Nur Stunden später traf ein zweiter russischer Angriff einen weiteren Personenzug mit rund 500 Menschen in derselben Region; ein Kind wurde dabei verletzt .
Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff scharf. Der Zug sei ein „rein ziviles Ziel“ gewesen, und die Drohnenbediener hätten unmöglich übersehen können, dass sie einen Personenzug angriffen . Er stellte ein Video der zerstörten Lokomotive ins Netz und machte deutlich, dass dieser Angriff Teil einer systematischen russischen Kampagne gegen die zivile Infrastruktur und die Eisenbahn der Ukraine sei
.
Der Drohnenangriff erfolgte in einer Phase massiver russischer Luftangriffe auf die gesamte Ukraine. Allein in den 24 Stunden bis zum 13. August töteten russische Attacken mindestens acht Menschen und verletzten 50 weitere . In der Nacht zum 12. August griff Russland die Ukraine mit ballistischen Raketen und 138 Angriffsdrohnen an
. In der Nacht vom 8. auf den 9. August wurde die Region Odessa mit Raketen und 202 Drohnen beschossen
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Die UN-Menschenrechtsbeobachtermission in der Ukraine (HRMMU) berichtete am 13. August, dass im Juli 2026 mindestens 437 Zivilisten getötet und 2.610 verletzt wurden – ein Anstieg um 30 Prozent gegenüber Juni 2026 und die höchste monatliche Opferzahl seit Mai 2022 . Im Vergleich zum Juli 2025 entspricht dies einem Anstieg von 70 Prozent
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Selenskyj nutzte die Gelegenheit, um bei den westlichen Partnern erneut eindringlich für mehr Luftabwehrsysteme zu werben. Nach einem massiven Angriff auf Kiew in der Nacht zum 5. August, bei dem die Hauptstadt gegen ballistische Raketen völlig schutzlos war, erklärte er, die Anzahl der 2026 von westlichen Partnern gelieferten Luftabwehrraketen sei „im Vergleich zum Vorjahr um das Dreifache gesunken“ . Er forderte mehr Patriot-Abfangraketen und andere Systeme, da Russland seine Raketenproduktion massiv hochfahre
. Auf dem NATO-Gipfel in der Türkei im Juli 2026 sagte er: „Wir sind in der Lage, alles andere selbst zu tun, aber bei der Luftverteidigung brauchen wir die Entschlossenheit unserer Partner“
. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, er verhandle mit den Verbündeten über die Fortsetzung der Militärhilfe
. Die Kernbotschaft: Die ukrainischen Luftabwehrbestände sind kritisch niedrig, während die russischen Angriffe auf die Zivilbevölkerung – einschließlich Personenzüge – ihre höchste Intensität seit den ersten Kriegsmonaten erreicht haben.