Der mit Abstand wichtigste Treiber für BPs Quartalsergebnis ist der anhaltende Iran-Konflikt, der die Straße von Hormus faktisch unpassierbar gemacht hat. Der Guardian spricht von „einer der schwerwiegendsten Energieversorgungskrisen der Geschichte“ . Diese Störung hat Rohöl- und Gaspreise auf Mehrjahreshochs getrieben.
BP erwartet aus dieser Entwicklung einen Preiseffekt von 1,8 bis 2,1 Mrd. USD allein im Segment Ölförderung und -betrieb – im Vergleich zum ersten Quartal . Der Bereich Gas und kohlenstoffarme Energie soll um weitere 500 bis 700 Mio. USD profitieren . Die US-Energiebehörde EIA hatte in ihrem Kurzfristausblick vom März 2026 bereits einen durchschnittlichen WTI-Preis von 74 USD pro Barrel für 2026 prognostiziert, deutlich über dem Niveau des Vorjahres .
Auch das Downstream-Geschäft von BP läuft rund. Die verbesserten Raffineriemargen dürften das Ergebnis im Produktsegment um 1,2 bis 1,4 Mrd. USD steigern . Der Ölhandel soll dem Unternehmen zufolge „leicht über“ dem bereits außergewöhnlichen Niveau des ersten Quartals liegen .
Im ersten Quartal 2026 hatte die Sparte Kunden & Produkte – die Raffinerie und Handel umfasst – einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,45 Mrd. USD erzielt, nach nur 103 Mio. USD im Vorjahreszeitraum . Die Verfügbarkeit der Raffinerien lag bei 96,3 Prozent und damit über dem internen Ziel von 96 Prozent .
Die positive Preisentwicklung wird jedoch teilweise durch geringere Fördermengen konterkariert. BP beziffert die ausgewiesene Förderung für das zweite Quartal auf 2.170 bis 2.220 Mio. boe/Tag – ein Rückgang von 2.339 Mio. boe/Tag im ersten Quartal .
Als Hauptgründe nennt BP:
Im ersten Quartal 2026 hatten eine höhere Produktion im Golf von Amerika und starke Ergebnisse von bpx Energy die Störungen im Nahen Osten noch teilweise ausgeglichen . Dieser Ausgleichseffekt wiederholt sich im zweiten Quartal nicht in gleichem Maße . Aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten hat BP auch seine Jahresprognose für die Förderung 2026 gesenkt .
Neben den positiven Gewinntreibern hat BP eine Wertberichtigung von rund 1 Mrd. USD (740 Mio. £) für das zweite Quartal angekündigt . Es handelt sich um einen außerordentlichen Aufwand, der zusammen mit den Quartalszahlen verbucht wird.
Trotz des volatilen Umfelds betont BP seine Kapitaldisziplin. Die Investitionsausgaben für das Gesamtjahr 2026 bleiben bei 13 bis 13,5 Mrd. USD .
Im ersten Quartal 2026 hatte BP einen zugrunde liegenden Gewinn („Underlying Replacement Cost Profit“) von 3,2 Mrd. USD erzielt – ein Anstieg von 128 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Analystenerwartungen von 2,67 Mrd. USD . Die Aktie schloss am 13. Juli 2026 bei 40,85 USD, ein Plus von 4,22 Prozent an diesem Tag .
| Faktor | Richtung | Detail |
|---|---|---|
| Öl- und Gaspreise | Starker Rückenwind | +1,8 bis 2,1 Mrd. USD Preiseffekt vs. Q1 |
| Raffineriemargen | Verbessert | +1,2 bis 1,4 Mrd. USD im Produktsegment |
| Ölhandel | „Leicht über“ Q1 | Anhaltende Gewinne aus der Volatilität |
| Förderung | Geringer | 2.170–2.220 Mboe/Tag (vs. 2.339 in Q1) |
| Störungen Naher Osten | Anhaltend negativ | Straße von Hormus faktisch geschlossen |
| Wertberichtigung | ~1 Mrd. USD | Außerordentlicher Aufwand |
| Q1 2026 Gewinn (Basis) | 3,2 Mrd. USD | Übertraf Erwartungen von 2,67 Mrd. USD |
| Aktienkurs (13. Juli 2026) | 40,85 USD | +4,22 % an diesem Tag |
So stark der Ölpreis-Rückenwind auch ist, die zugrunde liegende Situation bleibt fragil. Die Kraftstoffmargen und Produktionsprognosen bleiben anfällig, solange der Iran-Konflikt andauert . BP hat betont, dass die Kraftstoffmargen „empfindlich“ auf Versorgungskosten und regionale Bedingungen im Nahen Osten reagieren werden .
Die Öl- und Gasfördersparten von BP hatten bereits im ersten Quartal die Erwartungen verfehlt, und Analysten sehen weiterhin Abwärtsrisiken für die Fördermengen . Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass die erhöhte Volatilität bei Öl- und Gaspreisen sich auf Produktionsteilungsverträge (PSA) auswirken könnte .
Fazit: BPs Ergebnis für das zweite Quartal 2026 wird durch den irankonfliktbedingten Ölpreisschub und die starken Raffinerie-/Handelsmargen gestützt – genug, um den Rückgang der Förderung und eine milliardenschwere Wertberichtigung zu kompensieren. Das vollständige Bild zeigt sich, wenn BP am oder um den 4. August 2026 die endgültigen Zahlen vorlegt .
Der mit Abstand wichtigste Treiber für BPs Quartalsergebnis ist der anhaltende Iran-Konflikt, der die Straße von Hormus faktisch unpassierbar gemacht hat. Der Guardian spricht von „einer der schwerwiegendsten Energieversorgungskrisen der Geschichte“ . Diese Störung hat Rohöl- und Gaspreise auf Mehrjahreshochs getrieben.
BP erwartet aus dieser Entwicklung einen Preiseffekt von 1,8 bis 2,1 Mrd. USD allein im Segment Ölförderung und -betrieb – im Vergleich zum ersten Quartal . Der Bereich Gas und kohlenstoffarme Energie soll um weitere 500 bis 700 Mio. USD profitieren . Die US-Energiebehörde EIA hatte in ihrem Kurzfristausblick vom März 2026 bereits einen durchschnittlichen WTI-Preis von 74 USD pro Barrel für 2026 prognostiziert, deutlich über dem Niveau des Vorjahres .
Auch das Downstream-Geschäft von BP läuft rund. Die verbesserten Raffineriemargen dürften das Ergebnis im Produktsegment um 1,2 bis 1,4 Mrd. USD steigern . Der Ölhandel soll dem Unternehmen zufolge „leicht über“ dem bereits außergewöhnlichen Niveau des ersten Quartals liegen .
Im ersten Quartal 2026 hatte die Sparte Kunden & Produkte – die Raffinerie und Handel umfasst – einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,45 Mrd. USD erzielt, nach nur 103 Mio. USD im Vorjahreszeitraum . Die Verfügbarkeit der Raffinerien lag bei 96,3 Prozent und damit über dem internen Ziel von 96 Prozent .
Die positive Preisentwicklung wird jedoch teilweise durch geringere Fördermengen konterkariert. BP beziffert die ausgewiesene Förderung für das zweite Quartal auf 2.170 bis 2.220 Mio. boe/Tag – ein Rückgang von 2.339 Mio. boe/Tag im ersten Quartal .
Als Hauptgründe nennt BP:
Im ersten Quartal 2026 hatten eine höhere Produktion im Golf von Amerika und starke Ergebnisse von bpx Energy die Störungen im Nahen Osten noch teilweise ausgeglichen . Dieser Ausgleichseffekt wiederholt sich im zweiten Quartal nicht in gleichem Maße . Aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten hat BP auch seine Jahresprognose für die Förderung 2026 gesenkt .
Neben den positiven Gewinntreibern hat BP eine Wertberichtigung von rund 1 Mrd. USD (740 Mio. £) für das zweite Quartal angekündigt . Es handelt sich um einen außerordentlichen Aufwand, der zusammen mit den Quartalszahlen verbucht wird.
Trotz des volatilen Umfelds betont BP seine Kapitaldisziplin. Die Investitionsausgaben für das Gesamtjahr 2026 bleiben bei 13 bis 13,5 Mrd. USD .
Im ersten Quartal 2026 hatte BP einen zugrunde liegenden Gewinn („Underlying Replacement Cost Profit“) von 3,2 Mrd. USD erzielt – ein Anstieg von 128 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den Analystenerwartungen von 2,67 Mrd. USD . Die Aktie schloss am 13. Juli 2026 bei 40,85 USD, ein Plus von 4,22 Prozent an diesem Tag .
| Faktor | Richtung | Detail |
|---|---|---|
| Öl- und Gaspreise | Starker Rückenwind | +1,8 bis 2,1 Mrd. USD Preiseffekt vs. Q1 |
| Raffineriemargen | Verbessert | +1,2 bis 1,4 Mrd. USD im Produktsegment |
| Ölhandel | „Leicht über“ Q1 | Anhaltende Gewinne aus der Volatilität |
| Förderung | Geringer | 2.170–2.220 Mboe/Tag (vs. 2.339 in Q1) |
| Störungen Naher Osten | Anhaltend negativ | Straße von Hormus faktisch geschlossen |
| Wertberichtigung | ~1 Mrd. USD | Außerordentlicher Aufwand |
| Q1 2026 Gewinn (Basis) | 3,2 Mrd. USD | Übertraf Erwartungen von 2,67 Mrd. USD |
| Aktienkurs (13. Juli 2026) | 40,85 USD | +4,22 % an diesem Tag |
So stark der Ölpreis-Rückenwind auch ist, die zugrunde liegende Situation bleibt fragil. Die Kraftstoffmargen und Produktionsprognosen bleiben anfällig, solange der Iran-Konflikt andauert . BP hat betont, dass die Kraftstoffmargen „empfindlich“ auf Versorgungskosten und regionale Bedingungen im Nahen Osten reagieren werden .
Die Öl- und Gasfördersparten von BP hatten bereits im ersten Quartal die Erwartungen verfehlt, und Analysten sehen weiterhin Abwärtsrisiken für die Fördermengen . Das Unternehmen wies zudem darauf hin, dass die erhöhte Volatilität bei Öl- und Gaspreisen sich auf Produktionsteilungsverträge (PSA) auswirken könnte .
Fazit: BPs Ergebnis für das zweite Quartal 2026 wird durch den irankonfliktbedingten Ölpreisschub und die starken Raffinerie-/Handelsmargen gestützt – genug, um den Rückgang der Förderung und eine milliardenschwere Wertberichtigung zu kompensieren. Das vollständige Bild zeigt sich, wenn BP am oder um den 4. August 2026 die endgültigen Zahlen vorlegt .