Die US-Notenbank wird ihren Leitzins mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Es wäre die fünfte Zinspause in Folge . Allerdings haben die steigenden Ölpreise infolge der Nahostspannungen die Spekulation auf eine baldige Zinserhöhung befeuert. Das CME-FedWatch-Tool zeigt für die Juli-Sitzung eine Restwahrscheinlichkeit von rund 35 Prozent für eine Anhebung, für die September-Sitzung bereits 82 Prozent . Der Ton von Fed-Chef Kevin Warsh wird daher besonders unter die Lupe genommen. Rechnet man die Märkte mit einer hawkishen Pause – also einer Bestätigung, dass eine Erhöhung auf der nächsten Sitzung ernsthaft im Raum steht –, dürfte der Dollar weiter gestützt bleiben .
Die japanische Notenbank wird ihren Leitzins – nach der Anhebung auf 1,00 Prozent im Juni – voraussichtlich unverändert lassen . Das wäre die erste Sitzung seit dem 31-Jahres-Hoch. Die entscheidenden Signale kommen aus dem vierteljährlichen Wirtschaftsbericht: Experten rechnen mit einer angehobenen BIP-Prognose, einer bestätigten Inflationrisiko-Warnung und einer communiqué, das weiteren Zinserhöhungen die Tür offenhält – insbesondere für den Oktober oder Dezember . Die Marktteilnehmer sehen zwar für Freitag eine Wahrscheinlichkeit von nahezu null für eine Erhöhung, doch die hawkishen Töne von BOJ-Vorstandsmitgliedern wie Naoki Tamura (der Zinserhöhungen „alle paar Monate“ fordert) machen klar, dass der Straffungszyklus noch nicht beendet ist .
In den nächsten 72 Stunden entscheidet sich die kurzfristige Richtung des Paares: