Der Rechtsprofessor Guo Ran von der Shanghai Maritime University fordert in der Juli Ausgabe 2026 der Fachzeitschrift „Democracy and Legal System“ ein spezielles chinesisches Gesetz zum Schutz von Unterwasser Glasfase... Guo identifiziert vier gravierende Lücken: Die Kabel sind nicht als „kritische Informationsinfra...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is the key argument made by Shanghai Maritime University law professor Guo Ran in Democracy and Legal System regarding China's approach. Article summary: Let me get more specific details from the SCMP article and other reporting on his exactHere is what Shanghai Maritime University law professor **Guo Ran** argued in the policy journal *Democracy and Legal System* (superv. Topic tags: general, government, academic, general web, education. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermark
Die Unterseekabel aus Glasfaser, die rund 99 % des weltweiten interkontinentalen Datenverkehrs transportieren, sind einer neuen Generation von Bedrohungen ausgesetzt – doch die Gesetze, die sie schützen sollen, stammen aus einer anderen Zeit. Zu diesem Schluss kommt ein prominenter chinesischer Rechtswissenschaftler.
Der Rechtsprofessor Guo Ran von der Shanghai Maritime University veröffentlichte im Juli 2026 in der Fachzeitschrift „Democracy and Legal System“ – einem politikberatenden Journal, das von der Chinesischen Gesellschaft für Rechtswissenschaften beaufsichtigt wird – eine Analyse, in der er Peking auffordert, ein eigenständiges nationales Gesetz zum Schutz der Unterwasser-Glasfaserkabel zu schaffen . Guos zentrale These: Sowohl die bestehenden chinesischen Vorschriften als auch das traditionelle internationale Seerecht versagen angesichts moderner „Grauzonenkriegsführung“ – also Aktionen, bei denen Gegner die kritische Infrastruktur auf dem Meeresboden beschädigen können, ohne dass die Taten leicht zuzuordnen oder strafrechtlich zu verfolgen sind
.
Guo identifiziert vier spezifische Lücken im bestehenden chinesischen Rechtsrahmen :
1. Keine Abdeckung der physischen Infrastruktur auf dem Meeresboden. Chinas Datensicherheitsgesetz und Cybersicherheitsgesetz regeln, wie Daten verarbeitet und über Grenzen hinweg fließen. Die physischen Unterseekabel, die diese Daten transportieren, sind davon jedoch nicht erfasst . Die Kabel selbst – die eigentlichen Glasfaserleitungen auf dem Meeresboden – liegen außerhalb beider Rechtsregime.
2. Das UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) bietet unzureichenden Schutz vor Grauzonen-Sabotage. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über das Seerecht von 1982 schützt die Freiheit, Kabel zu verlegen, bietet aber kaum Durchsetzungsmechanismen, wenn Schiffe, die mit einem Staat in Verbindung stehen, in internationalen Gewässern vorsätzlich Kabel beschädigen. Das Problem ist besonders akut, wenn Schiffe sich auf die Staatenimmunität berufen – eine Rechtsdoktrin, die ein Schiff der Gerichtsbarkeit anderer Länder entzieht .
3. Keine innerstaatliche Rechtsgrundlage für die Durchsetzung in Chinas eigenen Gewässern. Küstenstaaten können Kabelschäden in ihrem Küstenmeer nur dann bestrafen, wenn ihr eigenes nationales Recht solche Handlungen ausdrücklich unter Strafe stellt. Guo argumentiert, dass China derzeit diese innerstaatliche gesetzliche Grundlage fehlt, was selbst in Gewässern, in denen China Souveränität besitzt, ein rechtliches Vakuum schafft .
4. Keine Einstufung als „kritische Informationsinfrastruktur“. Unterwasserkabel sind noch nicht als kritische Informationsinfrastruktur (KII) eingestuft. Das bedeutet, dass sie nicht den erhöhten staatlichen Schutz genießen, der bereits für Sektoren wie Stromnetze und Nuklearanlagen gilt .
Guos Argumentation vor dem Hintergrund wachsender globaler Besorgnis über Sabotage an der ozeanischen Infrastruktur, die das Internet – und damit globale KI-Systeme, Cloud-Computing und internationale Finanzmärkte – ermöglicht . Berichte über Schiffe, die Anker absichtlich über den Meeresboden schleifen, um Kabel zu durchtrennen, und über verdächtige Aktivitäten in der Nähe von Kabel-Landestationen haben in den letzten Jahren zugenommen. Dies hat die Sicherheit von Unterseekabeln auf die Tagesordnung von Verteidigungsministerien, Think Tanks und Völkerrechtsexperten gesetzt
.
Guo stellt Chinas Verwundbarkeit als besonders groß dar, da das Land eine doppelte Rolle spielt: Es ist sowohl ein bedeutender Küstenstaat mit ausgedehnten Hoheitsgewässern als auch ein wichtiger Investor in die Digitale Seidenstraße – dem Infrastrukturarm der Belt-and-Road-Initiative, der Glasfasernetze in ganz Asien, Afrika und darüber hinaus aufbaut . Für Peking ist die Frage nicht nur theoretisch. China ist bereits an vielen der strategisch wichtigsten Unterseekabelrouten der Welt präsent
.
Guos Artikel in „Democracy and Legal System“ schlägt eine Reihe konkreter Maßnahmen vor, die ein neues chinesisches Gesetz vorsehen sollte :
Guo fordert Peking auf, „ein Governance-System für die internationale Sicherheit von Tiefseekabeln zu etablieren, das sowohl internationale rechtliche Legitimität als auch praktische Verteidigungsfähigkeiten besitzt“ .
Das von Guo identifizierte Rechtsproblem ist nicht auf China beschränkt. Auch Völkerrechtsexperten des Center for Strategic and International Studies (CSIS) haben die bestehenden vertraglichen Strafen für vorsätzliche Kabelbeschädigung als „völlig unzureichend“ und die Lücken in der Strafverfolgung als so beschrieben, dass sie es „böswilligen Akteuren ermöglichen, einer sinnvollen Rechenschaft zu entgehen“ . Wissenschaftliche Kommentare haben ebenfalls darauf hingewiesen, dass der Rechtsrahmen für Cyber-Operationen und physische Eingriffe in Unterseekabel über Friedenszeiten, Grauzonen und bewaffnete Konflikte hinweg „unterentwickelt und fragmentiert“ bleibt
.
Ein Papier des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 2023 empfahl Indien und seinen Verbündeten, Kabel durch Überwachung, Notfallplanung und multilaterale Zusammenarbeit zu sichern – Maßnahmen, die sich weitgehend mit Guos Vorschlägen für China überschneiden . Eine Studie aus dem Jahr 2026 über das Südchinesische Meer argumentierte, dass die Kabelinfrastruktur zu einer Domäne der „präemptiven Infrastruktur-Macht“ geworden sei, bei der Staaten versuchen, Kabelnetze bereits in der Bauphase zu gestalten, um sich zukünftige strategische Vorteile zu sichern
.
Die Konvergenz dieser Analysen – aus Peking, Washington, Neu-Delhi und von akademischen Einrichtungen – deutet darauf hin, dass die Sicherheitslücke bei Unterseekabeln eine wirklich globale Herausforderung ist. Guo Rans Forderung nach einem eigenen Rechtsrahmen könnte daher als Teil einer viel breiteren Diskussion darüber gelesen werden, wie das physische Rückgrat des Internets geschützt werden kann.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Der Rechtsprofessor Guo Ran von der Shanghai Maritime University fordert in der Juli Ausgabe 2026 der Fachzeitschrift „Democracy and Legal System“ ein spezielles chinesisches Gesetz zum Schutz von Unterwasser Glasfase...
Der Rechtsprofessor Guo Ran von der Shanghai Maritime University fordert in der Juli Ausgabe 2026 der Fachzeitschrift „Democracy and Legal System“ ein spezielles chinesisches Gesetz zum Schutz von Unterwasser Glasfase... Guo identifiziert vier gravierende Lücken: Die Kabel sind nicht als „kritische Informationsinfrastruktur“ eingestuft, das UN Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) bietet kaum Schutz vor Grauzonen Taktiken, es fehlt eine inn...
Die Verwundbarkeit Chinas ist besonders hoch, da es sowohl ein bedeutender Küstenstaat mit ausgedehnten Hoheitsgewässern als auch ein wichtiger Investor in die „Digitale Seidenstraße“ ist.