Die Zahl der Neuzulassungen von vollelektrischen Autos (BEV) schnellte europaweit um 51 Prozent auf 360.843 Einheiten nach oben . Innerhalb der EU betrug der Anstieg sogar rund 61 Prozent auf 270.557 Einheiten . Auch Plug-in-Hybride (+22,7 Prozent) und Vollhybride (+17,1 Prozent) legten deutlich zu .
Im ersten Halbjahr 2026 erreichten BEVs einen Marktanteil von 20,7 Prozent im EU-Raum – ein kräftiger Sprung von 15,6 Prozent im Vorjahreszeitraum . Hybride blieben zwar die beliebteste Antriebsart insgesamt, doch der Trend zur vollelektrischen Mobilität ist ungebrochen .
Während die elektrifizierten Fahrzeuge boomen, brechen die Verkaufszahlen von Benzinern und Dieselfahrzeugen ein. Die Zulassungen von Benzin-Pkw fielen um 12,2 Prozent, die von Diesel-Pkw um 16,9 Prozent . Elektrifizierte Antriebe (BEV, PHEV, Hybrid) machten im Juni über 50 Prozent aller Neuzulassungen aus – ein klares Zeichen für den Strukturwandel .
Die großen Gewinner des Monats sind chinesische Automarken. Ihre Zulassungen stiegen teilweise explosionsartig:
Gemeinsam eroberten chinesische Marken einen Rekordmarktanteil in Europa .
Auch Tesla verzeichnete ein starkes Comeback. Die europäischen Zulassungen stiegen im Juni um 72,1 Prozent . In Frankreich verdoppelten sich die Tesla-Verkäufe mehr als, und auch in Schweden, Dänemark und Spanien gab es zweistellige Zuwächse . Im zweiten Quartal stiegen Teslas globale Auslieferungen um 25 Prozent, wobei hohe Spritpreise infolge der Nahostkrise die Nachfrage ankurbelten . Mit einem europäischen Marktanteil von 2,4 Prozent im ersten Halbjahr liegt Tesla nun gleichauf mit BYD .
Die etablierten europäischen Hersteller konnten nur bescheidene Zuwächse verzeichnen:
Der Boom der E-Autos wird durch mehrere Faktoren befeuert: wieder eingeführte Kaufprämien in Deutschland (Berichte über bis zu 6.000 Euro), hohe Spritpreise als Folge der Nahostkrise sowie die strengen CO₂-Flottengrenzwerte der EU. Allein in Deutschland wurden im Juni 84.057 E-Autos zugelassen – der Marktanteil stieg auf 28,4 Prozent . Auch das britische Zero-Emission Vehicle (ZEV)-Mandat treibt die Zahlen nach oben.
Analysten warnen jedoch vor einer möglichen Abkühlung in der zweiten Jahreshälfte. Die hohen Kosten und der wachsende Wettbewerbsdruck aus China setzen die Margen der Hersteller unter Druck .
Fazit: Die ACEA-Zahlen vom Juni 2026 zeigen einen fundamentalen Wandel: Europas Automarkt wird zunehmend elektrifiziert und chinesisch geprägt. Während Verbrenner an Bedeutung verlieren, liefern sich Tesla und BYD ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Führung im E-Auto-Segment. Die etablierten Hersteller müssen sich warm anziehen.
Quellen: ACEA Pressemitteilung vom 23. Juli 2026 , Bloomberg , Wall Street Journal , Reuters , Investing.com sowie weitere in den Fußnoten genannte Berichte.