Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der EU stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 5,7 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2019. Die Neuanmeldungen von Unternehmen gingen um 0,5 Prozent zurück, obwohl die Wirtschaftsleistung der EU im selben Zeitraum um 0,5 Prozent...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did Eurostat’s second quarter 2026 data reveal about changes in business bankruptcies and new business registrations across the Europea. Article summary: Eurostat’s Q2 2026 figures show a worsening business survival picture: EU bankruptcies rose 5.7% quarter on quarter while new registrations fell 0.5%, even as aggregate output grew modestly.. Topic tags: general web, ai, privacy, growth, finance. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thu
Eurostats Daten für das zweite Quartal 2026 zeichnen ein zunehmend schwieriges Bild für Unternehmen in der Europäischen Union: Die Zahl der Insolvenzen stieg gegenüber dem Vorquartal um 5,7 Prozent, während die Neuanmeldungen um 0,5 Prozent zurückgingen. Das geschah trotz eines moderaten Wachstums der Wirtschaftsleistung: Das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt legte in der EU um 0,5 Prozent zu, im Euroraum um 0,4 Prozent.
Die Unternehmensinsolvenzen erreichten in der EU ihren höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2019. Gleichzeitig setzte sich bei den Neuanmeldungen der rückläufige Trend vom Jahresbeginn 2026 fort.
Die veröffentlichte Eurostat-Auswertung bezieht sich sowohl auf die EU als auch auf den Euroraum. Die hier vorliegenden Belege enthalten jedoch keine exakten prozentualen Veränderungen der Neuanmeldungen und Insolvenzen im Euroraum für das zweite Quartal. Diese Werte lassen sich daher nicht zuverlässig angeben.
Bei den Neuanmeldungen entwickelten sich die acht betrachteten Wirtschaftsbereiche unterschiedlich. In fünf Sektoren gingen sie zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Industrie mit 3,6 Prozent. Es folgten das Gastgewerbe mit 3,4 Prozent sowie Bildung und soziale Tätigkeiten mit 3,2 Prozent.
Zuwächse gab es dagegen vor allem im Informations- und Kommunikationssektor. Dort stieg die Zahl der Neuanmeldungen um 8,8 Prozent. Im Baugewerbe betrug das Plus 1,0 Prozent, während die Finanzdienstleistungen unverändert blieben.
Auch bei den Insolvenzen war die Entwicklung in den Branchen uneinheitlich. In fünf der acht Wirtschaftsbereiche nahm die Zahl der Insolvenzen zu. Besonders deutlich war der Anstieg bei Bildung und sozialen Tätigkeiten: Er lag bei 21,1 Prozent.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der sich die Finanzierung für Unternehmen weiter erschwert hat. Laut der Europäischen Zentralbank verschärften sich die allgemeinen Finanzierungsbedingungen erneut – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Gleichzeitig stiegen die Kreditkosten, und der Zugang zu Finanzierungen blieb eingeschränkt.
Auch die Banken im Euroraum meldeten im zweiten Quartal eine moderate Verschärfung ihrer Kreditstandards für Unternehmenskredite und Kreditlinien. Netto 7 Prozent der Banken gaben an, ihre Standards verschärft zu haben.
Höhere Zinsen und ein schwierigerer Zugang zu Krediten können die Liquidität und Widerstandsfähigkeit von Unternehmen belasten. Das passt zu einem Umfeld, in dem mehr Betriebe in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Eurostat-Zahlen zu Neuanmeldungen und Insolvenzen beweisen für sich genommen jedoch nicht, dass die straffere Kreditvergabe direkt die Ursache für den Anstieg der Insolvenzen ist.
Der Anstieg der Insolvenzen um 21,1 Prozent bei Bildung und sozialen Tätigkeiten ist der auffälligste sektorale Wert der Auswertung. Zu diesem Bereich zählen unter anderem Bildungsangebote, soziale Dienste, Familienhilfen und Angebote für ältere Menschen.
Die Zahl bedeutet allerdings nicht, dass alle Anbieter in diesen Bereichen wirtschaftliche Probleme haben oder dass sich die Qualität der Leistungen verschlechtert. Es handelt sich um eine vierteljährliche Veränderung auf Branchenebene – nicht um eine Aussage über die Rentabilität jedes einzelnen Unternehmens.
Zusammen mit den strengeren Finanzierungsbedingungen deutet der Wert jedoch auf eine besondere Verwundbarkeit von Anbietern hin, die mit hohen Personalkosten, begrenzten öffentlichen oder privaten Finanzierungen und wenig Spielraum für Preissteigerungen arbeiten.
Die vorliegenden Belege nennen nicht, in welchen EU-Ländern die Insolvenzen oder Neuanmeldungen im Quartalsvergleich am stärksten stiegen oder fielen. Deshalb lassen sich die Länder mit den größten Zu- und Abnahmen nicht zuverlässig benennen oder beziffern.
Das wichtigste Signal der aktuellen Daten ist damit weniger ein einzelner nationaler Ausreißer als die Kombination aus steigenden Insolvenzen und rückläufigen Neuanmeldungen auf EU-Ebene – trotz eines leicht wachsenden Gesamtprodukts.
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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der EU stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 5,7 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2019.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der EU stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 5,7 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2019. Die Neuanmeldungen von Unternehmen gingen um 0,5 Prozent zurück, obwohl die Wirtschaftsleistung der EU im selben Zeitraum um 0,5 Prozent zunahm.
Am stärksten sanken die Neuanmeldungen in der Industrie ( 3,6 Prozent), im Gastgewerbe ( 3,4 Prozent) sowie im Bildungs und Sozialbereich ( 3,2 Prozent).