Mehrere Berichte rechnen mit einer Vorstellung zwischen Oktober 2026 und Anfang 2027 . Das mutmaßliche HomePad soll ein nahezu quadratisches 7-Zoll-LCD besitzen und optisch an ein iPad erinnern. Geplant sind offenbar zwei Ausführungen: eine Version für die Wandmontage sowie ein Modell mit Lautsprecherbasis. Die Basis soll eine halbkugelförmige Form haben, die an den iMac G4 erinnert .
Der erwartete Preis von etwa 350 US-Dollar wäre für Apple-Verhältnisse nicht ungewöhnlich, im Vergleich zur Konkurrenz aber ambitioniert. Das Gerät läge damit deutlich über günstigeren Angeboten wie Google Nest Hub oder Amazon Echo Show; im Fall des Nest Hub der zweiten Generation wäre es mehr als dreimal so teuer .
Im Inneren soll ein A18-Chip arbeiten. Als Software ist ein neues, auf tvOS basierendes Betriebssystem im Gespräch, das Elemente aus watchOS und iOS kombiniert . Die Oberfläche könnte ähnlich wie bei iPhone und iPad mit App-Symbolen, Widgets und einer Rasteransicht funktionieren .
Zu den erwarteten Funktionen gehören:
Der wichtigste Baustein dürfte jedoch die neue Siri-KI sein. Sie soll auf Apple Intelligence basieren und deutlich gesprächiger sowie kontextbezogener arbeiten als die bisherige Sprachassistenz . Die Hardwareanforderungen erklären zugleich, warum sich das Projekt offenbar mehrfach verzögert hat: Die leistungsfähigere Siri benötigt mindestens einen A17-Pro- oder M3-Chip. Die aktuellen HomePods mit S5- beziehungsweise S7-Chips wären damit außen vor .
Ursprünglich soll Apple den Hub bereits für März 2025 vorgesehen haben. Verzögerungen bei der Entwicklung der neuen Siri führten jedoch zu mehreren Verschiebungen .
Eine eigene Apple-Kamera für das Zuhause wurde bisher nicht offiziell angekündigt. Die Indizien sind zuletzt aber deutlich konkreter geworden.
Entwickler entdeckten in iOS 27 Verweise auf ein neues Smart-Home-Gerät, bei dem es sich offenbar um eine Sicherheitskamera von Apple handelt . Die Funde, über die zunächst Partner von 9to5Mac berichteten, passen zu früheren Aussagen von Bloomberg über eine besonders auf Privatsphäre ausgerichtete Kamera für den Innenbereich .
In den Verweisen der Home-App taucht außerdem die interne Kennzeichnung isFirstPartyAccessory auf. Sie gilt als starkes Indiz dafür, dass Apple eigenes Zubehör für die Home-App vorbereitet . Ein solcher Eintrag ist zwar noch keine Produktankündigung, passt aber zur bisherigen Berichterstattung über Apples Smart-Home-Roadmap.
Auch die offiziellen Release Notes zu iOS 27 Beta 4 liefern wichtige Hinweise: Aufnahmen von HomeKit Secure Video können bei aktivierter Apple Intelligence auf dem Gerät und über Private Cloud Compute verarbeitet werden. Dadurch werden automatisch erzeugte Videobeschreibungen und eine Suche in den Aufnahmen möglich .
Zudem unterstützen iOS 27 und tvOS 27 für kompatible HomeKit-Secure-Video-Kameras künftig 4K-Streaming und 4K-Aufnahmen . Die umfassenden Verbesserungen wirken wie eine Vorbereitung auf neue Kamera-Hardware – möglicherweise auch auf Apples eigenes Modell.
Die erwartete Kamera soll direkt mit Amazons Ring und Googles Nest konkurrieren. Als Grundlage wird HomeKit Secure Video genannt, einschließlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über iCloud . Die Videoanalyse könnte dabei auf dem Gerät oder über Apples Private Cloud Compute erfolgen. Nach Apples Beschreibung soll das Unternehmen selbst keinen Zugriff auf die Videoinhalte erhalten .
Über die technischen Daten der Kamera ist bislang wenig bekannt. Berichten zufolge könnte sie Bilder aufnehmen, Alarmgeräusche erkennen und mit mehreren Sensoren ausgestattet sein . Außerdem soll Apple neben einer Kamera auch eine Video-Türklingel erwägen .
Die Berichte deuten nicht auf ein isoliertes Gerät, sondern auf einen größeren Neustart der Apple-Home-Produktlinie hin :
Der rote Faden ist die KI-Siri. Sie könnte zur zentralen Schnittstelle für Apples Smart Home werden – also nicht nur Geräte einschalten, sondern auch Fragen beantworten, Abläufe steuern und Informationen kontextbezogen anzeigen. Gleichzeitig entsteht dadurch ein klarer Anreiz zum Kauf neuer Hardware, weil die aktuellen HomePods die benötigte Rechenleistung nicht besitzen .
Apple setzt dabei auf zwei Vorteile: die enge Verzahnung mit iPhone, iPad, Apple TV und HomeKit sowie Datenschutz durch lokale Verarbeitung, Private Cloud Compute und Verschlüsselung . Amazon und Google sind bei günstigen Smart Displays und Kameras zwar etabliert, Apple könnte sich daher bewusst über Integration und Privatsphäre im Premiumsegment positionieren.
Trotz der vielen Hinweise gilt: Apple hat weder das HomePad noch die eigene Sicherheitskamera offiziell angekündigt. Die Angaben stammen aus Bloomberg-Berichten, Entwickleranalysen, Betacode und weiteren Leaks. Besonders die Kamera bleibt vorerst unbestätigt. Die Verweise in iOS 27 sind allerdings das bislang deutlichste Signal dafür, dass Apple an eigener HomeKit-Hardware arbeitet .