Warum Brent nahe 89 US-Dollar notiert – und 120-Dollar-Öl wegen Hormus wieder möglich wird
Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
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Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten.
Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Die fünf großen Ölkonzerne ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und BP profitierten von höheren Preisen; zugleich sank die strategische US Ölreserve auf 298,7 Millionen Barrel.
Gold legte zu, europäische Aktienfutures gaben nach und asiatische Börsen entwickelten sich uneinheitlich.
How did the collapse of U.S.-Iran peace negotiations, Iran’s threatened shift to a “fully offensive” military posture, the likely expirationRestricted tanker traffic through the Strait of Hormuz has amplified concerns about a wider oil-supply shock.
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Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did the collapse of U.S.-Iran peace negotiations, Iran’s threatened shift to a “fully offensive” military posture, the likely expiration. Article summary: The market move reflects a rapidly enlarging geopolitical risk premium, rather than a confirmed loss of all Gulf production. As prospects for a U.S.–Iran settlement faded, the ceasefire looked likely to lapse, tanker att. Topic tags: general, general web, news, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with
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Die jüngste Öl-Rally ist vor allem eine geopolitische Risikoprämie. Händler preisen die Möglichkeit ein, dass die vorübergehende Behinderung rund um die Straße von Hormus in einen länger andauernden, physischen Lieferengpass übergeht. Brent näherte sich 89 US-Dollar je Barrel, während Brent und die US-Sorte WTI nach Tankerangriffen, stockender US-iranischer Diplomatie und neuen militärischen Drohungen binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten.
Warum die Straße von Hormus so wichtig ist
Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Energie-Engstellen der Welt. Unter normalen Bedingungen transportiert die Meerenge etwa ein Fünftel der globalen Ölversorgung. Der Congressional Research Service, der wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses, sprach von einem „dramatischen Einbruch“ des Schiffsverkehrs und Störungen an den weltweiten Energiemärkten.
Nach Angaben von Reuters passierten zuletzt nur sechs Schiffe die Meerenge. Im Durchschnitt waren es in den zehn Tagen zuvor rund elf Schiffe pro Tag. Andere Tracking-Daten registrierten an einem Samstag fünf Frachtschiffe und am folgenden Tag kein einziges.
Das Problem beginnt bereits, bevor tatsächlich Förderanlagen ausfallen. Weniger Schiffe bedeuten längere Lieferzeiten, höhere Kriegsrisikoversicherungen und Frachtkosten, teurere Umwege sowie größere Unsicherheit darüber, wann Rohöl die Raffinerien erreicht. Die USA warnten zudem, ihre Seeblockade gegen Iran könne auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden. Angriffe auf Handelsschiffe erhöhen den Druck auf die maritime Logistik zusätzlich.
Der Lieferengpass reicht über Hormus hinaus
Das Energierisiko beschränkt sich nicht auf den Persischen Golf. Separat gemeldete Angriffe im Golf von Oman und am Eingang zum Roten Meer trafen zwei wichtige Routen für den weltweiten Öl- und Handelsschiffsverkehr. Die USA und die mit Iran verbündeten Huthi im Jemen meldeten jeweils eigene Angriffe auf Schiffe, während die Verhandlungen ins Stocken gerieten.
Damit entsteht ein umfassenderer Logistikschock. Selbst Ladungen, die weiterhin transportiert werden können, müssen mit höheren Versicherungsprämien, vorsichtigeren Routen und Verzögerungen rechnen. Das erklärt, warum der Ölpreis schneller gestiegen ist als die bislang bestätigten Hinweise auf einen vollständigen Ausfall der Golfproduktion: Der Markt bezahlt für die Möglichkeit einer deutlich größeren Unterbrechung.
Warum die Diplomatie den Markt nicht beruhigt
Die im Juni vereinbarte Übergangsregelung sollte Zeit für Verhandlungen schaffen. Doch Washington und Teheran konnten sich weder darauf einigen, wie die Vereinbarung wiederbelebt werden soll, noch darauf, wie ihre Zusagen umzusetzen wären. Reuters berichtete, dass es keine Gespräche über eine Verlängerung der 60-tägigen Waffenruhe gegeben habe. Iran forderte, dass die USA zum Rahmenwerk vom Juni zurückkehren und einen Zeitplan für ihre Verpflichtungen festlegen.
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Wie lautet die kurze Antwort auf „Warum Brent nahe 89 US-Dollar notiert – und 120-Dollar-Öl wegen Hormus wieder möglich wird“?
Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Die fünf großen Ölkonzerne ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und BP profitierten von höheren Preisen; zugleich sank die strategische US Ölreserve auf 298,7 Millionen Barrel.
Warum Brent nahe 89 US-Dollar notiert – und 120-Dollar-Öl wegen Hormus wieder möglich wird
Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
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Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten.
Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Die fünf großen Ölkonzerne ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und BP profitierten von höheren Preisen; zugleich sank die strategische US Ölreserve auf 298,7 Millionen Barrel.
Gold legte zu, europäische Aktienfutures gaben nach und asiatische Börsen entwickelten sich uneinheitlich.
How did the collapse of U.S.-Iran peace negotiations, Iran’s threatened shift to a “fully offensive” military posture, the likely expirationRestricted tanker traffic through the Strait of Hormuz has amplified concerns about a wider oil-supply shock.
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Die jüngste Öl-Rally ist vor allem eine geopolitische Risikoprämie. Händler preisen die Möglichkeit ein, dass die vorübergehende Behinderung rund um die Straße von Hormus in einen länger andauernden, physischen Lieferengpass übergeht. Brent näherte sich 89 US-Dollar je Barrel, während Brent und die US-Sorte WTI nach Tankerangriffen, stockender US-iranischer Diplomatie und neuen militärischen Drohungen binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten.
Warum die Straße von Hormus so wichtig ist
Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Energie-Engstellen der Welt. Unter normalen Bedingungen transportiert die Meerenge etwa ein Fünftel der globalen Ölversorgung. Der Congressional Research Service, der wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses, sprach von einem „dramatischen Einbruch“ des Schiffsverkehrs und Störungen an den weltweiten Energiemärkten.
Nach Angaben von Reuters passierten zuletzt nur sechs Schiffe die Meerenge. Im Durchschnitt waren es in den zehn Tagen zuvor rund elf Schiffe pro Tag. Andere Tracking-Daten registrierten an einem Samstag fünf Frachtschiffe und am folgenden Tag kein einziges.
Das Problem beginnt bereits, bevor tatsächlich Förderanlagen ausfallen. Weniger Schiffe bedeuten längere Lieferzeiten, höhere Kriegsrisikoversicherungen und Frachtkosten, teurere Umwege sowie größere Unsicherheit darüber, wann Rohöl die Raffinerien erreicht. Die USA warnten zudem, ihre Seeblockade gegen Iran könne auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden. Angriffe auf Handelsschiffe erhöhen den Druck auf die maritime Logistik zusätzlich.
Der Lieferengpass reicht über Hormus hinaus
Das Energierisiko beschränkt sich nicht auf den Persischen Golf. Separat gemeldete Angriffe im Golf von Oman und am Eingang zum Roten Meer trafen zwei wichtige Routen für den weltweiten Öl- und Handelsschiffsverkehr. Die USA und die mit Iran verbündeten Huthi im Jemen meldeten jeweils eigene Angriffe auf Schiffe, während die Verhandlungen ins Stocken gerieten.
Damit entsteht ein umfassenderer Logistikschock. Selbst Ladungen, die weiterhin transportiert werden können, müssen mit höheren Versicherungsprämien, vorsichtigeren Routen und Verzögerungen rechnen. Das erklärt, warum der Ölpreis schneller gestiegen ist als die bislang bestätigten Hinweise auf einen vollständigen Ausfall der Golfproduktion: Der Markt bezahlt für die Möglichkeit einer deutlich größeren Unterbrechung.
Warum die Diplomatie den Markt nicht beruhigt
Die im Juni vereinbarte Übergangsregelung sollte Zeit für Verhandlungen schaffen. Doch Washington und Teheran konnten sich weder darauf einigen, wie die Vereinbarung wiederbelebt werden soll, noch darauf, wie ihre Zusagen umzusetzen wären. Reuters berichtete, dass es keine Gespräche über eine Verlängerung der 60-tägigen Waffenruhe gegeben habe. Iran forderte, dass die USA zum Rahmenwerk vom Juni zurückkehren und einen Zeitplan für ihre Verpflichtungen festlegen.
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Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Wie lautet die kurze Antwort auf „Warum Brent nahe 89 US-Dollar notiert – und 120-Dollar-Öl wegen Hormus wieder möglich wird“?
Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Brent stieg auf rund 89 US Dollar je Barrel, während Brent und WTI binnen einer Woche jeweils mehr als 5 Prozent zulegten. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Die fünf großen Ölkonzerne ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und BP profitierten von höheren Preisen; zugleich sank die strategische US Ölreserve auf 298,7 Millionen Barrel.
Die Waffenruhe lief schließlich ohne formelles Folgeabkommen aus, wie Berichte vom 18. August meldeten. Iran erklärte außerdem, nicht direkt mit den USA, sondern mit Oman über eine vorübergehende Regelung für die Schifffahrt durch Hormus zu verhandeln.
Diese Bemühungen bleiben indirekt und brüchig. Iran und Oman hatten erklärt, Gespräche über alternative oder neue Schifffahrtsrouten stünden kurz vor dem Abschluss. Umgesetzt wurde die Regelung jedoch nicht, während der größere Streit über Sanktionen, militärischen Druck, Entschädigungen und den künftigen Status der Meerenge anhielt.
Behauptungen über einen direkten Hinterkanal zwischen Washington und den iranischen Revolutionsgarden – dem IRGC – sollten deshalb vorsichtig bewertet werden. Die öffentliche Berichterstattung enthält widersprüchliche Darstellungen; der IRGC bestreitet, dass solche Gespräche stattfinden. Die verfügbaren Informationen sprechen für eine vermittelte und umstrittene Diplomatie, nicht für bestätigte direkte Verhandlungen.
Wer von höheren Ölpreisen profitiert – und wer verliert
Steigende Rohölpreise können den Cashflow von Unternehmen mit umfangreicher Förderung schnell verbessern. Die Kobeissi Letter schätzte, dass ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und BP im zweiten Quartal 2026 zusammen fast 70 Milliarden US-Dollar freien Cashflow erwirtschafteten. Diese Zahl ist eine Markt- beziehungsweise Analystenschätzung und ersetzt nicht die geprüften Finanzberichte der einzelnen Unternehmen. Sie zeigt jedoch, wie stark ein Preissprung große Produzenten begünstigen kann.
Für Verbraucher, Transportunternehmen und energieintensive Betriebe ist die Wirkung umgekehrt. Teureres Rohöl erhöht die Kosten für Kraftstoff und Fracht. Eine länger anhaltende Störung der Schifffahrt kann zusätzlich Versicherungs- und Lieferkosten in die Höhe treiben. Bleiben diese Belastungen bestehen, droht eine neue Welle energiegetriebener Inflation. Zentralbanken könnten dann vorsichtiger mit Zinssenkungen werden, während die Nachfrage der Verbraucher nachlässt. Gesenkte Prognosen für die weltweite Ölnachfrage 2026 haben den Preisanstieg bislang begrenzt.
Auch der strategische Puffer der USA ist kleiner als vor der Krise. Die Strategic Petroleum Reserve, die strategische Ölreserve der Vereinigten Staaten, schrumpfte in der auf den 10. August bezogenen Woche um 6,1 Millionen Barrel auf 298,7 Millionen Barrel. Das war der niedrigste Stand seit Januar 1983.
Das bedeutet nicht, dass den USA unmittelbar das Öl ausgeht. Es bedeutet jedoch, dass den politischen Entscheidungsträgern weniger Vorräte zur Verfügung stehen, um eine länger andauernde Unterbrechung abzufedern. Dadurch kann der Markt jedem weiteren Lieferausfall einen höheren Wert beimessen.
Warum manche Beobachter von einem „Endloskrieg“ sprechen
Der Ausdruck ist eher eine Beschreibung der Konfliktstruktur als eine präzise Prognose. Die USA und Iran liegen bei den Bedingungen für eine dauerhafte Lösung weiterhin weit auseinander. Zugleich verfügen beide Seiten über Instrumente für anhaltenden Druck: Blockaden, Angriffe auf die Schifffahrt, Sanktionen, Stellvertreteraktivitäten und Vergeltungsmaßnahmen.
Diese Kombination kann immer neue kurzfristige Vereinbarungen hervorbringen, die anschließend wieder zerbrechen – statt eines klaren diplomatischen Endes. Beide Seiten können Kosten verursachen, ohne sofort die Art von entscheidender Eskalation zu wählen, die eine endgültige Regelung erzwingen würde. Für Ölhändler bedeutet das: Die Risikoprämie kann jedes Mal zurückkehren, wenn Gespräche scheitern oder Schiffe angegriffen werden, selbst wenn sich der offene Konflikt nicht dramatisch ausweitet.
Was die Märkte signalisieren
Die Reaktion über verschiedene Anlageklassen hinweg war uneinheitlich und kein pauschaler globaler Ausverkauf. Gold erreichte ein Neun-Wochen-Hoch, während der Ölpreis stieg. Europäische Aktienfutures gaben nach, die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich dagegen gemischt bis freundlich.
Das deutet darauf hin, dass Anleger zwischen unmittelbaren Profiteuren höherer Energiepreise und jenen Sektoren unterscheiden, die unter Inflation und einer schwächeren Nachfrage leiden. Entscheidend ist, ob die Krise eine kurzfristige Unterbrechung der Schifffahrt bleibt oder zu einer nachhaltigen Einschränkung des Rohölangebots wird.
Kann Brent auf 120 US-Dollar steigen?
Ja – allerdings sprechen die verfügbaren Informationen dafür, 120 US-Dollar als Aufwärtsrisiko und nicht als unmittelbar bevorstehendes Basisszenario zu betrachten. Analysten von Goldman Sachs erklärten, Brent könne bei anhaltenden Behinderungen in Hormus über 120 US-Dollar steigen. Ihr zitiertes Basisszenario lag deutlich niedriger.
Für einen Anstieg auf 120 US-Dollar müssten wahrscheinlich mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:
eine dauerhafte oder nahezu vollständige Sperrung der Straße von Hormus;
ein größerer Ausfall von Exporten oder Energieinfrastruktur im Persischen Golf;
eine nur begrenzte Wirkung von alternativen Pipelines und anderen Schifffahrtsrouten;
nicht ausreichende Lagerbestände, freie Förderkapazitäten oder koordinierte Freigaben strategischer Reserven; und
eine Nachfrage, die nicht stark genug nachgibt, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Markt reagiert derzeit auf das Risiko einer solchen Kettenreaktion – nicht auf den Beweis, dass bereits jede dieser Voraussetzungen erfüllt ist. Besonders wichtig sind deshalb die Zahl der Schiffe, die Hormus passieren, weitere Angriffe auf Tanker und die Schifffahrt im Roten Meer, der Verlauf der Waffenstillstandsgespräche und die Frage, ob die Rohölbestände einen spürbaren Ausgleich schaffen können. Verschlechtern sich diese Signale gleichzeitig, steigt die Wahrscheinlichkeit eines stärkeren Ölpreissprungs.
cnbc.comOil in U.S. Strategic Petroleum Reserve falls below 300 ...
Die Waffenruhe lief schließlich ohne formelles Folgeabkommen aus, wie Berichte vom 18. August meldeten. Iran erklärte außerdem, nicht direkt mit den USA, sondern mit Oman über eine vorübergehende Regelung für die Schifffahrt durch Hormus zu verhandeln.
Diese Bemühungen bleiben indirekt und brüchig. Iran und Oman hatten erklärt, Gespräche über alternative oder neue Schifffahrtsrouten stünden kurz vor dem Abschluss. Umgesetzt wurde die Regelung jedoch nicht, während der größere Streit über Sanktionen, militärischen Druck, Entschädigungen und den künftigen Status der Meerenge anhielt.
Behauptungen über einen direkten Hinterkanal zwischen Washington und den iranischen Revolutionsgarden – dem IRGC – sollten deshalb vorsichtig bewertet werden. Die öffentliche Berichterstattung enthält widersprüchliche Darstellungen; der IRGC bestreitet, dass solche Gespräche stattfinden. Die verfügbaren Informationen sprechen für eine vermittelte und umstrittene Diplomatie, nicht für bestätigte direkte Verhandlungen.
Wer von höheren Ölpreisen profitiert – und wer verliert
Steigende Rohölpreise können den Cashflow von Unternehmen mit umfangreicher Förderung schnell verbessern. Die Kobeissi Letter schätzte, dass ExxonMobil, Chevron, Shell, TotalEnergies und BP im zweiten Quartal 2026 zusammen fast 70 Milliarden US-Dollar freien Cashflow erwirtschafteten. Diese Zahl ist eine Markt- beziehungsweise Analystenschätzung und ersetzt nicht die geprüften Finanzberichte der einzelnen Unternehmen. Sie zeigt jedoch, wie stark ein Preissprung große Produzenten begünstigen kann.
Für Verbraucher, Transportunternehmen und energieintensive Betriebe ist die Wirkung umgekehrt. Teureres Rohöl erhöht die Kosten für Kraftstoff und Fracht. Eine länger anhaltende Störung der Schifffahrt kann zusätzlich Versicherungs- und Lieferkosten in die Höhe treiben. Bleiben diese Belastungen bestehen, droht eine neue Welle energiegetriebener Inflation. Zentralbanken könnten dann vorsichtiger mit Zinssenkungen werden, während die Nachfrage der Verbraucher nachlässt. Gesenkte Prognosen für die weltweite Ölnachfrage 2026 haben den Preisanstieg bislang begrenzt.
Auch der strategische Puffer der USA ist kleiner als vor der Krise. Die Strategic Petroleum Reserve, die strategische Ölreserve der Vereinigten Staaten, schrumpfte in der auf den 10. August bezogenen Woche um 6,1 Millionen Barrel auf 298,7 Millionen Barrel. Das war der niedrigste Stand seit Januar 1983.
Das bedeutet nicht, dass den USA unmittelbar das Öl ausgeht. Es bedeutet jedoch, dass den politischen Entscheidungsträgern weniger Vorräte zur Verfügung stehen, um eine länger andauernde Unterbrechung abzufedern. Dadurch kann der Markt jedem weiteren Lieferausfall einen höheren Wert beimessen.
Warum manche Beobachter von einem „Endloskrieg“ sprechen
Der Ausdruck ist eher eine Beschreibung der Konfliktstruktur als eine präzise Prognose. Die USA und Iran liegen bei den Bedingungen für eine dauerhafte Lösung weiterhin weit auseinander. Zugleich verfügen beide Seiten über Instrumente für anhaltenden Druck: Blockaden, Angriffe auf die Schifffahrt, Sanktionen, Stellvertreteraktivitäten und Vergeltungsmaßnahmen.
Diese Kombination kann immer neue kurzfristige Vereinbarungen hervorbringen, die anschließend wieder zerbrechen – statt eines klaren diplomatischen Endes. Beide Seiten können Kosten verursachen, ohne sofort die Art von entscheidender Eskalation zu wählen, die eine endgültige Regelung erzwingen würde. Für Ölhändler bedeutet das: Die Risikoprämie kann jedes Mal zurückkehren, wenn Gespräche scheitern oder Schiffe angegriffen werden, selbst wenn sich der offene Konflikt nicht dramatisch ausweitet.
Was die Märkte signalisieren
Die Reaktion über verschiedene Anlageklassen hinweg war uneinheitlich und kein pauschaler globaler Ausverkauf. Gold erreichte ein Neun-Wochen-Hoch, während der Ölpreis stieg. Europäische Aktienfutures gaben nach, die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich dagegen gemischt bis freundlich.
Das deutet darauf hin, dass Anleger zwischen unmittelbaren Profiteuren höherer Energiepreise und jenen Sektoren unterscheiden, die unter Inflation und einer schwächeren Nachfrage leiden. Entscheidend ist, ob die Krise eine kurzfristige Unterbrechung der Schifffahrt bleibt oder zu einer nachhaltigen Einschränkung des Rohölangebots wird.
Kann Brent auf 120 US-Dollar steigen?
Ja – allerdings sprechen die verfügbaren Informationen dafür, 120 US-Dollar als Aufwärtsrisiko und nicht als unmittelbar bevorstehendes Basisszenario zu betrachten. Analysten von Goldman Sachs erklärten, Brent könne bei anhaltenden Behinderungen in Hormus über 120 US-Dollar steigen. Ihr zitiertes Basisszenario lag deutlich niedriger.
Für einen Anstieg auf 120 US-Dollar müssten wahrscheinlich mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:
eine dauerhafte oder nahezu vollständige Sperrung der Straße von Hormus;
ein größerer Ausfall von Exporten oder Energieinfrastruktur im Persischen Golf;
eine nur begrenzte Wirkung von alternativen Pipelines und anderen Schifffahrtsrouten;
nicht ausreichende Lagerbestände, freie Förderkapazitäten oder koordinierte Freigaben strategischer Reserven; und
eine Nachfrage, die nicht stark genug nachgibt, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Der Markt reagiert derzeit auf das Risiko einer solchen Kettenreaktion – nicht auf den Beweis, dass bereits jede dieser Voraussetzungen erfüllt ist. Besonders wichtig sind deshalb die Zahl der Schiffe, die Hormus passieren, weitere Angriffe auf Tanker und die Schifffahrt im Roten Meer, der Verlauf der Waffenstillstandsgespräche und die Frage, ob die Rohölbestände einen spürbaren Ausgleich schaffen können. Verschlechtern sich diese Signale gleichzeitig, steigt die Wahrscheinlichkeit eines stärkeren Ölpreissprungs.
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