Dabei geht es nicht darum, dass eine gewöhnliche Einstellung taiwanischer Beschäftigter grundsätzlich illegal wäre. Der Verdacht richtet sich vielmehr gegen mutmaßlich verdeckte Geschäfts- und Rekrutierungsaktivitäten: Die Unternehmen sollen ihre chinesische Eigentümerstruktur verschleiert, in Taiwan ohne erforderliche Genehmigung gearbeitet und dort Personal angeworben haben.
Nach Angaben der Behörde wurde die Untersuchung im April 2026 vorbereitet. Staatsanwälte aus sechs Gerichtsbezirken koordinierten anschließend die Maßnahmen. Zwischen dem 13. Juli und dem 4. August kam es zu zeitgleichen Durchsuchungen an zahlreichen Orten.
Die Größe des Einsatzes unterstreicht, welche Bedeutung Taipeh dem Fall beimisst. Taiwan ist ein zentraler Standort für die weltweite Chipproduktion und das Design integrierter Schaltkreise. Nach Einschätzung der Behörden könnte der Verlust erfahrener Ingenieurinnen und Ingenieure die technologische Wettbewerbsposition der Insel schwächen – insbesondere im internationalen Rennen um KI.
Die Behörde machte die Namen aller 17 Unternehmen öffentlich. Dazu gehören unter anderem Actions Technology, Juequan Optoelectronics (Shanghai), Nationalchip Microelectronics, Jiangsu Aosheng Composite Materials, Guangdong Cellwise Microelectronics, ACM Research (Shanghai) und Zhuhai CosMX Battery. Mehrere der genannten Firmen sind in China börsennotiert, darunter Nationalchip, Cellwise, ACM Research (Shanghai) und CosMX Battery.
Die Vorwürfe betreffen damit nicht nur klassische Chipentwickler. Auch Unternehmen aus den Bereichen Batterien, Materialien, Displaytechnik und KI stehen im Fokus der Untersuchung.
Taiwans Ermittlungsbehörde beschreibt mehrere Vorgehensweisen, mit denen chinesische Unternehmen die Kontrolle durch die taiwanischen Behörden angeblich umgehen wollten:
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Anschuldigungen stellen keinen rechtskräftigen Schuldspruch dar. Aus den vorliegenden Informationen ergeben sich zudem keine verlässlichen, ausführlichen Stellungnahmen aller 17 genannten Unternehmen.
Nein. Die Ermittlungsbehörde richtete nach eigenen Angaben bereits Ende 2020 eine spezielle Taskforce gegen die illegale Anwerbung von Hightech-Fachkräften und nicht genehmigte Geschäftstätigkeiten chinesischer Unternehmen ein. Seitdem habe sie mehr als 100 entsprechende Fälle bearbeitet.
Bereits im Mai 2022 durchsuchten taiwanische Behörden zehn chinesische Unternehmen beziehungsweise deren Forschungs- und Entwicklungszentren. Damals wurden in mehreren Städten, darunter Taipeh und Hsinchu als wichtigem Halbleiterstandort, fast 70 Menschen zur Befragung vorgeladen.
Der Vorgang steht im größeren Spannungsfeld zwischen Taiwan und China. Taiwan betrachtet technologische Eigenständigkeit und seine führende Rolle bei Chips zunehmend auch als Fragen der nationalen Sicherheit. Peking wiederum versucht, seine technologischen Fähigkeiten auszubauen und erhebt weiterhin Souveränitätsansprüche auf Taiwan.
Deshalb prüft und begrenzt Taiwan chinesische Investitionen sowie Geschäftstätigkeiten in besonders sensiblen Teilen der Halbleiterbranche. Der Verdacht, dass Firmen ihre Eigentümer verschleiern oder nicht genehmigte Büros betreiben, ist aus Sicht der Behörden besonders schwerwiegend, weil damit genau diese Schutzmechanismen umgangen worden sein könnten.
Dabei geht es nicht darum, dass eine gewöhnliche Einstellung taiwanischer Beschäftigter grundsätzlich illegal wäre. Der Verdacht richtet sich vielmehr gegen mutmaßlich verdeckte Geschäfts- und Rekrutierungsaktivitäten: Die Unternehmen sollen ihre chinesische Eigentümerstruktur verschleiert, in Taiwan ohne erforderliche Genehmigung gearbeitet und dort Personal angeworben haben.
Nach Angaben der Behörde wurde die Untersuchung im April 2026 vorbereitet. Staatsanwälte aus sechs Gerichtsbezirken koordinierten anschließend die Maßnahmen. Zwischen dem 13. Juli und dem 4. August kam es zu zeitgleichen Durchsuchungen an zahlreichen Orten.
Die Größe des Einsatzes unterstreicht, welche Bedeutung Taipeh dem Fall beimisst. Taiwan ist ein zentraler Standort für die weltweite Chipproduktion und das Design integrierter Schaltkreise. Nach Einschätzung der Behörden könnte der Verlust erfahrener Ingenieurinnen und Ingenieure die technologische Wettbewerbsposition der Insel schwächen – insbesondere im internationalen Rennen um KI.
Die Behörde machte die Namen aller 17 Unternehmen öffentlich. Dazu gehören unter anderem Actions Technology, Juequan Optoelectronics (Shanghai), Nationalchip Microelectronics, Jiangsu Aosheng Composite Materials, Guangdong Cellwise Microelectronics, ACM Research (Shanghai) und Zhuhai CosMX Battery. Mehrere der genannten Firmen sind in China börsennotiert, darunter Nationalchip, Cellwise, ACM Research (Shanghai) und CosMX Battery.
Die Vorwürfe betreffen damit nicht nur klassische Chipentwickler. Auch Unternehmen aus den Bereichen Batterien, Materialien, Displaytechnik und KI stehen im Fokus der Untersuchung.
Taiwans Ermittlungsbehörde beschreibt mehrere Vorgehensweisen, mit denen chinesische Unternehmen die Kontrolle durch die taiwanischen Behörden angeblich umgehen wollten:
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Anschuldigungen stellen keinen rechtskräftigen Schuldspruch dar. Aus den vorliegenden Informationen ergeben sich zudem keine verlässlichen, ausführlichen Stellungnahmen aller 17 genannten Unternehmen.
Nein. Die Ermittlungsbehörde richtete nach eigenen Angaben bereits Ende 2020 eine spezielle Taskforce gegen die illegale Anwerbung von Hightech-Fachkräften und nicht genehmigte Geschäftstätigkeiten chinesischer Unternehmen ein. Seitdem habe sie mehr als 100 entsprechende Fälle bearbeitet.
Bereits im Mai 2022 durchsuchten taiwanische Behörden zehn chinesische Unternehmen beziehungsweise deren Forschungs- und Entwicklungszentren. Damals wurden in mehreren Städten, darunter Taipeh und Hsinchu als wichtigem Halbleiterstandort, fast 70 Menschen zur Befragung vorgeladen.
Der Vorgang steht im größeren Spannungsfeld zwischen Taiwan und China. Taiwan betrachtet technologische Eigenständigkeit und seine führende Rolle bei Chips zunehmend auch als Fragen der nationalen Sicherheit. Peking wiederum versucht, seine technologischen Fähigkeiten auszubauen und erhebt weiterhin Souveränitätsansprüche auf Taiwan.
Deshalb prüft und begrenzt Taiwan chinesische Investitionen sowie Geschäftstätigkeiten in besonders sensiblen Teilen der Halbleiterbranche. Der Verdacht, dass Firmen ihre Eigentümer verschleiern oder nicht genehmigte Büros betreiben, ist aus Sicht der Behörden besonders schwerwiegend, weil damit genau diese Schutzmechanismen umgangen worden sein könnten.