Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die vier chinesischen Metropolen der ersten Kategorie: Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen. Dort blieben die Preise für neue Wohnungen im Durchschnitt gegenüber Juni unverändert. Das beendete die zuvor vier Monate andauernde Verbesserung, verlängerte sie aber nicht. Nur in 17 der 70 untersuchten Städte stiegen die Preise im Monatsvergleich; in Städten der zweiten und dritten Kategorie setzte sich der Rückgang fort.
Das eigentliche Problem liegt nicht nur in der Preisentwicklung. In den ersten sieben Monaten des Jahres sanken Immobilienverkäufe, Investitionen in den Sektor und die Zahl neu begonnener Bauprojekte stärker als im Zeitraum Januar bis Juni. Das deutet darauf hin, dass sowohl Bauträger als auch potenzielle Käufer weiterhin zurückhaltend agieren.
Damit verpuffte die vorsichtige Verbesserung vom Juni. Damals waren die Preise für neue und bestehende Wohnungen in den Städten der ersten Kategorie noch um 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozent gestiegen, während sich die übrige Immobilienaktivität bereits verschlechterte.
Die Immobilienkrise fällt in eine Phase, in der auch andere Bereiche der chinesischen Wirtschaft an Schwung verlieren. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli nur um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 1,0 Prozent im Juni. Die Industrieproduktion wuchs um 4,5 Prozent und lag damit unter dem Juni-Wert von 5,3 Prozent sowie unter der von Analysten erwarteten Wachstumsrate von 4,8 Prozent.
Ein Teil der Schwäche wird mit Extremwetter, saisonalen Effekten und dem nachlassenden Einfluss staatlicher Maßnahmen zur Förderung des Konsums erklärt. Als strukturelles Problem gilt jedoch vor allem die anhaltend geringe Binnennachfrage.
Ökonomen beschreiben diese Entwicklung als „K-förmige Erholung“: Export- und fertigungsnahe Bereiche halten sich vergleichsweise robust, während privater Konsum, private Investitionen und der Wohnungsmarkt schwach bleiben. Dadurch ist das Wachstum stärker auf die Auslandsnachfrage angewiesen, statt von einer selbsttragenden Erholung im Inland zu leben.
China hat die Bedingungen für den Immobilienkauf gelockert, die Finanzierung verbilligt und wiederholt Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes angekündigt. Diese Schritte scheinen den Preisverfall in einigen Bereichen zwar gebremst zu haben. Das Vertrauen der Käufer ist jedoch nicht zurückgekehrt, und die zentralen Aktivitäten des Immobiliensektors gehen weiter zurück. Die Daten sprechen deshalb eher für eine Stabilisierung am Rand als für eine umfassende Erholung.
Der Handlungsdruck steigt auch deshalb, weil das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf 4,3 Prozent im Jahresvergleich zurückging – nach 5,0 Prozent im ersten Quartal – und damit die Erwartungen verfehlte.
Die politischen Entscheidungsträger stehen somit vor einem schwierigen Balanceakt. Sie müssen die Nachfrage stärker stützen, das Vertrauen der Haushalte und den Konsum fördern sowie den Umgang mit übermäßigem Wohnungsangebot und unvollendeten Bauprojekten verbessern. Gleichzeitig soll eine neue Abhängigkeit von kreditfinanziertem Immobilienbau vermieden werden. Bleibt die Binnennachfrage schwach, wird China zudem anfälliger für Risiken im Außenhandel.
Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die vier chinesischen Metropolen der ersten Kategorie: Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen. Dort blieben die Preise für neue Wohnungen im Durchschnitt gegenüber Juni unverändert. Das beendete die zuvor vier Monate andauernde Verbesserung, verlängerte sie aber nicht. Nur in 17 der 70 untersuchten Städte stiegen die Preise im Monatsvergleich; in Städten der zweiten und dritten Kategorie setzte sich der Rückgang fort.
Das eigentliche Problem liegt nicht nur in der Preisentwicklung. In den ersten sieben Monaten des Jahres sanken Immobilienverkäufe, Investitionen in den Sektor und die Zahl neu begonnener Bauprojekte stärker als im Zeitraum Januar bis Juni. Das deutet darauf hin, dass sowohl Bauträger als auch potenzielle Käufer weiterhin zurückhaltend agieren.
Damit verpuffte die vorsichtige Verbesserung vom Juni. Damals waren die Preise für neue und bestehende Wohnungen in den Städten der ersten Kategorie noch um 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozent gestiegen, während sich die übrige Immobilienaktivität bereits verschlechterte.
Die Immobilienkrise fällt in eine Phase, in der auch andere Bereiche der chinesischen Wirtschaft an Schwung verlieren. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli nur um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 1,0 Prozent im Juni. Die Industrieproduktion wuchs um 4,5 Prozent und lag damit unter dem Juni-Wert von 5,3 Prozent sowie unter der von Analysten erwarteten Wachstumsrate von 4,8 Prozent.
Ein Teil der Schwäche wird mit Extremwetter, saisonalen Effekten und dem nachlassenden Einfluss staatlicher Maßnahmen zur Förderung des Konsums erklärt. Als strukturelles Problem gilt jedoch vor allem die anhaltend geringe Binnennachfrage.
Ökonomen beschreiben diese Entwicklung als „K-förmige Erholung“: Export- und fertigungsnahe Bereiche halten sich vergleichsweise robust, während privater Konsum, private Investitionen und der Wohnungsmarkt schwach bleiben. Dadurch ist das Wachstum stärker auf die Auslandsnachfrage angewiesen, statt von einer selbsttragenden Erholung im Inland zu leben.
China hat die Bedingungen für den Immobilienkauf gelockert, die Finanzierung verbilligt und wiederholt Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes angekündigt. Diese Schritte scheinen den Preisverfall in einigen Bereichen zwar gebremst zu haben. Das Vertrauen der Käufer ist jedoch nicht zurückgekehrt, und die zentralen Aktivitäten des Immobiliensektors gehen weiter zurück. Die Daten sprechen deshalb eher für eine Stabilisierung am Rand als für eine umfassende Erholung.
Der Handlungsdruck steigt auch deshalb, weil das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf 4,3 Prozent im Jahresvergleich zurückging – nach 5,0 Prozent im ersten Quartal – und damit die Erwartungen verfehlte.
Die politischen Entscheidungsträger stehen somit vor einem schwierigen Balanceakt. Sie müssen die Nachfrage stärker stützen, das Vertrauen der Haushalte und den Konsum fördern sowie den Umgang mit übermäßigem Wohnungsangebot und unvollendeten Bauprojekten verbessern. Gleichzeitig soll eine neue Abhängigkeit von kreditfinanziertem Immobilienbau vermieden werden. Bleibt die Binnennachfrage schwach, wird China zudem anfälliger für Risiken im Außenhandel.