Die Forscher kombinierten Daten aus zwei großen Hubble-Durchmusterungen – dem Panchromatic Hubble Andromeda Treasury (PHAT) und dem Panchromatic Hubble Andromeda Southern Treasury (PHAST) – um eine räumlich aufgelöste Sternentstehungsgeschichte für die gesamte Scheibe von Andromeda zu erstellen . Sie teilten die Galaxie in tausende 300 Lichtjahre breite Quadrate ein und bestimmten, wie viele Sterne in jeder Region zu verschiedenen Zeiten entstanden sind . Der zeitliche Verlauf:
Der allmähliche Rückgang über eine halbe Milliarde Jahre wird auf die natürliche Erschöpfung des Gasvorrats von Andromeda nach einem großen Sternentstehungsausbruch vor etwa 2 Milliarden Jahren zurückgeführt. Der beschleunigte Abfall in den letzten 40 Millionen Jahren ist jedoch ungewöhnlich steil und deutet auf eine zusätzliche, erst kürzlich erfolgte Störung hin .
Die Verbindung zwischen M32 und dem jüngsten steilen Rückgang beruht auf zwei Hauptindizien:
Der Hauptautor der Studie, Tobin Wainer, erklärte, dass der Zeitpunkt und der Ort des plötzlichen Rückgangs "stark auf eine enge Wechselwirkung mit M32 hindeuten". Das Team hat jedoch noch keine direkten kinematischen oder gasdynamischen Signaturen eines solchen jungen Vorbeiflugs entdeckt . Der genaue Mechanismus – ob M32 Gas abgestreift, die Gasscheibe aufgeheizt oder eine Schockwelle ausgelöst hat, die die Sternentstehung unterbrach – bleibt unbestätigt.
Bislang wurden noch keine spezifischen Missionen oder Beobachtungskampagnen angekündigt, die sich direkt auf die Hypothese der Wechselwirkung zwischen M32 und Andromeda konzentrieren. Die folgenden Kapazitäten sind jedoch die vielversprechendsten Wege zur Bestätigung:
Die Verbindung zu M32 ist eine führende Hypothese, keine bestätigte Entdeckung. Astronomen weisen darauf hin, dass "eine nahe gelegene kleine Galaxie namens M32 eine ruhigere Region beeinflusst haben könnte, aber die Astronomen noch mehr Arbeit vor sich haben, um diese Verbindung zu bestätigen" . Der Rückgang der Sternentstehung hat zudem eine längerfristige Komponente (den Trend über eine halbe Milliarde Jahre), die nichts mit M32 zu tun hat und wahrscheinlich durch die natürliche Gasverarmung der Galaxie nach ihrem uralten Sternentstehungsausbruch verursacht wird.