Norse hat bestätigt, dass man nach der Rückgabe der IndiGo-Flotte mit „mehreren Fluggesellschaften" über ACMI-Möglichkeiten im Gespräch sei . Die genauen Konditionen der Gespräche mit PIA und Biman sind noch unklar, aber es handelt sich um dieselben sechs 787er, die zuvor an IndiGo verleast waren
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Hintergrund: Anfang 2025 startete IndiGo – Indiens größte Fluggesellschaft – ihren ersten Langstreckenbetrieb mit Großraumflugzeugen, indem sie sechs Boeing 787-9 von Norse Atlantic im Damp-Lease-Verfahren mietete . Bei diesem Modell stellte IndiGo die Kabinenbesatzung und verkaufte die Tickets, während Norse das Flugzeug und die Piloten stellte
. Der Deal war als Brücke gedacht, bis IndiGo ab 2027 eigene Airbus A350-900 erhält
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Kündigung: Am 31. Juli 2026 gab IndiGo bekannt, den gesamten Langstreckenbetrieb zum 25. Oktober 2026 einzustellen und den Damp-Lease-Vertrag mit Norse zum 31. Oktober 2026 zu beenden . IndiGo hatte bereits eine der sechs 787er nach der Streichung der Manchester-Route zurückgegeben; die restlichen fünf werden bis zum 1. November zurückgegeben
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Von IndiGo genannte Gründe:
Im Zuge der Umstellung wird die Strecke Mumbai–Amsterdam auf die eigenen Airbus A321XLR umgestellt, während die London-Heathrow-Dienste vorübergehend eingestellt werden, bis die eigenen A350 eintreffen . IndiGo bekräftigte seine langfristigen Langstreckenambitionen, kam aber zu dem Schluss, dass die Damp-Lease-Brücke unter den aktuellen Bedingungen unwirtschaftlich ist
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Pakistan International Airlines ist bestrebt, ihr internationales Streckennetz wieder aufzubauen, nachdem sie jahrelang mit Finanzkrisen und gescheiterten Privatisierungsbemühungen zu kämpfen hatte. Die Übernahme von 787ern im Leasing von Norse würde es PIA ermöglichen, ohne große Kapitalausgaben Langstreckenkapazitäten aufzubauen, insbesondere für Routen nach Europa und Großbritannien . PIA drängt Boeing zudem, die Auslieferung von mindestens fünf der 16 bestellten 787 Dreamliner zu beschleunigen; die erste Tranche wird für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet . Ein Leasing von Norse könnte die Lücke früher schließen.
Biman Bangladesh Airlines hat eine Lücke in ihrer Langstreckenflotte und hat bereits Interesse am Ausbau ihrer 787-Flotte bekundet. Ein Leasing von Norse bietet eine schnelle Möglichkeit, Kapazitäten zu erweitern, ohne Jahre auf neue Bestellungen warten zu müssen .
Beide Fluggesellschaften benötigen zusätzliche Großraumflugzeuge, sind aber kapitalschwach – ein Leasing ist daher der praktikablere Weg .
Das Kerngeschäftsmodell von Norse Atlantic – Low-Cost-Langstreckenflüge über den Atlantik mit einer reinen Boeing-787-Flotte – hat seit der Gründung keine nachhaltige Rentabilität erreicht.
Finanzielle Entwicklung:
Wichtigste Gegenwinde:
Umstrukturierung und strategische Überprüfung:
Die Rückgabe der fünf IndiGo-787er gibt Norse mehr Flexibilität für neue ACMI-Möglichkeiten, was für die kurzfristige Liquiditätssicherung entscheidend ist . Norse plant zudem, einen Teil der zurückkehrenden Flotte im eigenen Netz einzusetzen, z. B. auf Strecken von Europa nach Orlando und New York im Winter 2026/27
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Das Überleben von Norse Atlantic hängt entweder davon ab, neue Leasingverträge für die freien 787er zu finden – die Gespräche mit PIA und Biman Bangladesh sind derzeit die vielversprechendste Option – oder einen Käufer oder Fusionspartner zu finden . Das Low-Cost-Langstreckenmodell hat sich als extrem anfällig für Treibstoffpreisspitzen und geopolitische Störungen erwiesen, und der Rückzug von IndiGo hat einen wichtigen finanziellen Rettungsanker gekappt
. Die nächsten Monate werden für die Zukunft der Airline entscheidend sein.