Fast einer von drei Menschen weltweit – insgesamt 2,69 Milliarden – kann sich eine gesunde Ernährung nicht leisten . Diese Zahl ist im Vergleich zum SOFI-Bericht von 2025 (ca. 2,6 Milliarden) leicht gestiegen, was zeigt, dass sich die Kluft bei der Erschwinglichkeit im vergangenen Jahr nicht wesentlich verringert hat .
Der Bericht offenbart eine entscheidende Erkenntnis: 70 bis 75 % der Kosten für eine gesunde Ernährung entstehen, nachdem die Lebensmittel den Bauernhof verlassen haben – also bei der Verarbeitung, dem Transport, der Lagerung, der Vermarktung und der Logistik im Einzelhandel .
Aufschlüsselung der Kostenfaktoren :
Wie Torero betonte: „Die Herausforderung besteht nicht darin, genügend Kalorien zu produzieren, sondern darin, nährstoffreiche Lebensmittel erschwinglicher zu machen“ .
Eine wichtige Erkenntnis betrifft regionale Lösungen: In Afrika könnten die Kosten durch die Verwendung lokal produzierter Lebensmittel anstelle eines standardisierten globalen Warenkorbs um bis zu 80 % gesenkt werden .
Die FAO warnte vor zwei großen kurzfristigen Preisrisiken, die die Krise weiter verschärfen könnten :
Der Bericht stellt außerdem fest, dass Lateinamerika und die Karibik die höchsten regionalen Kosten für eine gesunde Ernährung haben, was unter anderem auf exportorientierte Ernährungssysteme zurückzuführen ist, die das lokale Angebot an erschwinglichen Produkten einschränken .
Die FAO fordert die Regierungen auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Kosten für gesunde Ernährung zu senken :
Die Ergebnisse wurden am 15. Juli 2026 auf einer UN-Pressekonferenz in New York vorgestellt. Der vollständige SOFI-2026-Bericht soll am 21. Juli 2026 am FAO-Hauptsitz in Rom offiziell veröffentlicht werden .