Wichtige Prognosezahlen:
Schwächen:
Wie die Prognose angehoben wurde: Cadence hob seine Jahresumsatzprognose für 2026 innerhalb von sechs Monaten drei Mal an. Ausgehend von einer ersten Prognose von 5,9 bis 6,0 Milliarden US-Dollar im Februar 2026 wurde sie im April auf 6,125 bis 6,225 Milliarden US-Dollar
und im Juli nach einem starken zweiten Quartal erneut auf 6,26 bis 6,34 Milliarden US-Dollar angehoben
. Das Management begründete dies mit der „robusten Nachfrage nach KI-gestützter Software für Chip- und Systemdesign“ von Chipherstellern und Technologieunternehmen, die immer komplexere KI-Prozessoren entwickeln
.
Wichtige Prognosezahlen:
Schwächen: Die verfügbaren Quellen für Cadence enthalten keine direkten Aussagen zu Schwächen in den Bereichen Consumer-Elektronik oder Automotive. Als reines EDA- und IP-Lizenzierungsunternehmen ist Cadence weitgehend von den Schwankungen der Chip-Endmarktnachfrage isoliert – seine Kunden sind Chip-Designer, nicht Automobil- oder Consumer-OEMs. Die Schwäche dieser Märkte zeigt sich daher eher im weiteren Halbleiterumfeld, als dass sie in Cadences eigenen Zahlen explizit genannt wird.
Wie die Prognose angehoben wurde: ASM hob seinen Ausblick für das gesamte Jahr 2026 im März 2026 an und prognostizierte für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von rund 830 Millionen Euro, wobei das zweite Quartal noch höher ausfallen sollte, angetrieben durch KI-Investitionen und eine Erholung der China-Verkäufe . Im April übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von 863 Millionen Euro die Q1-Erwartungen und gab eine Q2-Prognose ab, die rund 10 % über den Analystenerwartungen lag
. Am 28. Juli 2026 prognostizierte ASM für das dritte Quartal einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro (ca. 1,3 Milliarden US-Dollar), was über den Analystenschätzungen lag, da der „Aufbau der KI-Infrastruktur“ weiterhin die Aufträge für seine Chip-Produktionsausrüstung antreibt
.
Wichtige Prognosezahlen:
Schwächen: Die starke Performance von ASM ist explizit an die KI-Infrastruktur und eine Erholung in China geknüpft. Nicht-KI-Endmärkte sind nicht der Treiber. Das Unternehmen ist auch im Speichersegment tätig – seine Werkzeuge werden in Abscheidungsprozessen für DRAM und NAND eingesetzt – und der breitere Speichermarkt außerhalb des KI-spezifischen HBM-Bereichs bleibt schwach.
Die gemeinsamen Prognosen dieser drei Unternehmen machen eine strukturelle Spaltung der Halbleiterindustrie sichtbar:
Fazit: Die Prognosen zeigen, dass die KI-Nachfrage stark genug ist, um diese Unternehmen unabhängig vom Rest des Chipmarktes zu Rekordumsätzen zu führen. Die Märkte für Consumer-Elektronik, Automotive und Nicht-KI-Speicher hinken nicht nur hinterher – sie schrumpfen für einige dieser Unternehmen sogar aktiv. Dies ist eine der ausgeprägtesten Zweiteilungen, die die Halbleiterindustrie je gesehen hat.