Ren Zhengfei, der 81-jährige Gründer von Huawei, hat sich im Juli 2026 erstmals öffentlich hinter das Tau Scaling Law gestellt. In internen Beiträgen auf Huaweis firmeneigenem Intranet-Forum "Xinsheng Community" – später zitiert von der staatlich unterstützten Science and Technology Daily und der South China Morning Post – wurde er deutlich:
Ren Zhengfei rahmt das Tau Scaling Law also nicht als technischen Triumph, sondern als existenziellen Überlebensmechanismus: Huaweis Hand wurde durch die Sanktionen gezwungen, und das Tau-Gesetz ist das Ergebnis von sechs Jahren harter, interner Iteration – kein disruptiver Feldzug, sondern ein schlichter Weg aus der Umzingelung.
Ob der Tau-Ansatz hält, was er verspricht, ist noch nicht abschließend geklärt. Branchenanalysten verweisen auf erhebliche Herausforderungen bei der Wärmeableitung, der EDA-Tooling-Unterstützung und den Ausbeuteraten (Yield) . Bislang hat Huawei keine unabhängigen Leistungswerte veröffentlicht, die die behauptete 1,4-nm-Äquivalenz belegen .
Dennoch: Allein die Tatsache, dass Ren Zhengfei – sonst eher zurückhaltend bei technischen Details – das Tau Scaling Law nun so unmissverständlich unterstützt, zeigt, wie ernst Huawei diesen Weg nimmt. Es ist der Versuch, aus der Not eine Tugend zu machen: Wenn die bestehenden Regeln einen ausschließen, schreibt man sich eben seine eigenen.