Hier sind die wichtigsten Ergebnisse aus dem zweiten Quartal und dem ersten Halbjahr 2025.
HSBC wies für das zweite Quartal 2025 einen Vorsteuergewinn von 6,3 Milliarden US-Dollar aus – ein Rückgang von 29 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und unter der Analystenprognose . Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Wertminderungen und Verwässerungsverluste in Höhe von 2,1 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Bank of Communications zurückzuführen . CEO Georges Elhedery bezeichnete diese Belastung als „rein buchhalterische Verluste“ („paper losses“) .
Bereinigt um Sondereffekte lag der Vorsteuergewinn im zweiten Quartal bei 9,2 Milliarden Dollar – stabil zum Vorjahr. Die um Sonderposten bereinigten Erlöse stiegen um 5 % auf 17,7 Milliarden Dollar .
Für das erste Halbjahr 2025 meldete HSBC einen ausgewiesenen Vorsteuergewinn von 15,8 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang um 5,7 Milliarden Dollar zum Vorjahr, ebenfalls verursacht durch die BoCom-Belastung . Auf bereinigter Basis, also ohne Sondereffekte, stieg der Gewinn im ersten Halbjahr jedoch um 5 % auf 18,9 Milliarden Dollar. Gestützt wurde dies durch höhere Nettozinserträge und Erlöse aus der Vermögensverwaltung. Die um Sonderposten bereinigten Erlöse legten um 6 % auf 35,4 Milliarden Dollar zu .
HSBC kündigte die Wiederaufnahme seines Aktienrückkaufprogramms an – mit einem Volumen von bis zu 1 Milliarde US-Dollar . Es ist der erste Rückkauf seit der Pausierung im Oktober 2025, als die Bank die Übernahme der restlichen 36,5 % der Hang Seng Bank für 13,6 Milliarden Dollar finanzierte . Die Pause sollte nach Abschluss der Transaktion etwa drei Quartale dauern, um die Kapitalquoten wieder auf das Zielniveau zu bringen .
CEO Georges Elhedery, der Ende 2024 das Ruder übernahm, treibt eine umfassende Restrukturierung voran, um die Konzernstruktur zu vereinfachen. Die Bank hat sich zu jährlichen Kosteneinsparungen von 1,5 Milliarden US-Dollar bis Ende 2026 verpflichtet – vor allem durch den Abbau doppelter Führungspositionen . Allein im Jahr 2025 strich HSBC 1,2 Milliarden Dollar an Kosten und reduzierte die Zahl der Managing-Director-Positionen netto um rund 15 % . Die Bank erwartet nun, das volle Einsparziel von 1,5 Milliarden Dollar bereits bis Ende Juni 2026 zu erreichen – sechs Monate früher als ursprünglich geplant. Die gesamten Umbaukosten bis 2026 werden auf 1,8 Milliarden Dollar geschätzt .
HSBC hob seine Prognose für den Nettozinsertrag (NII) für 2026 an. Die Bank erwartet nun, dass der NII 46 Milliarden US-Dollar übersteigen wird. Bislang hatte die Bank lediglich mit dem Erreichen dieser Marke gerechnet .
HSBC erklärte eine Dividende von 0,10 US-Dollar pro Aktie für das zweite Quartal 2025. Damit beläuft sich die Ausschüttung für das erste Halbjahr auf insgesamt 0,20 Dollar pro Aktie .
Die Kreditqualität entwickelte sich merklich schwächer. HSBC meldete für das zweite Quartal 2025 erwartete Kreditverluste (Expected Credit Losses, ECL) in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber 346 Millionen Dollar im Vorjahr . Darin enthalten:
Im ersten Halbjahr 2025 summierten sich die erwarteten Kreditverluste auf 1,9 Milliarden Dollar, was einer Risikokostenquote von 40 Basispunkten entspricht . Die Hongkong and Shanghai Banking Corporation, eine wichtige HSBC-Tochter, verbuchte im ersten Halbjahr 2025 ECL-Belastungen von 3,4 Milliarden Hongkong-Dollar im Zusammenhang mit Hongkonger Gewerbeimmobilien .
Das gesamte CRE-Engagement der HSBC in Hongkong beläuft sich auf rund 32 Milliarden US-Dollar, wovon etwa die Hälfte auf die Hang Seng Bank entfällt . Bis Mitte 2025 waren 73 % des Hongkonger CRE-Kreditbuchs von HSBC entweder als notleidend oder mit erhöhtem Kreditrisiko eingestuft – ein massiver Anstieg gegenüber weniger als 30 % ein Jahr zuvor . Das Management erklärte, das Abwärtsrisiko sei „gut beherrschbar“ („well contained“) und habe eine Rückstellung von 500 Millionen Dollar für ein 1,4 Milliarden Dollar schweres Segment notleidender Kredite mit einem Beleihungsauslauf von über 70 % gebildet .