Der Haupttreiber war die explosionsartige Nachfrage nach KI-Infrastruktur . Die Sparte Cloud- und Netzwerkprodukte – zu der KI-Server und KI-Netzwerkhardware gehören – verzeichnete das stärkste Wachstum und profitierte von einem "starken Pull-in" durch KI-Kunden . Auch die Auslieferungen von Komponenten für KI-Netzwerkhardware trugen zum Ergebnis bei .
Diese Entwicklung spiegelt einen strukturellen Wandel wider: Bereits im vorangegangenen Quartal (Q2 2025) erzielte die KI-Server-Sparte von Foxconn zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte mehr Umsatz als das Smart-Consumer-Electronics-Segment (also die iPhone-Montage) .
Das Management von Foxconn hatte für das dritte Quartal ein deutliches Umsatzplus prognostiziert und dies mit der anhaltend starken KI-Nachfrage sowie der traditionellen Hochsaison für Technologieprodukte begründet . Die anschließend vorgelegten Ergebnisse für Q3 2025 bestätigten diesen Ausblick: Der Umsatz erreichte NT$ 2,06 Billionen (67,7 Mrd. US-Dollar) , ein Anstieg von 11 % im Jahresvergleich, wobei die Cloud- und Netzwerksparte (inklusive KI-Server) zum zweiten Mal in Folge das umsatzstärkste Segment war . Der Nettogewinn für Q3 betrug NT$ 57,67 Milliarden , ein Plus von 17 % im Jahresvergleich, und übertraf die Analystenerwartungen .
Foxconn hat sich rasant vom primär auf die iPhone-Montage spezialisierten Unternehmen zu einem führenden Hersteller von KI-Server-Infrastruktur entwickelt, insbesondere als wichtigster Fertigungspartner von Nvidia .
Foxconn kann inzwischen etwa 1.000 KI-Server-Racks pro Woche produzieren und plant, diese Kapazität weiter zu erhöhen . Das Unternehmen fertigt Server-Racks, die speziell für Nvidias Plattformen GB200, GB300 NVL72 (Blackwell) und die nächste Generation Vera Rubin ausgelegt sind .
Foxconn hat bereits mit der Entwicklung von Servern für Nvidias nächste Generation Vera Rubin NVL begonnen und peilt die Massenproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 an . Das Unternehmen strebt an, seinen Marktanteil bei KI-Servern auf 60 % auszubauen und die Auslieferungen bis 2028 auf 40.000 Racks zu steigern .
Fazit: Die Einnahmen aus KI-Servern haben die Erlöse aus der Unterhaltungselektronik als größte Einnahmequelle von Foxconn überholt. Das Unternehmen skaliert seine Produktionskapazitäten rasant und positioniert sich durch seine enge Partnerschaft mit Nvidia (bei den Plattformen Blackwell und der zukünftigen Vera Rubin) als zentraler Fertigungsrücken des globalen KI-Infrastrukturaufbaus .