehr, OUSD in regulierten Märkten handelbar und für institutionelle Zahlungen zuverlässig abwickelbar zu machen.
Visa hat im Juli die Visa Stablecoin Platform vorgestellt – eine von Visa verwaltete Unternehmensplattform für Banken, Fintechs und Krypto-Unternehmen. Über eine zentrale Umgebung sollen Institutionen Stablecoins ausgeben, verwahren, transferieren und zurücknehmen können. Open USD ist der erste unterstützte Token.
Die Aufgabenteilung sieht damit grob so aus:
Die Partnersuche zeigt: Der Besitz einer eigenen Plattform macht spezialisierte Gegenparteien nicht überflüssig. Im Gegenteil – je erfolgreicher die Plattform wird, desto wichtiger sind verlässliche Zugänge zu Liquidität, Börsen und Abwicklungssystemen an ihren Schnittstellen.
Mastercards BVNK-Übernahme steht für einen Weg: Der Zahlungsnetzbetreiber kauft die Infrastruktur und integriert sie in das eigene Netzwerk. Visa scheint dagegen die institutionelle Zugangsschicht selbst kontrollieren und die regulierte Markt- und Abwicklungskompetenz bei lizenzierten Spezialisten einkaufen zu wollen.
Auch Stripes gemeldete Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens Bridge für 1,1 Milliarden US-Dollar passt in dieses Bild. Die Deals zeigen, dass Zahlungsunternehmen Stablecoin-Infrastruktur zunehmend als strategische Vertriebs- und Abwicklungskapazität betrachten – und nicht mehr bloß als Ergänzung für Krypto-Pilotprojekte.
Der Wettbewerb dreht sich inzwischen um mehrere Ebenen:
Ein Zahlungsnetzwerk, das möglichst viele dieser Ebenen kontrolliert, kann Stablecoins für institutionelle Kunden leichter nutzbar machen und zugleich die Kundenbeziehung enger an sich binden.
OUSD versucht, Governance und Reserveerträge auf viele Ökosystem-Teilnehmer zu verteilen. Das könnte für Unternehmen attraktiv sein, die nicht vollständig von einem einzelnen Herausgeber und dessen Gebührenmodell, strategischen Entscheidungen oder Zugangsvoraussetzungen abhängig sein wollen.
Automatisch verdrängt das bestehende Stablecoins jedoch nicht. Der Erfolg hängt weiterhin von Liquidität, technischen Integrationen, regulatorischer Akzeptanz und der Bereitschaft von Banken, Händlern, Börsen und Zahlungsanbietern ab, OUSD in echten Transaktionen zu unterstützen.
Gerade Visas Ausschreibung macht diese Herausforderung sichtbar: Selbst ein Stablecoin mit mehr als 140 Unterstützern benötigt spezialisierte Infrastruktur, um in mehreren Ländern zuverlässig getauscht und abgewickelt zu werden.
Für Circle und USDC könnte OUSD deshalb zu einem Wettbewerber werden, falls das Konsortium tatsächlich Distribution, Governance und Reserveerträge über zahlreiche Netzwerke, Banken und Plattformen bündeln kann. Eine automatische Ablösung von USDC folgt daraus aber nicht. Die etablierte Liquidität, die vorhandenen Integrationen, die regulatorische Stellung und die Netzwerkeffekte von USDC bleiben wichtige Vorteile.
Visas gemeldete Ausschreibung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Stablecoins vom Blockchain-Experiment zur zentralen Zahlungsinfrastruktur werden. Die Übernahme von BVNK durch Mastercard hat einen strategisch wichtigen Anbieter aus Visas Ökosystem entfernt. Nun sucht Visa offenbar einen streng regulierten Ersatz in vier bedeutenden Märkten.
Gleichzeitig gibt Visa mit der Stablecoin Platform die institutionelle Zugangsschicht vor und positioniert Open USD als ersten unterstützten Vermögenswert.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr nur: Welcher Stablecoin setzt sich durch?
Sondern: Wer kontrolliert die regulierten Zahlungswege, die Liquidität, die Abwicklung und die Kundenschnittstellen rund um tokenisiertes Geld?
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Visa sucht Berichten zufolge einen Ersatz für BVNK, nachdem Mastercard die Londoner Stablecoin Infrastruktur Firma am 3.
Visa sucht Berichten zufolge einen Ersatz für BVNK, nachdem Mastercard die Londoner Stablecoin Infrastruktur Firma am 3. Gesucht wird nicht nur ein Anbieter von Krypto Technologie, sondern ein regulierter Partner mit Lizenzen in den USA, Kanada, Großbritannien und Singapur sowie ausreichender Liquidität und Abwicklungskompetenz.
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