| Aktie | Rückgang vom Höchststand bis Mitte Juli |
|---|---|
| SOX (Philadelphia Semiconductor Index) | ~19–20 % vom Rekordhoch am 22. Juni |
| Intel | ~21 % in sieben Handelstagen |
| Micron | ~17 % vom Höchststand bei 1.213 Dollar |
| Samsung Electronics | ~8 % nach Rekordgewinn (plus weitere Verluste) |
| SK Hynix | ~9 % an einem Tag am 2. Juli, später weitere 5 %+ |
| AMD | ~7–8 % an einzelnen Tagen |
| Nvidia | Fortgesetzter Abwärtstrend im vorbörslichen Handel |
Die drei größten Speicherchip-Hersteller der Welt – Micron, SK Hynix und Samsung – fielen alle um mehr als 20 % von ihren jüngsten Höchstständen und bestätigten damit offiziell den Bärenmarkt – am selben Tag, an dem Samsung sein bestes Quartal aller Zeiten meldete .
Das Muster war lehrbuchhaft: Der Markt hatte Perfektion eingepreist. Samsung lieferte Rekordgewinne, die sogar die von Nvidia und Apple übertrafen, doch die Aktie fiel um 8 %. Die Anleger blickten bereits über die aktuellen Ergebnisse hinaus auf ein mögliches Ende des Speicherpreiszyklus . TSMC meldete ein Gewinnwachstum von 77 %, konnte die Investoren damit aber "nicht beeindrucken" . Analysten sprachen von einer klassischen "Buy-the-Rumor, Sell-the-News"-Reaktion – die KI-Nachfrage, die den SOX auf Rekordhöhen getrieben hatte, war bereits vollständig eingepreist, sodass selbst außergewöhnliche Zahlen Gewinnmitnahmen auslösten .
Fazit: Der Chip-Crash im Juli 2026 war kein plötzliches Ereignis, sondern das Resultat eines perfekten Sturms aus Geopolitik, überzogenen Erwartungen und der wachsenden Erkenntnis, dass die KI-Investitionswelle zwar immens ist, aber nicht unendlich und vor allem nicht ohne Gegenleistung.