Altmans Position zur Singularität hat sich in nur drei Jahren dramatisch gewandelt :
Der Wandel ist offensichtlich: vom Warnenden vor dem Artensterben (2023) über den vorsichtigen Propheten (Anfang 2025) und den zuversichtlichen Verkünder einer „sanften“ Singularität (Mitte 2025) bis hin zum glatten Verkünder, dass „wir in der Singularität sind“ (2026) .
Google-DeepMind-CEO Demis Hassabis verwendet eine ähnliche Metapher, zieht aber eine ganz andere zeitliche Grenze:
Der entscheidende Unterschied: Altman sagt, die Singularität sei schon da; Hassabis meint, wir stünden erst an ihrem allerersten Anfang (den „Voralpen“) und erwarte AGI um 2029–2030. Beide bemühen dramatische Vergleiche, doch Hassabis‘ Zeitplan, so ambitioniert er auch ist, misst immer noch in Jahren, nicht in Altmans „jetzt sofort.“
Die Kritik aus der akademischen und technischen Fachwelt an Altmans Behauptung ist erheblich:
Das Fazit der Skeptiker: Altmans Behauptung, „wir sind in der Singularität“, steht im Widerspruch zu den Fakten. Kein System hat eine anhaltende rekursive Selbstverbesserung, ein autonomes strategisches Bewusstsein oder eine breite übermenschliche Leistungsfähigkeit gezeigt. Viele Forscher sehen die derzeitige KI als leistungsstark, aber eng begrenzt an und betrachten solche Singularitätsbehauptungen eher als marketinggetriebene Erzählung denn als technische Realität.