Stand 18. August 2026: Berichte über einen angeblichen US Kanal zur iranischen Revolutionsgarde über den Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan, Nechirvan Barzani, werden von Teheran kategorisch bestritten.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did U.S. President Donald Trump claim about alleged backchannel peace talks between Washington and Iran’s Islamic Revolutionary Guard C. Article summary: Trump reportedly claimed that Washington had opened an unofficial backchannel to the IRGC, allegedly using Iraqi Kurdistan President Nechirvan Barzani to bypass Iran’s formal negotiators. Tehran’s public response was cat. Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
Die Debatte über einen angeblichen US-Geheimkanal zur iranischen Revolutionsgarde – auf Englisch Islamic Revolutionary Guard Corps, kurz IRGC – macht vor allem eines sichtbar: Zwischen Washington und Teheran herrscht weiterhin tiefes Misstrauen. Berichten zufolge versuchte die Trump-Regierung, über Nechirvan Barzani, den Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan im Irak, einen direkten Draht zur IRGC-Führung herzustellen. Der Schritt soll erfolgt sein, weil Washington bezweifelte, dass Irans offizielle Unterhändler tatsächlich für die mächtige Militär- und Sicherheitsorganisation sprechen konnten.
Iranische Vertreter weisen diese Darstellung jedoch zurück. IRGC-Sprecher Brigadegeneral Hossein Mohebbi erklärte, zwischen Vertretern der Revolutionsgarde und den USA fänden keine Gespräche statt. Er bezeichnete Trumps Aussage als „Wahnvorstellung“. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei dementierte zudem Berichte über inoffizielle Kontakte über die kurdische Region im Irak sowie über ein geheimes US-iranisches Treffen in Erbil.
Der mutmaßliche Geheimkanal sollte die offiziellen iranischen Verhandler umgehen und einen direkten Kontakt zur IRGC ermöglichen. Nach einem von mehreren Medien aufgegriffenen Axios-Bericht wandten sich US-Vertreter an Barzani, weil er Beziehungen sowohl zu US-amerikanischen als auch zu IRGC-nahen Akteuren unterhalten habe. Washington habe klären wollen, ob die iranischen Unterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Abbas Araghchi befugt waren, im Namen der Revolutionsgarde verbindliche Zusagen zu machen.
Wie sich die Kontakte anschließend entwickelten, wird in den Berichten allerdings nicht einheitlich dargestellt. Axios zufolge soll ein IRGC-Vertreter Barzanis Büro in Erbil für ein gesichertes Telefonat aufgesucht haben; US-Vertreter hätten zudem geheime Gespräche in der Stadt erwogen. Ein anderer Bericht besagt, dass das geplante Treffen nie stattfand und stattdessen pakistanische und omanische Vermittler ihre Bemühungen fortsetzten.
Damit bleiben Existenz und Umfang eines möglichen direkten Kontakts umstritten. Die öffentlich verfügbaren Informationen belegen keinen funktionierenden Friedensprozess zwischen den USA und der IRGC unabhängig.
Mohebbis Zurückweisung fiel eindeutig aus: Es gebe keine Gespräche zwischen IRGC-Vertretern und Amerikanern. Auch Irans diplomatischer Apparat verhandele derzeit nicht mit Washington. Als Grund nannte er aus iranischer Sicht gebrochene Zusagen und wiederholte Verstöße der USA gegen ihre Verpflichtungen.
Zugleich verwies Mohebbi auf eine institutionelle Trennung: Die IRGC sei eine militärische und sicherheitsbezogene Organisation, aber nicht Irans offizieller diplomatischer Kanal. Formale Außenpolitik werde über die dazu befugten staatlichen Institutionen betrieben. Diese Argumentation schwächt die Vorstellung, ein nicht bestätigter Kontakt zur Revolutionsgarde könne die offiziellen Verhandlungen einfach ersetzen.
Baghaei wies Berichte über inoffizielle Kontakte über Verantwortliche in Irakisch-Kurdistan und über ein geheimes Treffen in Erbil ebenfalls zurück. Iranische Vertreter stellten die Meldungen als Teil eines größeren psychologischen oder hybriden Krieges dar. Sie warfen den Urhebern vor, politische Spaltungen schüren, iranische Schwäche suggerieren und möglicherweise die Öl- und Energiepreise beeinflussen zu wollen. Für diese konkrete Absicht gibt es in den vorliegenden Informationen jedoch keine unabhängig bestätigten Belege.
Die Dementis aus Teheran erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem Iran zugleich eine Wiederaufnahme direkter Verhandlungen ablehnte. Außenminister Abbas Araghchi sagte, über Vermittler würden weiterhin Nachrichten zwischen den Seiten ausgetauscht. Direkte Gespräche mit Washington werde Iran jedoch nicht wieder aufnehmen, solange die USA aus iranischer Sicht gegen die Vereinbarung vom Juni verstießen.
Am 17. Juni hatten US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian ein Memorandum unterzeichnet. Der vorläufige Rahmen betraf eine Waffenruhe, das iranische Atomprogramm, wirtschaftliche Erleichterungen und die Straße von Hormus. Vorgesehen war eine 60-tägige Frist für Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen. Die vorliegenden Berichte zeigen jedoch weder eine dauerhafte politische Lösung noch ein abgeschlossenes Folgeabkommen.
Iran knüpft eine umfassendere Einigung an mehrere Forderungen. Dazu zählen ein Ende der Angriffe und der von Teheran behaupteten US-Verstöße, Entschädigungszahlungen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, der Abzug US-amerikanischer Truppen sowie Beschränkungen für Schiffe mit US-amerikanischer oder israelischer Verbindung. Diese Punkte werden in einigen Quellen als Positionen der iranischen Führung insgesamt dargestellt und sollten daher nicht ohne Weiteres als das vollständige Verhandlungsprogramm eines einzelnen Sprechers verstanden werden.
Der parallele Gesprächskanal zwischen Iran und Oman war kein direkter Durchbruch in den US-iranischen Beziehungen. Araghchi beschrieb ihn als technische Diskussion über Schifffahrtsrouten und die Organisation des Verkehrs in der Straße von Hormus. Ein mögliches Abkommen mit Oman würde die Wasserstraße nicht automatisch vollständig öffnen. Dafür seien weitere Zugeständnisse der USA erforderlich.
Diese Unterscheidung ist entscheidend: Die technische Festlegung von Routen ist nicht dasselbe wie eine politische Vereinbarung zwischen Washington und Teheran. Iran beharrte darauf, dass die vollständige Öffnung der Straße von Hormus an weitere Bedingungen geknüpft bleibe. Zugleich berichteten Quellen von einem weiteren getroffenen Schiff in der strategisch wichtigen Meerenge.
Irans Justizchef Gholam-Hossein Mohseni Ejei rief zu nationalem Zusammenhalt, schnellen Entscheidungen in Kriegszeiten und Widerstand gegen den Druck der USA auf. Seine Äußerungen fügten sich in die Darstellung der iranischen Behörden ein, wonach das Land gleichzeitig militärischem, wirtschaftlichem, medialem und innenpolitischem Druck ausgesetzt sei.
Die vorliegenden Quellen stützen jedoch nicht die konkrete Behauptung, Ejei habe zur Gefolgschaft gegenüber dem früheren Obersten Führer Ali Khamenei aufgerufen. Andere bereitgestellte Berichte nennen in diesem Szenario Mojtaba Khamenei als obersten Führer Irans. Diese Differenz ist wichtig, um belegte Aussagen von später hinzugefügten oder ungenau zugeschriebenen Formulierungen zu trennen.
Der Streit um den angeblichen Geheimkanal beweist nicht, dass es einen funktionierenden Friedensprozess zwischen den USA und der IRGC gab. Er deutet vielmehr darauf hin, dass Washington offenbar einen alternativen Zugang zur iranischen Militärführung auslotete, während Teheran den Kontakt öffentlich dementierte und konkrete Zugeständnisse zur Voraussetzung für neue Diplomatie machte.
Drei grundlegende Hindernisse bleiben bestehen:
Solange die Fragen nach Zuständigkeit, Reihenfolge und Durchsetzung ungeklärt bleiben, sind Berichte über geheime Kanäle eher ein Maß für das gegenseitige Misstrauen als ein Beleg für neue diplomatische Dynamik.
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Stand 18. August 2026: Berichte über einen angeblichen US Kanal zur iranischen Revolutionsgarde über den Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan, Nechirvan Barzani, werden von Teheran kategorisch bestritten.
Stand 18. August 2026: Berichte über einen angeblichen US Kanal zur iranischen Revolutionsgarde über den Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan, Nechirvan Barzani, werden von Teheran kategorisch bestritten. IRGC Sprecher Brigadegeneral Hossein Mohebbi bezeichnete Trumps Behauptung als „Wahnvorstellung“.
Iran will nach Angaben von Außenminister Abbas Araghchi keine direkten Verhandlungen wieder aufnehmen, solange Washington aus iranischer Sicht gegen die Vereinbarungen vom 17.