Das System basiert auf der SmartAmp-Isothermal-PCR-Technologie mit Eprobe-Detektion, einer Plattform, die von K.K. DNAFORM entwickelt wurde. Es handelt sich um eine Point-of-Care-Testing (POCT)-Plattform, die tragbar und auch unter Feldbedingungen mit eingeschränkter Infrastruktur einsetzbar ist.
Die Plattform, genannt GenPad, wird mit einem Akku betrieben (7,2 V DC, 21,6 Wh), wiegt nur 460 Gramm und kann mit einer Akkuladung bis zu acht Tests durchführen. Das Ergebnis liegt nach etwa 30 Minuten vor.
Die ersten Finanzierungsziele umfassen die Entwicklung eines Prototyps, die Leistungsvalidierung und die Vorbereitung der klinischen Evaluierung in der DR Kongo.
Am 16. Mai 2026 stellte der WHO-Generaldirektor fest, dass der Ausbruch der Bundibugyo-Virus-Krankheit eine gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite (PHEIC) gemäß den Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005) darstellt. Die Gesundheitsministerien der DR Kongo und Ugandas hatten den Ausbruch am 15. Mai 2026 offiziell erklärt.
Anmerkung: Der ECDC-Bericht vom 21. Juli 2026 (unter Berufung auf kongolesische Daten bis zum 7. Juli) vermerkt zudem, dass in der DR Kongo mehr als 750 Patienten stationär isoliert behandelt werden und 285 genesen sind. Die Wikipedia-Zusammenfassung zur Epidemie von 2026 meldet zum 7. Juli 2026 insgesamt 1.780 bestätigte Fälle, 304 Verdachtsfälle, 303 Genesene und 602 Todesfälle, was einer Letalitätsrate von 33,8 % entspricht.
Die WHO betont ausdrücklich, dass es für die Bundibugyo-Spezies (BDBV) „keinen Impfstoff oder keine spezifische Behandlung gibt“, obwohl an der Erprobung vielversprechender Kandidaten gearbeitet wird. Bestehende Ebola-Impfstoffe (z. B. rVSV-ZEBOV) sind wirksam gegen das Zaire-Ebolavirus, bieten aber keinen Kreuzschutz gegen das Bundibugyo-Virus.
Die 100-Tage-Mission (100DM) ist eine globale Initiative, die von der G7 und der G20 gebilligt wurde. Ihr Ziel ist es, innerhalb von 100 Tagen nach Erkennung einer Pandemiebedrohung (definiert als der Zeitpunkt, an dem die WHO eine PHEIC ausruft) sichere, wirksame und erschwingliche Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffe verfügbar zu machen. Schnelle Point-of-Care-Diagnostika werden im Rahmen der Mission explizit als die erste von drei erforderlichen Maßnahmen aufgeführt.
Dieses GHIT-Fund-Projekt ist in mehrfacher Hinsicht auf die 100-Tage-Mission ausgerichtet:
Kurz gesagt: Diese Investition ist eine konkrete, schnelle Forschungs- und Entwicklungsmaßnahme, die durch eine PHEIC ausgelöst wurde, einen Erreger ohne vorhandene Gegenmaßnahmen ins Visier nimmt und eine für den Feldeinsatz konzipierte Plattform nutzt – sie setzt damit direkt den Diagnostikpfeiler der 100-Tage-Mission um.