Historische Yen-Intervention: USA und Japan stemmen sich gemeinsam gegen den Kursverfall
Das US Finanzministerium kaufte am Freitag, dem 31. Juli 2026, direkt Yen – die erste derartige Intervention seit 2011. Zuvor hatte Japan am Donnerstagmassiv Yen gekauft, nachdem die Währung auf ein Vier Jahrzehnte Tief von fast 163 Yen pro Dollar gefallen war.
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Das US Finanzministerium kaufte am Freitag, dem 31. Juli 2026, direkt Yen – die erste derartige Intervention seit 2011.
Zuvor hatte Japan am Donnerstagmassiv Yen gekauft, nachdem die Währung auf ein Vier Jahrzehnte Tief von fast 163 Yen pro Dollar gefallen war.
Auch Südkorea griff ein – Berichten zufolge möglicherweise ebenfalls in Abstimmung mit den USA.
Der Yen schnellte am Donnerstag um bis zu 3,3 % in die Höhe und erreichte kurzzeitig die 158er Marke, gab aber am Freitag teilweise wieder nach.
What did the U.SA Reuters photo captured Treasury Secretary Scott Bessent's notepad at a Camp David cabinet meeting with the entry 'Buy JPY 5–10 billion,' which sources later linked to the U.S. Treasury's first direct yen-buying intervention since 2011.
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Am Freitag, dem 31. Juli 2026, griff das US-Finanzministerium (U.S. Treasury) direkt in den Devisenmarkt ein, um den japanischen Yen zu stützen. Es war die erste direkte Yen-Kaufintervention Washingtons seit 2011 und Teil einer seltenen koordinierten Aktion mit Japan und Südkorea. Die Intervention folgte auf Japans eigene massive Yen-Kaufaktion am Vortag und fand unmittelbar vor der Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) statt.
Hier sind die wichtigsten Details:
Was das US-Finanzministerium tat
Methode: Das Finanzministerium kaufte über die Federal Reserve Bank von New York direkt Yen an. Laut der Financial Times verkaufte die New Yorker Fed Euro, um im Auftrag des US-Finanzministeriums Yen zu kaufen . Es handelte sich um eine direkte Intervention am Kassamarkt (Spotmarkt) – nicht nur um die sogenannten „Rate Checks“ (Vorab-Anfragen), die die USA bereits früher im Jahr durchgeführt hatten.
Vorwarnung: Bereits am Freitag hatte das US-Finanzministerium mehrere Banken – über die New Yorker Fed – darüber informiert, dass es möglicherweise am Yen-Markt intervenieren werde, und sie aufgefordert, „sich für künftige Aktionen bereitzuhalten“ .
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Das US Finanzministerium kaufte am Freitag, dem 31. Juli 2026, direkt Yen – die erste derartige Intervention seit 2011.
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Das US Finanzministerium kaufte am Freitag, dem 31. Juli 2026, direkt Yen – die erste derartige Intervention seit 2011. Zuvor hatte Japan am Donnerstagmassiv Yen gekauft, nachdem die Währung auf ein Vier Jahrzehnte Tief von fast 163 Yen pro Dollar gefallen war.
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Auch Südkorea griff ein – Berichten zufolge möglicherweise ebenfalls in Abstimmung mit den USA.
Historische Bedeutung: Es war die erste gemeinsame Yen-Kaufintervention Washingtons und Tokios seit mehr als einem Jahrzehnt .
Die breitere koordinierte Aktion
Japans Intervention am Donnerstag: Am Donnerstag, dem 30. Juli (New Yorker Handelszeit), führte Japan eine „massive“ Yen-Kauf-, Dollar-Verkaufs-Intervention durch – die erste seit drei Monaten –, nachdem der Yen auf ein Vier-Jahrzehnte-Tief von nahezu 163 Yen pro Dollar gefallen war .
Südkorea schließt sich an: Auch die südkoreanischen Behörden griffen ein, um den Won zu stützen. Quellen zufolge handelte es sich um eine beispiellose koordinierte Intervention – möglicherweise mit den USA –, die ein starkes gemeinsames Signal senden sollte .
Unterstützung aus den USA: Bereits während Japans Intervention am Donnerstag hatten die US-Behörden „Rate Checks“ durchgeführt – ein Vorläufersignal . Am Freitag eskalierten sie dann zur direkten Intervention.
Marktauswirkungen
Yen-Rallye: Der Yen schoss am Donnerstag nach Japans Intervention plötzlich in die Höhe und legte zeitweise um bis zu 3,3 % zu. Er erreichte kurzzeitig die 158er-Marke zum Dollar – der größte Tagesgewinn seit fast zwei Jahren . Zuvor hatte er in der Woche noch bei etwa 163 Yen gehandelt.
Teilweise Gegenbewegung: Im asiatischen Handel am Freitag erholte sich der Dollar etwas und legte um 0,45 % auf rund 160,175 Yen zu . Die Händler blieben jedoch aufgrund des Interventionsrisikos vorsichtig.
Umfang der Intervention
Eine konkrete Dollar-Summe für die Intervention des US-Finanzministeriums am Freitag wurde nicht offiziell bestätigt. Japans Operation am Donnerstag wurde von der Nikkei als „massiv“ beschrieben , genaue Beträge sind jedoch noch nicht bekannt. Einem Foto zufolge, das bei einer Kabinettssitzung von US-Finanzminister Bessent aufgenommen wurde, stand auf seinem Notizblock der Vermerk: „JPY 5–10 Mrd. kaufen“ . Das US-Finanzministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Foto ab.
Signale der Bank of Japan
Zinsentscheidung: Die BOJ beließ ihren Leitzins am Freitag wie erwartet bei 1,0 %.
Falkenhafte Tendenz: Die BOJ signalisierte ihre Entschlossenheit, die Zinsen weiter anzuheben. Sie hob ihre Wachstumsprognose an und behielt ihre Warnung vor einem Überschießen der Inflation bei . Ein Mitglied des geldpolitischen Gremiums stimmte dagegen und forderte eine sofortige Zinserhöhung .
Kontext: Die Intervention und die falkenhafte Kommunikation der BOJ waren beide Reaktionen auf die anhaltende Schwäche des Yen, die durch einen kriegsbedingten Energieschock (Iran-Krieg) noch verschärft wurde, der Japans Importkosten in die Höhe trieb .