Straße von Hormuz – bereits weitgehend geschlossen. Vor den Huthi-Angriffen hatte der US-Iran-Konflikt die Öltransporte durch die Straße von Hormuz auf unter 45 % des Vorkriegsniveaus gedrückt – der wichtigste Öl-Engpass der Welt war praktisch lahmgelegt .
Bab-el-Mandeb / Rotes Meer – nun selbst bedroht. Die Tankerangriffe bedrohten die Bab-el-Mandeb-Straße, den südlichen Zugang zum Roten Meer – jene Route, die als Ausweichstrecke für die umgeleiteten Hormuz-Transporte diente .
Mit beiden Engpässen unter Beschuss verschwand der letzte verbliebene Ausweichkorridor für nahöstliche Rohölexporte. Indien beispielsweise sah sich plötzlich mit einer Bedrohung von über 50 % seiner Rohölimportroute konfrontiert .
Am 24. und 25. Juli signalisierten die Huthi-Rebellen, dass sie keine vollständige Schiffsblockade der Bab-el-Mandeb-Straße verhängen würden – eine Teilentwarnung, die zu einer scharfen Preisumkehr führte :
| Quelle | Szenario | Prognose |
|---|---|---|
| Goldman Sachs | Bei anhaltenden Hormuz-Störungen bis Q4 | Brent könnte bis Q4/2026 auf über 120 Dollar steigen |
| Goldman Sachs | Bei Hormuz-Blockade bis 2027 | Brent läge im Schnitt bei 100 Dollar im nächsten Jahr |
| Barclays | Bei einmonatiger Hormuz-Blockade | +2 Dollar Aufschlag pro Barrel |
| Barclays | Bei dreimonatiger Blockade | +10 Dollar Aufschlag pro Barrel |
| S&P Global | Bei doppelter Engpass-Schließung | Deutlich höhere Risikoprämie bereits eingepreist |
Wichtiger Hinweis: Goldmans Basisszenario liegt weiterhin bei 80 Dollar; die 120-Dollar-Prognose ist kein Hauptszenario, sondern ein Risikoszenario . Barclays betont, die Risiken seien „nach oben gerichtet, je nachdem, wie lange die Blockade anhält" . Der Markt bleibt extrem empfindlich gegenüber jeder weiteren Eskalation – aber auch jeder Entspannung – an beiden Engpässen.