US-Hedgefonds haben IT-Hardware- und Halbleiteraktien eine vierte Woche in Folge netto verkauft – das belegen Daten von Goldman Sachs, die Reuters vorliegen . Die Nettoverkäufe konzentrierten sich auf Halbleiter und Halbleiterausrüstung . Allein in der Woche bis zum 3. Juli fiel der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) um 4,2 % .
Investoren werden zunehmend nervös, ob die massiven KI-Investitionen der Hyperscaler nachhaltig sind . Dies löste scharfe Verkäufe der größten Gewinner des KI-Booms aus. Ein Index der US-Halbleiterunternehmen steuerte auf seine schlechteste Woche seit dem „Liberation Day“-Crash 2025 zu . Der VanEck Semiconductor ETF (SMH) war in der ersten Jahreshälfte 2026 um 82 % gestiegen – der anschließende Rücksetzer war entsprechend heftig .
Die geopolitischen Risiken waren ein wesentlicher makroökonomischer Gegenwind:
Mitte Juli erklärte HSBC selbst, die „größte Angst vor dem Iran-Ölpreisschock sei vorbei“ und kehrte zu seiner „maximalen“ Übergewichtung von Aktien zurück . Der Tech-Ausverkauf setzte sich jedoch bis Freitag, den 17. Juli, fort, da der KI-Handel in die Gegenrichtung drehte .
| Faktor | Wichtigster Beleg |
|---|---|
| Hedgefonds-Verkäufe | 4 Wochen Nettoyerkäufe bei Halbleitern/Technologie-Hardware (Goldman Sachs) |
| Zweifel an KI-Investitionen | Sorgen, dass die Ausgaben der Hyperscaler keine Rendite abwerfen |
| Bewertungskorrektur bei Halbleitern | Schlechteste Woche für Halbleiter seit 2025; SOX fiel um 4,2 % |
| USA-Iran-Konflikt | US-Angriffe, Hafenblockade, iranische Vergeltung |
| Ölpreisschock | Brent stieg stark aufgrund von Angebotsstörungen |
| Kettners Einschätzung | „Wirklich konstruktiv“ – sieht Kaufsignale in der Halbleiter-Positionierung |
Die Kernaussage: Kettner nutzte den sich am Freitag verstärkenden Ausverkauf, um das Gegenteil der vorherrschenden Angst zu argumentieren. Seiner Ansicht nach ist die Positionierung bei Halbleitern so stark bereinigt, dass sich nun eine Kaufgelegenheit für globale Aktien bietet – und kein Grund zur Flucht .