Morgan Stanley hat für diese Entwicklung den Begriff „Chipflation" geprägt: Die Preise für Speicherchips steigen rasant und bleiben auf hohem Niveau, weil die Nachfrage das Angebot dauerhaft übertrifft . Konkret:
Die großen Hyperscaler (Cloud-Riesen) sichern sich ihre Kapazitäten mit mehrjährigen Verträgen (Long-Term Agreements, LTAs) und schaffen so einen Zweiklassen-Markt: KI-Käufer haben Vorrang, während alle anderen mit noch knapperen Mengen und höheren Preisen rechnen müssen .
Die Prognosen von Morgan Stanley für die kommenden Jahre sind gewaltig:
Die Bank identifiziert zudem einen adressierbaren Markt von 276 Milliarden Dollar für neuartige Speichertechnologien – also Innovationen, die nötig sind, um Kapazität, Bandbreite und Kosten in den Griff zu bekommen .
Die Folgen der „Chipflation" beschränken sich nicht auf Rechenzentren. KI-Nachfrage verdrängt die Produktion für Konsumgüter :
Morgan-Stanley-Analyst Shawn Kim fasst es so zusammen: „Speicher ist der neue KI-Engpass" – und die Investitionsmöglichkeiten gehen weit über Grafikprozessoren hinaus .