Der Dienst läuft zunächst nur unter Aufsicht: Ein von TfL lizenzierter Sicherheitsfahrer muss jederzeit an Bord sein, die Hände vom Lenkrad nehmen, aber bei Bedarf eingreifen können . Die Fahrgäste können ein Wayve-gesteuertes Robotaxi wie gewohnt über die Uber-App buchen; jeder Fahrgast wird von einem lizenzierten Sicherheitsfahrer begleitet .
Bereits im Juni 2026 hatte Uber eine Interessentenliste eröffnet – über 100.000 Londoner haben sich eingetragen . Die ersten Fahrten sollen im Spätsommer 2026 mit einer ausgewählten Nutzergruppe beginnen, bevor der Dienst für die breite Öffentlichkeit freigegeben wird .
Waymo kündigte im Oktober 2025 an, einen vollständig fahrerlosen Dienst in London im Jahr 2026 starten zu wollen und nannte später das vierte Quartal 2026 als Ziel . Im April 2026 begann Waymo mit Tests einer Flotte von rund 100 vollelektrischen Jaguar I-Pace auf Londons öffentlichen Straßen . Allerdings hat Waymo noch keine PHV-Lizenz für den kommerziellen Betrieb erhalten – ein deutlicher Rückstand gegenüber Uber und Wayve .
Baidu (über Lyft): Der chinesische Technologiekonzern und die US-Plattform Lyft kündigten im Juni 2026 an, Baidus Apollo-Go-Robotaxis „in den kommenden Wochen“ in London zu testen . Dies ist noch eine reine Testphase, eine kommerzielle Lizenz liegt nicht vor .
Ubers mehrgleisige Strategie: Uber setzt nicht nur auf Wayve. Das Unternehmen arbeitet auch mit Waymo in den USA zusammen und testet Baidu-Fahrzeuge. Uber hält zudem einen Anteil von 30 % am europäischen Flottenbetreiber Avomo (ehemals Moove Cars) und baut ein Ökosystem aus mehreren Technologiepartnern auf .
Wayve verfolgt einen End-to-End-Maschinenlernansatz: Die KI lernt direkt aus den Rohdaten der Sensoren – Kameras, Radar und Lidar –, um das Fahrzeug wahrzunehmen, zu planen und zu steuern. Anders als bei vielen Mitbewerbern gibt es keine manuell programmierten Regeln für jedes Fahrszenario . Das System soll wie ein menschlicher Fahrer aus Erfahrung lernen und Wissen von einer Situation auf eine andere übertragen, ohne für jeden Sonderfall explizit programmiert zu sein .
Die erste Flotte besteht aus vollelektrischen Ford Mustang Mach-E-Crossovern, die mit dem Wayve AI Driver sowie Umgebungs-Kameras und Radar ausgestattet sind . Wayve kündigte im Juli 2026 an, seine KI auch in Stellantis-Fahrzeugen für Robotaxi-Einsätze im Uber-Netzwerk zu integrieren – ein klares Zeichen für eine plattformunabhängige Strategie .
Moove (250 Mio. USD Serie C bei 2,1 Mrd. USD Bewertung) – Am selben Tag wie die TfL-Lizenz verkündete das globale Mobilitätsfinanz-Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 250 Mio. USD, angeführt von Mubadala aus Abu Dhabi und Mitorganisiert von Toyotas Wachstumsfonds Woven Capital und Ion Pacific . Moove versteht sich als „Betriebsebene für autonome Mobilität“ und finanziert Fahrzeuge, managt Flotten, betreibt Wartungshubs („Nests“) und Ladeinfrastruktur für Robotaxi-Flotten . Das Unternehmen betreibt rund 42.000 Fahrzeuge in 29 Städten in 13 Ländern und managt autonome Flotten in Partnerschaft mit Waymo in Phoenix und Miami – London soll folgen .
Wayves eigene Fundings: Wayve sicherte sich 1,2 Mrd. USD in einer Finanzierungsrunde im Februar 2026 und eine weitere Serie D in Höhe von 1,5 Mrd. USD im Mai 2026, um seine globale Plattform auszurollen . Das Unternehmen plant, 2026 kommerzielle Robotaxi-Tests zu starten und ab 2027 überwachte Autonomie-Software in Privatfahrzeugen anzubieten .
Ubers breites AV-Partnernetzwerk: Uber hält Beteiligungen und Partnerschaften mit zahlreichen Unternehmen für autonome Fahrzeuge, darunter Wayve (Technologiepartner), Avomo (europäischer Flottenbetreiber, 30 % Anteil), Waymo (US-Kooperation) und Baidu (Testpartnerschaft) . Dieser Multi-Partner-Ansatz erlaubt es Uber, schnell Robotaxis in verschiedenen Städten einzusetzen, ohne von einem einzigen Technologieanbieter abhängig zu sein.
| Entwicklung | Status | Wichtiges Detail |
|---|---|---|
| Uber/Wayve TfL-Lizenz (Aug. 2026) | Genehmigt | PHV-Lizenzen für überwachten Robotaxi-Dienst |
| Erste Fahrgastfahrten | Voraussichtlich Spätsommer 2026 | Über 100.000 auf der Interessentenliste; ausgewählte Nutzer erhalten Einladungen |
| Waymo kommerzieller Start in London | Nur Testphase; Ziel Q4 2026 | Ca. 100 Jaguar I-Pace auf öffentlichen Straßen; noch keine PHV-Lizenz |
| Baidu/Lyft-Tests in London | Testphase; „kommende Wochen“ (Juni 2026) | Apollo-Go-Robotaxis; keine kommerzielle Lizenz |
| Wayve AI Driver | End-to-End ML, Kamera- und Sensorbasiert | Lernt aus Sensordaten wie ein menschlicher Fahrer |
| Moove Serie C | 250 Mio. USD bei 2,1 Mrd. USD Bewertung (5. Aug. 2026) | Co-geführt von Toyotas Woven Capital; baut Robotaxi-Infrastruktur auf |
| Wayve Gesamtfinanzierung | 1,2 Mrd. USD (Feb.) + 1,5 Mrd. USD (Mai 2026) | Tests 2026, kommerzielle Fahrzeugausstattung ab 2027 |
Die Partnerschaft zwischen Uber und Wayve ist der klare Spitzenreiter für den ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst in London. Waymo und Baidu müssen erst noch regulatorische Hürden nehmen und ihre Testphasen abschließen. Der nächste entscheidende Meilenstein wird sein, ob noch in diesem Sommer die ersten zahlenden Fahrgäste einsteigen – und wie schnell TfL eine Lizenz für den vollständig fahrerlosen Betrieb erteilt.