Angriffe auf Tanker, eine erneute US Seeblockade gegen iranische Häfen und stockende Verhandlungen machen die Passage durch die Straße von Hormus für Reedereien und Versicherer zu riskant. Drei mit ADNOC verbundene Tanker sollen angegriffen worden sein; die Vereinigten Arabischen Emirate machten Iran dafür verantwor...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is causing shipping through the Strait of Hormuz to nearly halt, how did the alleged Iranian attacks on three Abu Dhabi National Oil Co. Article summary: Shipping is nearly at a halt because the U.S.–Iran conflict has made passage commercially and physically unsafe: reported attacks on tankers, a U.S.. Topic tags: general web, workflow, privacy, benchmarks, marketing. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thumbnails, icons, and tiny thumb
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, weil die Route durch den Konflikt zwischen den USA und Iran sowohl physisch als auch wirtschaftlich zu unsicher geworden ist. Gemeldete Angriffe auf Tanker, die erneute US-Seeblockade gegen iranische Häfen und festgefahrene Verhandlungen veranlassen Reedereien und Versicherer, Schiffe zurückzuhalten oder auf riskantere Ausweich- und Schutzrouten zu setzen.
Zum unmittelbaren Auslöser gehörten die gemeldeten Angriffe auf drei mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) verbundene Tanker. Die Vereinigten Arabischen Emirate machten Iran dafür verantwortlich. Gleichzeitig wurde die Saudi-Aramco-Raffinerie in Dschasan angegriffen – nach Reuters-Angaben durch die mit Iran verbündeten Huthi. Das verstärkte die Befürchtung, dass sich die Störungen auf die Energieversorgung der gesamten Region ausweiten könnten. ADNOC erklärte zudem, Raketen- und Drohnenangriffe auf seine Schiffe beeinträchtigten den Betrieb erheblich.
Die Schiffsanalysten von Kpler registrierten an einem Samstag lediglich fünf Transitbewegungen von Rohstoffschiffen durch die Meerenge und am darauffolgenden Sonntag keine sichtbare Durchfahrt. Am vorherigen Wochenende waren es noch 31 gewesen.
Die wenigen beobachteten Fahrten erfolgten unter außergewöhnlichen Bedingungen. Dazu gehörte ein leerer Very Large Crude Carrier (VLCC), ein besonders großer Rohöltanker, dessen AIS-Sender abgeschaltet war. Außerdem passierte ein unter indischer Flagge fahrender sehr großer Gastanker die Meerenge über die von Iran vorgegebene Route. Das deutet darauf hin, dass die verbleibenden Betreiber besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen oder bewusst ungewöhnliche Routen wählen.
Die Zahl „keine registrierten Durchfahrten“ bedeutet allerdings nicht zwingend, dass absolut kein Schiff die Straße von Hormus passiert hat. Viele Schiffe schalten ihr automatisches Identifikationssystem (AIS) aus, um Position und Route nicht öffentlich sichtbar zu machen. Die Kpler-Zahlen zeigen dennoch, dass der beobachtbare kommerzielle Verkehr außergewöhnlich stark zurückgegangen ist. Frühere Berichte dokumentierten ebenfalls Schiffe, die wegen Angriffen anhielten oder umkehrten.
Die Unsicherheit und der Angriff auf die Raffinerie trugen zur Ölpreisrally der vergangenen Woche bei. Am 9. August schloss Brent rund 5 Prozent höher bei 87,72 US-Dollar je Barrel. West Texas Intermediate (WTI), die wichtigste US-Ölsorte, stieg um etwa 5,1 Prozent auf 82,13 US-Dollar.
Danach bewegten sich die Preise zunächst nur wenig. Das kann darauf hindeuten, dass die Händler einen großen Teil des unmittelbaren Risikos bereits eingepreist hatten oder weiterhin mit begrenzten Lieferungen und einzelnen Durchfahrten rechneten. Die Gefahr eines weiteren Preissprungs ist damit jedoch nicht gebannt. Hält die Sperrung an oder weiten sich die Angriffe aus, könnten die Notierungen erneut deutlich steigen. Am 11. August lag Brent bereits bei 88,91 US-Dollar und WTI bei 83,20 US-Dollar je Barrel.
Durch die Straße von Hormus floss vor dem Konflikt ungefähr ein Fünftel des weltweiten Seehandels mit Rohöl und Flüssigerdgas. Eine länger anhaltende Unterbrechung würde daher die Exporte der Golfstaaten und die LNG-Versorgung einschränken. Gleichzeitig würden Fracht- und Versicherungsprämien steigen.
Die Folgen könnten weit über den Energiemarkt hinausreichen: höhere Preise für Treibstoff, Strom, Transport, Lebensmittel und Industrieprodukte wären möglich. Wie stark die Belastung ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie lange die Route gestört bleibt. Eine kurze Unterbrechung könnte durch Lagerbestände und Umleitungen abgefedert werden. Eine länger dauernde Blockade hätte dagegen das Potenzial, einen breiteren Inflations- und Wachstumsschock auszulösen.
Die Verhandlungen sind ins Stocken geraten. Iran soll eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs an Zugeständnisse der USA knüpfen, während Washington erklärt hat, die Blockade auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten zu können. Damit zeichnet sich kurzfristig keine verlässliche Lösung ab.
US-Präsident Donald Trump forderte die Amerikaner auf, vorübergehend etwas höhere Benzinpreise hinzunehmen. Für importabhängige Volkswirtschaften sind die Risiken größer: In der Berichterstattung wurden unter anderem deutlich nach unten korrigierte Wachstumsprognosen für die Philippinen im Jahr 2026 genannt. Entscheidend bleibt deshalb die Dauer der Störung. Je länger die Straße von Hormus praktisch unpassierbar bleibt, desto wahrscheinlicher werden anhaltende Lieferprobleme, höhere Kosten und eine Belastung der Weltwirtschaft.
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Angriffe auf Tanker, eine erneute US Seeblockade gegen iranische Häfen und stockende Verhandlungen machen die Passage durch die Straße von Hormus für Reedereien und Versicherer zu riskant.
Angriffe auf Tanker, eine erneute US Seeblockade gegen iranische Häfen und stockende Verhandlungen machen die Passage durch die Straße von Hormus für Reedereien und Versicherer zu riskant. Drei mit ADNOC verbundene Tanker sollen angegriffen worden sein; die Vereinigten Arabischen Emirate machten Iran dafür verantwortlich.
ADNOC erklärte, seit Beginn des Konflikts seien 15 seiner Schiffe von Raketen und Drohnen angegriffen worden.