Anthropic verfolgt eine mehrgleisige Compute Strategie: Eigene Chipentwicklung trifft auf Milliarden schwere Cloud Verträge, um die Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren. Am 25.

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Anthropic verfolgt eine mehrgleisige Compute-Strategie, die kundenspezifische Chipentwicklung mit massiven langfristigen Cloud-Compute-Verträgen kombiniert – alles mit dem Ziel, die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern und mehr Kontrolle über die eigene KI-Infrastruktur zu gewinnen.
Am 25. Juli 2026 bestätigte Anthropic-CEO Dario Amodei, dass das Unternehmen Liefervereinbarungen mit Samsung Electronics und SK Hynix unterzeichnet hat . Die Deals umfassen potenzielle Langzeitverträge über Speicherchips und Investitionsvereinbarungen, wobei die vollständigen Details seitens der Unternehmen noch nicht offiziell veröffentlicht wurden
.
Diese Vereinbarungen sind Teil einer Welle von Chip-Lieferpartnerschaften im Wert von insgesamt 950 Milliarden Dollar zwischen südkoreanischen Halbleiterherstellern und US-amerikanischen KI-Unternehmen, die auf einem Gipfeltreffen in San Francisco bekannt gegeben wurden .
Anthropics Vorstoß in die eigene Chip-Entwicklung begann im April 2026, als Reuters berichtete, dass das Unternehmen als Reaktion auf die akute Knappheit von Nvidia-GPUs und explodierende Compute-Kosten den Bau eigener KI-Chips prüft .
Anthropics Weg zu mehr Compute-Autarkie stützt sich auf vier zentrale Säulen:
1. Google & Broadcom TPU-Vereinbarung (3,5 GW)
Im April 2026 unterzeichnete Anthropic einen wegweisenden Vertrag mit Google Cloud und Broadcom über die Sicherung von 3,5 Gigawatt Rechenkapazität der nächsten Generation auf Basis von TPUs. Die Kapazität soll ab 2027 verfügbar sein . Dieser mehrere hundert Milliarden Dollar schwere Deal gibt Anthropic vorrangigen Zugriff auf die kundenspezifischen Tensor Processing Units von Google, die von Broadcom entwickelt werden. Die Verfügbarkeit ist jedoch an das kommerzielle Wachstum von Anthropic geknüpft
. Broadcom hat seine TPU-Entwicklungsvereinbarung mit Google parallel bis 2031 verlängert
.
2. Die Beziehung zu Amazon AWS
Historisch gesehen war Anthropic auf gemietete Chips von Amazon (AWS Trainium und Inferentia), Google (TPUs) und Nvidia (GPUs) angewiesen . Während die Vereinbarungen mit Samsung und SK Hynix den Schritt hin zu eigener Silizium-Fertigung markieren, nutzt Anthropic weiterhin die AWS-Infrastruktur für das Training und den Betrieb der Claude-Modelle.
3. 65 Milliarden Dollar Finanzierung und strategische Investitionen
Im Mai 2026 nahm Anthropic 65 Milliarden Dollar auf, an der sich neben anderen strategischen Investoren auch Samsung Electronics und SK Hynix beteiligten . Dieses Kapital finanziert sowohl die Eigenchip-Entwicklung als auch die massiven Vorauszahlungen für Compute-Kapazitäten.
4. Rechenzentrum-Infrastruktur
Anthropic baut eigene Rechenzentrumskapazitäten auf, um die 3,5 GW TPU-Compute-Kapazität und letztlich auch die eigenen Chips unterzubringen. Der Google/Broadcom-Deal legt fest, dass Anthropic die TPU-Kapazität in eigenen Anlagen beherbergen wird, was dem Unternehmen die direkte Kontrolle über seine Compute-Infrastruktur gibt – anstatt sich ausschließlich auf die Cloud Dritter zu verlassen .
Anthropics Strategie erstreckt sich über drei Zeithorizonte: kurzfristig die Abhängigkeit von vertraglich gesicherter TPU-/Broadcom-Kapazität (3,5 GW ab 2027), mittelfristig das Design eigener Chips, die im 2-nm-Verfahren von Samsung gefertigt werden und Speicher von SK Hynix nutzen, und langfristig der Aufbau eigener Rechenzentren. Die Deals mit den südkoreanischen Chipherstellern sind dabei ein entscheidender Hebel: Samsung liefert die Fertigung und SK Hynix den Speicher, sodass Anthropic letztlich sein eigenes Silizium einsetzen und die fast vollständige Abhängigkeit von gemieteten Nvidia-, Google- und AWS-Compute-Kapazitäten durchbrechen kann .
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Anthropic verfolgt eine mehrgleisige Compute Strategie: Eigene Chipentwicklung trifft auf Milliarden schwere Cloud Verträge, um die Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren.
Anthropic verfolgt eine mehrgleisige Compute Strategie: Eigene Chipentwicklung trifft auf Milliarden schwere Cloud Verträge, um die Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren. Am 25. Juli 2026 bestätigte CEO Dario Amodei Liefervereinbarungen mit Samsung Electronics und SK Hynix [3][10].
Samsung: Diskussionen über die Nutzung der 2 Nanometer Foundry und fortschrittlicher Packaging Technologie für einen eigenen KI Chip [5][7].