Die Nachfrageeffekte – ein Investitionsboom und steigende Unternehmensbewertungen – sind bereits groß und gut messbar. Die Angebotseffekte – etwa Produktivitätssteigerungen – bleiben dagegen ungewiss, sowohl in ihrem Ausmaß als auch im zeitlichen Eintreten. Da diese Kräfte Wachstum, Arbeitsmarkt und Inflation in teils gegenläufige Richtungen treiben, ist die gesamtwirtschaftliche Nettowirkung unklar .
Die BIZ empfiehlt einen graduellen und datengestützten Ansatz in der Geldpolitik. Zentralbanken sollten sich nicht auf KI-gestützte Modelle verlassen, um das menschliche Urteilsvermögen zu ersetzen. Da der Produktivitätserfolg unsicher bleibt und die Nachfrage- und Angebotseffekte in Echtzeit kaum zu trennen sind, rät die BIZ von voreiligen Zinsschritten ab und fordert, klare konjunkturelle Signale abzuwarten, bevor Zinssätze verändert werden .