Der Report ordnet die Ereignisse des Sommers in einen globalen Kontext ein: Die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 100 Milliarden US-Dollar (10 % unter dem Zehnjahresdurchschnitt). Dies sei jedoch ein trügerisches Bild, denn es „kaschiert das steigende Naturkatastrophenrisiko“ durch Hitze und Brände .
Das Ausmaß der Feuersaison 2026 ist in mehreren zentralen Kennzahlen beispiellos.
Der Swiss-Re-Report betont, dass der Schaden weit über die unmittelbaren Brandzonen hinausgeht. Anhaltende Dürre und extreme Hitze lösen Kaskadeneffekte in der kritischen Infrastruktur aus.
Das Swiss Re Institute ordnet die Brände des Jahres 2026 in einen globalen Trend ein, der die Versicherungsbranche grundlegend verändert.
Der Report des Swiss Re Institute ist sowohl eine Warnung als auch ein Aufruf zum Handeln. Die Autoren betonen, dass das Waldbrandrisiko in Europa zwar derzeit noch als moderat eingestuft wird, die rasche Zunahme brandbegünstigender Bedingungen jedoch eine genauere Beobachtung durch Politik, Versicherer und Infrastrukturplaner erfordert. Die Kaskadeneffekte – von Ernteausfällen bis zum Zusammenbruch der Binnenschifffahrt – zeigen, dass Hitzebelastung kein sektorspezifisches Problem ist, sondern eine systemische Herausforderung, die Gesundheit, Energie, Wasser und die Wirtschaft gleichermaßen betrifft. Wie Swiss Re's Grollimund es formulierte: „Eine zusätzliche Risikotransferkapazität kann die Maßnahmen zur Reduzierung des zugrunde liegenden Risikos nicht ersetzen, um Versicherungen erschwinglich zu halten“ .