Noch am selben Tag wies Samsung Electronics die Berichterstattung unmissverständlich zurück. Ein Sprecher erklärte: „Samsung Electronics prüft derzeit nicht die Möglichkeit, American Depositary Receipts auszugeben“ und „Wir erwägen es nicht“ . Das Unternehmen stellte damit klar, dass es eine US-ADR-Notierung nicht einmal evaluiert, nicht nur vorerst zurückstellt . Trotz des Dementis schloss die Samsung-Aktie am selben Tag 3,3 % höher bei ₩263.000 (etwa 189 US-Dollar) – ein Zeichen dafür, dass Anleger der Idee strategischen Wert beimessen, selbst ohne Bestätigung durch das Unternehmen.
SK Hynix notierte am 10. Juli 2026 unter dem Kürzel SKHY an der Nasdaq – es war der größte US-Börsengang eines ausländischen Unternehmens aller Zeiten .
| Detail | Wert |
|---|---|
| ADR-Preis | 149 US-Dollar pro ADR |
| Gesamteinnahmen | 26,5 Milliarden US-Dollar (26,51 Mrd. USD pro WSJ) |
| Verkaufte ADRs | 177,9 Millionen |
| Eröffnungskurs am ersten Tag | 170 US-Dollar (13 % über dem Ausgabepreis) |
| Schlusskurs am ersten Tag | 168,01 US-Dollar |
| Marktkapitalisierung am ersten Tag | ca. 1,2 Billionen US-Dollar (über Micron und AMD) |
| ADR-Aufschlag gegenüber Stammaktien | Stieg innerhalb weniger Tage auf rund 50 % |
Die Emission war mehr als siebenfach überzeichnet und übertraf Alibabas 25-Milliarden-Dollar-Börsengang von 2014 als größte nicht-US-amerikanische Aktienplatzierung in der US-Geschichte .
Die direkte Verbindung: Bloombergs Bericht stellte Samsungs angebliche Pläne explizit als Reaktion auf SK Hynix‘ erfolgreiches Nasdaq-Debüt dar . Da SK Hynix, Samsungs schärfster Rivale im Inland, mit einem hohen ADR-Aufschlag und einer Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar beeindruckte, wuchs der Druck auf Samsung, nachzuziehen – oder zumindest in Erwägung gezogen zu werden. Das Dementi zeigt jedoch, dass Samsung eine US-Notierung trotz des Meilensteins des Konkurrenten nicht als vordringlich betrachtet.
Samsung hat eine lange Tradition, eine US-Notierung zu prüfen und dann wieder zu verwerfen:
Das durchgängige Muster: Samsung hat eine US-ADR-Notierung wiederholt geprüft, aber stets zu dem Schluss gefunden, dass die zusätzlichen Bewertungs- und Kapitalbeschaffungsvorteile den Aufwand, die Kosten oder die notwendigen Governance-Änderungen für einen in den USA notierten ausländischen Emittenten nicht rechtfertigen. Analysten der Seoul Economic Daily zufolge fürchtet Samsung zudem die Kosten des US-amerikanischen Offenlegungssystems und das Risiko von Sammelklagen nach US-Wertpapierrecht .