Dieses doppelte Extremereignis legte eine wachsende strukturelle Verwundbarkeit des zunehmend solarlastigen europäischen Stromnetzes offen: Wenn die Sonne im ungünstigsten Moment verschwindet und gleichzeitig andere Erzeugungsquellen durch extreme Hitze gedrosselt werden, hat das System nur einen sehr dünnen Puffer.
Die Sonnenfinsternis ließ die Solarstromerzeugung zwischen etwa 19:00 und 20:00 Uhr MEZ massiv einbrechen – genau zu der Zeit, wenn der Kühlbedarf am Abend seinen Höhepunkt erreicht und die Solarproduktion natürlicherweise sinkt. In Deutschland verdoppelten sich die Spotpreise kurzzeitig auf etwa 461 Euro pro MWh für eine 15-Minuten-Periode ; andere Berichte sprechen von deutschen Preisen nahe 500 €/MWh . Die französischen und deutschen Intraday-Preise notierten um 19:45 Uhr deutlich über 450 €/MWh . Die Prognosen des europäischen Übertragungsnetzbetreiber-Verbands ENTSO-E hatten bereits einen Anstieg auf rund 460 €/MWh für den Abend der Finsternis vorhergesagt .
Die extremen Temperaturen schränkten die französische Atomstromproduktion ein, weil hohe Flusswassertemperaturen die Kühlkapazität begrenzten. Gleichzeitig sorgte die Hitzewelle für eine Flaute, die die deutsche Windenergieerzeugung unterdrückte . Die Spotpreise waren bereits in den Tagen vor der Finsternis um mehr als 20 Prozent gestiegen . Zusätzlich reduzierten die hohen Temperaturen den Wirkungsgrad von GuD-Gaskraftwerken (Gas- und Dampfturbinen), sodass selbst schnell hochfahrbare Reservekraftwerke nicht mit voller Kapazität arbeiten konnten .
Die Hitzewelle trieb den Stromverbrauch für Klimaanlagen und Kühlung massiv in die Höhe, was den Angebotsengpass weiter verschärfte . Die Day-Ahead-Preise waren bereits am 11. August um 21,8 Prozent in Frankreich auf 142,5 €/MWh und um 22,8 Prozent in Deutschland auf 138,5 €/MWh gestiegen .
Weniger Solarstrom + weniger Atomstrom + weniger Windstrom + mehr Nachfrage schufen eine Deckungslücke, die der Großhandelsmarkt mit extremen Preisen beantwortete. Die schnell regelbaren Reservekraftwerke (Gasturbinen) waren durch die anhaltende Hitzewelle ohnehin bereits stark beansprucht .
Europa hat in den letzten Jahren massiv Solarkapazitäten zugebaut. Doch wenn eine Sonnenfinsternis diese in einem kurzen, hochsensiblen Nachfragefenster ausschaltet, braucht das System blitzschnelle Substitute. Dass sich die Preise innerhalb von 15 Minuten verdoppelten, zeigt, wie dünn die Reserven bei solchen Ereignissen sind . Der Zeitpunkt der Finsternis – während des abendlichen Lastanstiegs, wenn die Solarproduktion ohnehin abfällt – war besonders ungünstig.
Hitzewellen treiben nicht nur die Kühlungsnachfrage in die Höhe. Sie drosseln auch die Atomstromproduktion (durch thermische Ableitungsgrenzen des zur Kühlung genutzten Flusswassers), senken den Wirkungsgrad von Gasturbinen und können gleichzeitig mit geringen Windgeschwindigkeiten einhergehen . Das bedeutet, dass die üblichen „Backup“-Quellen ebenfalls beeinträchtigt sind.
Die europäische Stromkoordinierungsgruppe der EU-Kommission erklärte, es habe keine kurzfristigen Versorgungssicherheitsrisiken gegeben, das System sei stabil geblieben, wenn auch die Lage angespannt erwartet wurde . Die grenzüberschreitende Koordination und der europäische Strombinnenmarkt halfen, die Lichter an zu lassen – aber die Preise trugen die volle Last .
Da der europäische Strommix immer wetterabhängiger wird, wird die Kluft zwischen Durchschnittspreisen und Extremereignis-Preisen weiter wachsen – es sei denn, es gibt deutlich mehr steuerbare Speicherkapazitäten, flexible Nachfrage (Demand Response) und leistungsfähige grenzüberschreitende Verbindungen, um diese Minuten-langen Versorgungsschocks auszugleichen.
Dieses doppelte Extremereignis legte eine wachsende strukturelle Verwundbarkeit des zunehmend solarlastigen europäischen Stromnetzes offen: Wenn die Sonne im ungünstigsten Moment verschwindet und gleichzeitig andere Erzeugungsquellen durch extreme Hitze gedrosselt werden, hat das System nur einen sehr dünnen Puffer.
Die Sonnenfinsternis ließ die Solarstromerzeugung zwischen etwa 19:00 und 20:00 Uhr MEZ massiv einbrechen – genau zu der Zeit, wenn der Kühlbedarf am Abend seinen Höhepunkt erreicht und die Solarproduktion natürlicherweise sinkt. In Deutschland verdoppelten sich die Spotpreise kurzzeitig auf etwa 461 Euro pro MWh für eine 15-Minuten-Periode ; andere Berichte sprechen von deutschen Preisen nahe 500 €/MWh . Die französischen und deutschen Intraday-Preise notierten um 19:45 Uhr deutlich über 450 €/MWh . Die Prognosen des europäischen Übertragungsnetzbetreiber-Verbands ENTSO-E hatten bereits einen Anstieg auf rund 460 €/MWh für den Abend der Finsternis vorhergesagt .
Die extremen Temperaturen schränkten die französische Atomstromproduktion ein, weil hohe Flusswassertemperaturen die Kühlkapazität begrenzten. Gleichzeitig sorgte die Hitzewelle für eine Flaute, die die deutsche Windenergieerzeugung unterdrückte . Die Spotpreise waren bereits in den Tagen vor der Finsternis um mehr als 20 Prozent gestiegen . Zusätzlich reduzierten die hohen Temperaturen den Wirkungsgrad von GuD-Gaskraftwerken (Gas- und Dampfturbinen), sodass selbst schnell hochfahrbare Reservekraftwerke nicht mit voller Kapazität arbeiten konnten .
Die Hitzewelle trieb den Stromverbrauch für Klimaanlagen und Kühlung massiv in die Höhe, was den Angebotsengpass weiter verschärfte . Die Day-Ahead-Preise waren bereits am 11. August um 21,8 Prozent in Frankreich auf 142,5 €/MWh und um 22,8 Prozent in Deutschland auf 138,5 €/MWh gestiegen .
Weniger Solarstrom + weniger Atomstrom + weniger Windstrom + mehr Nachfrage schufen eine Deckungslücke, die der Großhandelsmarkt mit extremen Preisen beantwortete. Die schnell regelbaren Reservekraftwerke (Gasturbinen) waren durch die anhaltende Hitzewelle ohnehin bereits stark beansprucht .
Europa hat in den letzten Jahren massiv Solarkapazitäten zugebaut. Doch wenn eine Sonnenfinsternis diese in einem kurzen, hochsensiblen Nachfragefenster ausschaltet, braucht das System blitzschnelle Substitute. Dass sich die Preise innerhalb von 15 Minuten verdoppelten, zeigt, wie dünn die Reserven bei solchen Ereignissen sind . Der Zeitpunkt der Finsternis – während des abendlichen Lastanstiegs, wenn die Solarproduktion ohnehin abfällt – war besonders ungünstig.
Hitzewellen treiben nicht nur die Kühlungsnachfrage in die Höhe. Sie drosseln auch die Atomstromproduktion (durch thermische Ableitungsgrenzen des zur Kühlung genutzten Flusswassers), senken den Wirkungsgrad von Gasturbinen und können gleichzeitig mit geringen Windgeschwindigkeiten einhergehen . Das bedeutet, dass die üblichen „Backup“-Quellen ebenfalls beeinträchtigt sind.
Die europäische Stromkoordinierungsgruppe der EU-Kommission erklärte, es habe keine kurzfristigen Versorgungssicherheitsrisiken gegeben, das System sei stabil geblieben, wenn auch die Lage angespannt erwartet wurde . Die grenzüberschreitende Koordination und der europäische Strombinnenmarkt halfen, die Lichter an zu lassen – aber die Preise trugen die volle Last .
Da der europäische Strommix immer wetterabhängiger wird, wird die Kluft zwischen Durchschnittspreisen und Extremereignis-Preisen weiter wachsen – es sei denn, es gibt deutlich mehr steuerbare Speicherkapazitäten, flexible Nachfrage (Demand Response) und leistungsfähige grenzüberschreitende Verbindungen, um diese Minuten-langen Versorgungsschocks auszugleichen.