Vor der turnusmäßigen Juli-Sitzung (sie wird kurz nach diesen Aussagen erwartet) gilt die Entscheidung als völlig offen – ein klassischer „Live“-Termin.
Fazit (Stand Mitte Juli): Eine Erhöhung im Juli ist möglich, aber keinesfalls beschlossene Sache. Das „Tauben“-Lager (Panetta, unterstützt durch Kochers Abwägen) scheint auf ein Abwarten und die Auswertung weiterer Daten zu setzen. Nagels falkenhafte Haltung hält die Option einer Erhöhung jedoch jederzeit offen, falls die Energiepreise wieder anziehen.
Der mit Abstand größte Unsicherheitsfaktor ist die Entwicklung der Ölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und der Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Ein erneuter Preissprung würde den Ausschlag für eine Juli-Erhöhung und eine Bestätigung der September-Erwartung geben. Ein anhaltender Rückgang der Energiepreise könnte die Zinsen im Juli unverändert lassen, während der September weiterhin „live“ bliebe.
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