Am 11. August kündigte Selenskyj an, die Ukraine habe den US-Unterhändlern ein formelles Friedensangebot übergeben. Gleichzeitig warnte er, Russland könne die bevorstehende Parlamentswahl als Vorwand für eine neue Mobilmachung nutzen .
Einen Tag später sprach Selenskyj von einem „gemeinsamen Plan“ mit internationalen Partnern, um Putin zur Beendigung des Krieges zu drängen. Konkrete Details nannte er nicht. Er betonte jedoch, dass die Stabilisierung der Frontlinie und der Ausbau der Luftverteidigung zentrale Voraussetzungen seien, um Russland an den Verhandlungstisch zu zwingen .
Russland hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen bekundet, will aber zunächst über US-Vorschläge sprechen . Gleichzeitig dementierte Moskau kategorisch, dass Washington bereits neue Vorschläge unterbreitet habe
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Der Kreml bekräftigte am 29. Juni, dass seine Kernforderungen unverändert seien: Die Ukraine müsse sich aus den vier von Russland beanspruchten Regionen zurückziehen und ihre NATO-Ambitionen aufgeben . Zudem schloss Russland ein „Einfrieren“ des Konflikts aus und beharrt auf der Behandlung der sogenannten „Ursachen“ des Krieges
. Am 1. August erklärte ein Kremlbeamter, Moskau habe nicht vor, die Gespräche wieder aufzunehmen, bevor es die vollständige Kontrolle über den Donbass erlangt habe
.
Die letzte Runde der US-vermittelten trilateralen Gespräche in Genf im Februar 2026 endete ohne Durchbruch. Zwar wurde auf militärischer Ebene ein gewisser Fortschritt erzielt, doch die zentralen territorialen Streitfragen blieben ungelöst .
Die Verhandlungen stockten zusätzlich, nachdem der Konflikt mit Iran die Aufmerksamkeit Washingtons band. Im Juni erklärte der Kreml, die Kontakte mit Witkoff und Kushner seien pausiert, weil die Gesandten „mit anderen Fragen beschäftigt“ seien. Man zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Gespräche wieder aufgenommen würden .
US-Außenminister Marco Rubio kündigte am 31. Juli an, die USA würden innerhalb weniger Wochen versuchen, die Ukraine-Russland-Gespräche wiederzubeleben, betonte aber, dass der Erfolg vom Willen beider Seiten abhänge .
Analysten zufolge wird keiner der derzeit diskutierten Vorschläge sowohl Kiew als auch Moskau gerecht. Beide Seiten hätten keine Ausstiegsstrategie aus dem Krieg, weshalb eine Einigung im Jahr 2026 unwahrscheinlich sei .
Die diplomatische Spur wird mit einem hochrangigen US-Besuch, einem neuen ukrainischen Vorschlag und der russischen Gesprächsbereitschaft wiederbelebt. Die grundlegende Kluft in den Fragen nach Territorium, Kontrolle über den Donbass und NATO-Mitgliedschaft bleibt jedoch unüberbrückt. Formelle Friedensverhandlungen sind weiterhin faktisch ausgesetzt.