Die Analysefirma IDC prognostiziert für 2026 einen durchschnittlichen Smartphone-Preis von 523 US-Dollar – ein Anstieg von 14 % und der höchste jemals gemessene Wert . Ein IDC-Analyst spricht von einem „tsunamigleichen Schock für den Sektor“ mit nie dagewesenen Preissprüngen . Die Kehrseite: Der Markt wird voraussichtlich um 13,9 % schrumpfen – der stärkste jährliche Rückgang, der je verzeichnet wurde . Besonders chinesische Handyhersteller fahren ihre Chip-Bestände aggressiv zurück . Branchenkenner erwarten, dass einige Anbieter ganz vom Markt verschwinden könnten .
Auch bei Computern ist die Lage brisant. Große Hersteller wie Dell, HP, Lenovo und ASUS haben ihre Kunden auf Vertragspreissteigerungen von 15 bis 20 % vorbereitet . Die reinen Speicherkosten treiben die Endverbraucherpreise massiv in die Höhe . Laut Gartner werden die weltweiten PC-Auslieferungen 2026 voraussichtlich um 11,3 % fallen . CNBC berichtet sogar von einem möglichen Rückgang um 10,4 % allein aufgrund der explodierenden Speicherkosten .
Die Knappheit macht sich in nahezu allen elektronischen Geräten bemerkbar. Spielekonsolen werden teurer – Unternehmen wie Raspberry Pi und HP haben bereits die Preise erhöht, um die Speicherkosten auszugleichen . Die Preise für SSDs, Fernseher und Haushaltsgroßgeräte ziehen ebenfalls an. Einige Berichte warnen vor Preisaufschlägen von bis zu 20 % im Laufe des Jahres 2026 . Ein besonders drastisches Beispiel ist der Rückzug von Micron aus dem Verbrauchermarkt: Der Konzern gab bekannt, seine 29 Jahre alte Marke Crucial bis Februar 2026 komplett einzustellen – ein direktes Ergebnis der Priorisierung von HBM .
Sassine Ghazi, CEO des Chip-Design-Unternehmens Synopsys, sagte gegenüber CNBC, der Speicher-„Crunch“ werde voraussichtlich das gesamte Jahr 2026 und 2027 anhalten. Erste Anzeichen einer Besserung seien frühestens Ende 2027 zu erwarten, wenn neue Fabrikationskapazitäten ans Netz gehen . Bis dahin müssen Verbraucher weltweit mit weiter steigenden Preisen und knappen Verfügbarkeiten rechnen.