Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am 4. Dezember 2025 leitete die Europäische Kommission ein formelles Kartellverfahren ein. Der Vorwurf: Meta verletze EU-Wettbewerbsregeln, indem es seinen eigenen KI-Assistenten bevorzuge und konkurrierende Anbieter von der riesigen Nutzerbasis von WhatsApp abschneide . Parallel dazu ordnete die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) im Januar 2026 an, dass Meta Italien von dem Verbot ausnehmen müsse .
Am 9. Juni 2026 griff die EU-Kommission durch und verhängte sogenannte einstweilige Maßnahmen gegen Meta. Das Unternehmen wurde angewiesen :
Die Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, Teresa Ribera, begründete die Entscheidung: Das Verhalten von Meta berge die Gefahr eines „ernsthaften und nicht wiedergutzumachenden Schadens für den Wettbewerb“ im schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten . Die Anordnung galt für den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) – die 27 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen .
Meta hatte zuvor in einer nicht-öffentlichen Anhörung Anfang Mai 2026 versucht, die Anordnung abzuwenden, und kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen. Das Unternehmen sprach von einem „regulatorischen Übergriff“ .
In der Folge des EU-Beschlusses hat OpenAI ChatGPT am 13. Juli 2026 für den EWR auf WhatsApp reaktiviert . Laut den offiziellen Versionshinweisen von OpenAI und zahlreichen Medienberichten stehen nun folgende Funktionen zur Verfügung :
OpenAI bestätigte, dass die Verfügbarkeit den gesamten EWR abdeckt .
Dieser Präzedenzfall ist einer der folgenreichsten Einsätze des EU-Kartellrechts an der Schnittstelle von Messaging-Plattformen und Künstlicher Intelligenz – zwei Märkten, in denen die großen Tech-Konzerne strukturelle Vorteile haben. Mehrere Dimensionen machen diesen Fall besonders brisant:
Milliardenschwere Strafen bei Nicht-Einhaltung: Sollte Meta letztlich gegen EU-Kartellrecht verstoßen, drohen Strafen von bis zu 10 % seines weltweiten Jahresumsatzes – das wären potenziell Milliarden Dollar. Zusätzlich könnten tägliche Zwangsgelder für die Nichteinhaltung der einstweiligen Maßnahmen verhängt werden .
Ein Präzedenzfall für den Digital Markets Act (DMA): Im April 2025 verhängte die Kommission ein Bußgeld von 200 Millionen Euro gegen Meta wegen Verstößen gegen den DMA („Pay or Consent“-Modell) und 500 Millionen Euro gegen Apple . Der WhatsApp-AI-Fall ist nun ein Test dafür, ob DMA und klassisches Kartellrecht gemeinsam die Selbstbevorzugung bei der Verteilung von KI-Diensten wirksam unterbinden können – ein Bereich, den der DMA allein möglicherweise nicht vollständig abdeckt .
Plattform gegen KI-Wettbewerb: Der Fall prüft, ob dominante Messaging-Plattformen (WhatsApp hat weltweit über 2 Milliarden Nutzer) als neutrale Vertriebskanäle für konkurrierende KI-Dienste fungieren müssen. Die Theorie der Kommission: Der „Gatekeeper“-Status von WhatsApp gibt Meta die Fähigkeit und den Anreiz, den Wettbewerb im benachbarten Markt für KI-Assistenten zu behindern .
Summe der Big-Tech-Strafen in Europa: Seit 2024 hat die EU in sechs Kartell- und DMA-Fällen Geldstrafen gegen Google, Apple und Meta in Höhe von mehr als 6 Milliarden Euro (rund 7 Milliarden Dollar) verhängt . Der WhatsApp-AI-Fall fügt eine neue Dimension hinzu: die Anwendung von einstweiligen Maßnahmen, um während eines laufenden Verfahrens Verhaltensänderungen zu erzwingen, anstatt Jahre auf ein endgültiges Urteil zu warten.
Globale Ausstrahlungswirkung: Brasiliens Kartellbehörde (CADE) ordnete im Januar 2026 ebenfalls an, dass Meta sein KI-Chatbot-Verbot aussetzen muss . Das Vorgehen der EU könnte Einfluss darauf haben, wie andere Rechtsräume (Großbritannien, Indien, Südkorea) die Verteilung von KI auf dominanten Plattformen regulieren.
Rechtsmittel und Zeitplan: Meta legt gegen die einstweiligen Maßnahmen Rechtsmittel ein. Das zugrunde liegende Kartellverfahren kennt keine gesetzliche Frist . Eine endgültige Entscheidung könnte Jahre dauern. Das bedeutet, dass der wiederhergestellte Zugang für rivalisierende KI-Assistenten für die Dauer des Verfahrens bestehen bleiben oder durch einen Erfolg von Meta vor Gericht wieder rückgängig gemacht werden könnte.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am 4. Dezember 2025 leitete die Europäische Kommission ein formelles Kartellverfahren ein. Der Vorwurf: Meta verletze EU-Wettbewerbsregeln, indem es seinen eigenen KI-Assistenten bevorzuge und konkurrierende Anbieter von der riesigen Nutzerbasis von WhatsApp abschneide . Parallel dazu ordnete die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) im Januar 2026 an, dass Meta Italien von dem Verbot ausnehmen müsse .
Am 9. Juni 2026 griff die EU-Kommission durch und verhängte sogenannte einstweilige Maßnahmen gegen Meta. Das Unternehmen wurde angewiesen :
Die Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission, Teresa Ribera, begründete die Entscheidung: Das Verhalten von Meta berge die Gefahr eines „ernsthaften und nicht wiedergutzumachenden Schadens für den Wettbewerb“ im schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten . Die Anordnung galt für den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) – die 27 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen .
Meta hatte zuvor in einer nicht-öffentlichen Anhörung Anfang Mai 2026 versucht, die Anordnung abzuwenden, und kündigte umgehend an, Rechtsmittel einzulegen. Das Unternehmen sprach von einem „regulatorischen Übergriff“ .
In der Folge des EU-Beschlusses hat OpenAI ChatGPT am 13. Juli 2026 für den EWR auf WhatsApp reaktiviert . Laut den offiziellen Versionshinweisen von OpenAI und zahlreichen Medienberichten stehen nun folgende Funktionen zur Verfügung :
OpenAI bestätigte, dass die Verfügbarkeit den gesamten EWR abdeckt .
Dieser Präzedenzfall ist einer der folgenreichsten Einsätze des EU-Kartellrechts an der Schnittstelle von Messaging-Plattformen und Künstlicher Intelligenz – zwei Märkten, in denen die großen Tech-Konzerne strukturelle Vorteile haben. Mehrere Dimensionen machen diesen Fall besonders brisant:
Milliardenschwere Strafen bei Nicht-Einhaltung: Sollte Meta letztlich gegen EU-Kartellrecht verstoßen, drohen Strafen von bis zu 10 % seines weltweiten Jahresumsatzes – das wären potenziell Milliarden Dollar. Zusätzlich könnten tägliche Zwangsgelder für die Nichteinhaltung der einstweiligen Maßnahmen verhängt werden .
Ein Präzedenzfall für den Digital Markets Act (DMA): Im April 2025 verhängte die Kommission ein Bußgeld von 200 Millionen Euro gegen Meta wegen Verstößen gegen den DMA („Pay or Consent“-Modell) und 500 Millionen Euro gegen Apple . Der WhatsApp-AI-Fall ist nun ein Test dafür, ob DMA und klassisches Kartellrecht gemeinsam die Selbstbevorzugung bei der Verteilung von KI-Diensten wirksam unterbinden können – ein Bereich, den der DMA allein möglicherweise nicht vollständig abdeckt .
Plattform gegen KI-Wettbewerb: Der Fall prüft, ob dominante Messaging-Plattformen (WhatsApp hat weltweit über 2 Milliarden Nutzer) als neutrale Vertriebskanäle für konkurrierende KI-Dienste fungieren müssen. Die Theorie der Kommission: Der „Gatekeeper“-Status von WhatsApp gibt Meta die Fähigkeit und den Anreiz, den Wettbewerb im benachbarten Markt für KI-Assistenten zu behindern .
Summe der Big-Tech-Strafen in Europa: Seit 2024 hat die EU in sechs Kartell- und DMA-Fällen Geldstrafen gegen Google, Apple und Meta in Höhe von mehr als 6 Milliarden Euro (rund 7 Milliarden Dollar) verhängt . Der WhatsApp-AI-Fall fügt eine neue Dimension hinzu: die Anwendung von einstweiligen Maßnahmen, um während eines laufenden Verfahrens Verhaltensänderungen zu erzwingen, anstatt Jahre auf ein endgültiges Urteil zu warten.
Globale Ausstrahlungswirkung: Brasiliens Kartellbehörde (CADE) ordnete im Januar 2026 ebenfalls an, dass Meta sein KI-Chatbot-Verbot aussetzen muss . Das Vorgehen der EU könnte Einfluss darauf haben, wie andere Rechtsräume (Großbritannien, Indien, Südkorea) die Verteilung von KI auf dominanten Plattformen regulieren.
Rechtsmittel und Zeitplan: Meta legt gegen die einstweiligen Maßnahmen Rechtsmittel ein. Das zugrunde liegende Kartellverfahren kennt keine gesetzliche Frist . Eine endgültige Entscheidung könnte Jahre dauern. Das bedeutet, dass der wiederhergestellte Zugang für rivalisierende KI-Assistenten für die Dauer des Verfahrens bestehen bleiben oder durch einen Erfolg von Meta vor Gericht wieder rückgängig gemacht werden könnte.