Forschende des Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) um Professor Partha Mitra haben die erste systematische, artsübergreifende Gehirnkarte zwischen Maus und Krallenaffe erstellt, indem sie sich auf die feinsten, sogen... Die Studie ergab, dass 43 % der Strukturen auf Blatt Ebene der Maus eine eins zu eins Entsprechu...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did scientists at Cold Spring Harbor Laboratory create the first systematic brain map linking brain regions between mice and marmosets,. Article summary: Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) scientists, led by Professor Partha Mitra and colleagues (including Christopher Mezias, Bingxing Huo, Mihail Bota, and Jaikishan Jayakumar), created the first systematic cross-species. Topic tags: general, government, education, academic, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks
Seit Jahrzehnten plagt die Neurowissenschaften und die Arzneimittelentwicklung ein grundlegendes Problem: Eine Therapie, die im Mausmodell hervorragend wirkt, scheitert in klinischen Studien am Menschen fast immer. Die Gehirne von Nagetieren und Primaten haben sich vor rund 90 Millionen Jahren evolutionär getrennt – eine Kluft, die viele Entdeckungen aus der Mausforschung am Menschen scheitern lässt .
Nun haben Wissenschaftler am Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) die erste systematische artsübergreifende Gehirnkarte erstellt, die genau diese Lücke schließen soll. Unter der Leitung von Professor Partha Mitra und seinen Kollegen Christopher Mezias, Bingxing Huo, Mihail Bota und Jaikishan Jayakumar entstand ein quantitativer Atlas, der die Gehirnregionen der Maus mit denen des Gemeinen Krallenaffen verbindet – eines Neuweltaffen, der dem Menschen evolutionär viel näher steht . Die vollständige Studie wurde am 13. August 2026 in Communications Biology veröffentlicht
.
Der entscheidende methodische Kniff der Karte ist der, dass der zuverlässigste Weg, Gehirne verschiedener Spezies zu vergleichen, auf der feinstmöglichen anatomischen Detailstufe beginnt. Das Team verankerte seinen Vergleich auf den kleinsten, feinsten Unterteilungen des Gehirns – den sogenannten Blatt-Ebene-Regionen (leaf-level regions) .
Während größere Hirnstrukturen in verschiedenen Atlanten oft uneinheitliche Namen und Grenzen haben, stimmen die meisten vorhandenen Atlanten bei diesen kleinsten, identifizierbaren Bausteinen bemerkenswert gut überein. Professor Mitra veranschaulichte den Ansatz mit einer einfachen Analogie: „Denken Sie an Bundesländer und Städte. München mag in einem Atlas München heißen und in einem anderen „München (Bayern)“, aber auf der lokalen Ebene weiß jeder genau, wovon die Rede ist“ . Indem das Team zuerst diese grundlegenden Bausteine abglich, konnten sie anschließend zuverlässig Entsprechungen zwischen größeren Hirnregionen der beiden Spezies herstellen.
Das Team analysierte Daten aus über 100 veröffentlichten Studien, die jeweils Techniken wie Injektionen von neuronalen Tracern und histologische Kartierungen nutzten, um Hirnregionen bei Mäusen und Krallenaffen zu definieren . Diese systematische Auswertung erlaubte es, Inkonsistenzen zwischen verschiedenen, weit verbreiteten Hirnatlanten beider Arten aufzulösen.
Mit computergestützten und statistischen Pipelines, die in MATLAB implementiert waren, verglichen die Forscher die räumlichen, strukturellen und Konnektivitätsprofile der Blatt-Ebene-Regionen von Maus und Krallenaffe . Sie etablierten fünf Typen von Entsprechungen zwischen den Hirnstrukturen und fanden heraus, dass 43 % der Blatt-Ebene-Strukturen der Maus eine eins-zu-eins-Entsprechung bei Krallenaffen aufweisen . Die übrigen Strukturen sind entweder artspezifisch oder haben komplexere Beziehungen.
Die Kernherausforderung besteht darin, dass sich das Nagergehirn vor etwa 90 Millionen Jahren von der Primatenlinie abgespalten hat . Viele Medikamente und neurowissenschaftliche Erkenntnisse, die bei Nagetieren vielversprechend sind, scheitern in klinischen Studien am Menschen, weil die Gehirne auf fundamentaler Ebene anders verschaltet sind.
Krallenaffen, als Neuweltaffen, teilen eine viel ähnlichere Hirnarchitektur mit dem Menschen. Indem der neue Atlas aufzeigt, welche Maus-Hirnregionen direkte Homologe beim Krallenaffen haben, sagt er Forschern, welche Aspekte der Nagetier-basierten Neurowissenschaft wahrscheinlich auch auf Primaten zutreffen.
So können Forscher die Karte in der Praxis nutzen:
Die Karte erlaubt es Forschern, vor dem Übergang zu teuren Humanstudien zu prüfen, ob ein im Mausmodell wirksamer Wirkstoff oder ein manipulierter neuronaler Schaltkreis ein analoges Gegenstück im Gehirn eines nicht-menschlichen Primaten besitzt. Dies könnte dazu beitragen, die vielversprechendsten Wirkstoffkandidaten zu priorisieren und die hohe Misserfolgsrate experimenteller Behandlungen zu senken, die bei Nagetieren erfolgreich sind, beim Menschen aber versagen .
Diese artsübergreifende Gehirnkarte baut auf jahrzehntelanger Hirnkartierungsarbeit am CSHL auf, darunter das Mouse Brain Architecture Project und Beiträge zum Brain/MINDS-Marmosetten-Konnektivitätsatlas in Japan
. Sie bietet einen einheitlichen Rahmen für den Vergleich der Hirnstruktur in der gesamten Säugetier-Linie.
Für Forscher, die neue Behandlungen für neurologische und psychiatrische Erkrankungen entwickeln, bietet diese Karte einen dringend benötigten Realitätscheck – und eine Möglichkeit, Ressourcen auf die Erkenntnisse zu konzentrieren, die am ehesten den Sprung von der Maus zum Menschen schaffen.
43 % der Blatt-Ebene-Hirnregionen der Maus haben direkte eins-zu-eins-Gegenstücke im Krallenaffenhirn, so die Analyse des CSHL-Teams . Die verbleibenden Regionen könnten artspezifische Anpassungen sein. Diese artsübergreifende Karte gibt Neurowissenschaftlern ein systematisches Werkzeug an die Hand, um zu entscheiden, welche Nagetierbefunde es wert sind, in Primaten weiterverfolgt zu werden – und welche evolutionäre Sackgassen für die Humanmedizin darstellen.
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Forschende des Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) um Professor Partha Mitra haben die erste systematische, artsübergreifende Gehirnkarte zwischen Maus und Krallenaffe erstellt, indem sie sich auf die feinsten, sogen...
Forschende des Cold Spring Harbor Laboratory (CSHL) um Professor Partha Mitra haben die erste systematische, artsübergreifende Gehirnkarte zwischen Maus und Krallenaffe erstellt, indem sie sich auf die feinsten, sogen... Die Studie ergab, dass 43 % der Strukturen auf Blatt Ebene der Maus eine eins zu eins Entsprechung bei Krallenaffen aufweisen; die übrigen sind artspezifisch [19].
Die Karte ermöglicht es Hirnforschern, vorab zu prüfen, ob ein im Nagetiermodell erfolgreicher Wirkstoff oder ein entdeckter neuronaler Schaltkreis ein direktes Gegenstück im Primatenhirn besitzt, und könnte so die ho...