Das DMRadio-Programm ist der Kern von MITs Axion-Suche unterhalb einer Masse von 1 μeV. Alle Phasen des Programms nutzen dasselbe Grundprinzip – ein starkes Magnetfeld wandelt Axionen in ein detektierbares elektromagnetisches Signal um –, jedoch in zunehmender Größe und Empfindlichkeit .
Jessica Fry ist eine Doktorandin der Physik im fünften Jahr am MIT Laboratory for Nuclear Science. Sie baut spezielle Detektoren für das DMRadio-Programm. Ihr Werdegang ist ungewöhnlich: Bevor sie zur Physik wechselte, war sie professionelle Broadway-Darstellerin. Das MIT beschreibt ihren Wandel als „von der Broadway-Bühne zum MIT Laboratory for Nuclear Science“. Über die Axion-Suche sagt sie: „Es ist ein schwieriges Problem. Aber es ist eines, das sich lösen lässt. Es ist eine spannende Jagd“ . Für ihre führende Rolle bei der Suche nach Dunkler Materie wurde Fry in die Forbes-Liste „30 Under 30 – Science (2026)“ aufgenommen .
Das Feld wächst rasant, und es herrscht durchaus Optimismus. Dennoch wäre die Aussage, die Entdeckung sei „unvermeidlich“, angesichts der Beweislage zu stark. Zahlreiche Experimente – ADMX, CAPP, HAYSTAC, ABRACADABRA und andere – haben den erlaubten Parameterraum stetig eingeengt. DMRadio-m³ und ADMX-EFR sind auf dem besten Weg, in den kommenden Jahren die theoretisch vielversprechendsten QCD-Axion-Modelle (KSVZ und DFSZ) zu testen . Viele der beteiligten Physiker:innen bezeichnen die Jagd als ein lösbares Problem mit einem unverwechselbaren, vorhersagbaren Signal .
Doch bislang wurde kein Axion-Signal nachgewiesen. Es ist weiterhin möglich, dass die Axion-Masse in Bereichen liegt, die experimentell schwer zugänglich sind. Die Haltung lässt sich am besten als vorsichtiger Optimismus beschreiben: Die Werkzeuge sind endlich da, die entweder das Axion entdecken oder es über weite Massenbereiche endgültig ausschließen könnten – beides wäre ein großer wissenschaftlicher Durchbruch.