Shein hat mehrere zentrale Hürden genommen und treibt die Pläne jetzt zügig voran:
Shein hat angedeutet, dass es bis zu 8 % seiner Aktien anbieten könnte; der endgültige Anteil dürfte aber niedriger ausfallen .
Das Unternehmen will eigenen Angaben zufolge rund 2 bis 3 Milliarden US-Dollar einsammeln, wie mit der Sache vertraute Personen berichten . Die endgültige Summe hängt von der Nachfrage und der finalen Bewertung ab .
Der bei der Hongkonger Börse am 26. Juli 2026 eingereichte Prospektentwurf gewährte Anlegern erstmals einen detaillierten Blick auf die Finanzen . Die Zahlen gaben zu denken:
Für das Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz um 8 % auf 41,8 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn fiel jedoch um 38,7 % auf 2,06 Milliarden US-Dollar .
Die Verluste im ersten Quartal haben zwei Hauptursachen:
Der Weg des Konzerns nach Hongkong war lang und steinig:
Frühere Geldgeber, die zu deutlich höheren Bewertungen eingestiegen sind, sollen im Rahmen der Deal-Struktur entschädigt werden. Shein hat bekräftigt, dass die Konditionen für frühere Investoren – denkbar sind etwa Nachbesserungsrechte (Ratchets) oder garantierte Renditen – Teil der Vereinbarungen sind. Die konkreten Details wurden in den öffentlichen Unterlagen aber nicht genannt .
Sheins Börsengang in Hongkong wird einer der am genauesten beobachteten IPOs des Jahres 2026 – jedoch mit erheblichem Risiko. Die Wachstumsmaschine stottert, der wichtigste Markt schrumpft wegen neuer Zölle, und die Bewertung wurde um mehr als die Hälfte gekürzt. Anleger werden genau prüfen müssen, ob Shein in einer Welt ohne seinen bisherigen Zollvorteil bestehen kann – und ob die angestrebte Bewertung tatsächlich gerechtfertigt ist.